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Geschichte zum Anfassen: Fünftklässler besuchen das Ringheiligtum Pömmelte

Für die Klassen 5b, 5c und 5d des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe wurde Geschichte im vergangenen Schuljahr besonders lebendig. Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler im Unterricht intensiv mit der Jungsteinzeit und der Bronzezeit beschäftigt hatten, führte sie ein gemeinsamer Ausflug zum Ringheiligtum Pömmelte – einem naheliegenden Ziel und zugleich einer besonderen Gelegenheit, Geschichte direkt vor Ort zu erleben.
Die rekonstruierte Kreisgrabenanlage machte eindrucksvoll sichtbar, wie Menschen vor mehr als 4.000 Jahren lebten, bauten und Rituale feierten.
Trotz sommerlicher Temperaturen war der Tag bestens vorbereitet: Die Organisatoren um Frau Dedow hatten Zelte aufgebaut, die Schatten spendeten. Dennoch gilt ein großes Lob den Schülerinnen und Schülern, die aufmerksam, interessiert und ausdauernd bei der Sache blieben.
Nach der Begrüßung und einer kurzen Einweisung starteten die Gruppen in verschiedene Stationen. Besonders anschaulich war der Vortrag des Archäotechnikers Frank Trommer. Er stellte Werkzeuge, Waffen und Materialien der Stein- und Bronzezeit vor – viele davon durften die Schülerinnen und Schüler sogar selbst in die Hand nehmen. Dabei zeigte sich, wie viel Geschick, Wissen und Erfahrung nötig waren, um mit den damaligen Mitteln zu arbeiten. Für einen besonders mutigen Moment sorgte Schüler Linus Thiem, der sogar ausprobierte, wie sich das Kauen eines Stücks Sehne anfühlt – ein wichtiges Material jener Zeit.
Im anschließenden Mitmach-Workshop konnten die Fünftklässlerinnen und Fünftklässler selbst aktiv werden. Unter fachkundiger Anleitung stellten sie ein eigenes Steinzeitmesser aus Haselnussholz und Feuersteinklingen her – ausschließlich mit Materialien, die auch den Menschen der Steinzeit zur Verfügung standen. Schnell wurde deutlich, wie mühsam handwerkliche Arbeit damals gewesen sein muss. Gleichzeitig machte das konzentrierte Arbeiten großen Spaß, und am Ende konnte jedes Kind stolz sein selbst gefertigtes Messer mit nach Hause nehmen.
Zum Abschluss besuchten alle Gruppen das Ringheiligtum selbst. Die eindrucksvolle Anlage mit ihren Holzpfostenringen, Gräben und Wällen ließ die Unterrichtsinhalte noch einmal auf ganz besondere Weise lebendig werden. Aus dem Thema im Geschichtsbuch wurde so ein spannender Schultag voller Eindrücke.
Geschichte wurde an diesem Tag angefasst, ausprobiert und mit allen Sinnen erlebt – ein Ausflug, der den Schülerinnen und Schülern sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird. Wir danken den Mitarbeitern des Ringheiligtum für dieses schöne Erlebnis.

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