Im Rahmen der Projektwoche „Wohlergehen und Gesundheit" tauschten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11B am Donnerstag, dem 25. Juni 2026, das Klassenzimmer gegen einen ganz besonderen Lernort: Beim Sozialen Tag packten sie im Kinder-, Jugend- und Familienzentrum Calbe, einer Einrichtung des SOS-Kinderdorfs, tatkräftig mit an. Statt Unterricht standen Pinsel, Hammer und Backblech bereit – mit dem Ziel, einen Ort, der vielen Menschen am Herzen liegt, ein Stück schöner und einladender zu gestalten.
Das Familienzentrum ist ein offener Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und Familien. Hier können die Besucherinnen und Besucher Neues entdecken, sich ausprobieren, spielen, lernen und kreativ werden oder einfach entspannen und die Zeit genießen. Täglich kommen von 13 bis 18 Uhr Menschen aller Generationen zusammen. Geleitet wird der Treffpunkt von Frau Zieger, die den Kindern und Jugendlichen ebenso wie den Seniorinnen und Senioren zuhört, stets ein offenes Ohr für ihre Anliegen hat und ihnen unterstützend zur Seite steht.
An verschiedenen Stationen wurde den ganzen Tag über fleißig gewerkelt. Im Computerraum entstand eine farbenfrohe Wand zum Thema „Universum". Mit Unterstützung des Hausmeisters bauten und lackierten einige Schüler zwei Holzbänke für den Außenbereich, auf denen künftig verweilt werden kann. Andere bemalten einen Stuhl aus Pappmaché mit Motiven aus dem beliebten Computerspiel „Minecraft".
Auch das kreative Gestalten kam nicht zu kurz: Aus Holzreifen wurden Bilderrahmen gefertigt und neu bespannt, und aus alten CD-Hüllen entstand eine Wandcollage, die mit Emojis zum Thema „Gefühle" beklebt wurde. So verbanden die Jugendlichen handwerkliches Geschick mit eigenen Ideen und gaben den Räumen eine persönliche Note. Für das leibliche Wohl sorgte schließlich eine weitere Gruppe, die fleißig Kuchen backte.
Der selbst gebackene Kuchen kam am Nachmittag bei den Besucherinnen und Besuchern des Zentrums bestens an und rundete den Tag ab. Am Ende durften die Schülerinnen und Schüler nicht nur auf sichtbare Ergebnisse blicken, sondern nahmen vor allem die Erfahrung mit, mit gemeinsamem Einsatz etwas Bleibendes für andere geschaffen zu haben. Der soziale Tag machte eindrücklich deutlich, dass Wohlergehen und Gesundheit auch bedeuten, füreinander da zu sein und gemeinsam anzupacken.
Tag: 25. Juni 2026
Geschichte zum Anfassen: Fünftklässler besuchen das Ringheiligtum Pömmelte
Für die Klassen 5b, 5c und 5d des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe wurde Geschichte im vergangenen Schuljahr besonders lebendig. Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler im Unterricht intensiv mit der Jungsteinzeit und der Bronzezeit beschäftigt hatten, führte sie ein gemeinsamer Ausflug zum Ringheiligtum Pömmelte – einem naheliegenden Ziel und zugleich einer besonderen Gelegenheit, Geschichte direkt vor Ort zu erleben.
Die rekonstruierte Kreisgrabenanlage machte eindrucksvoll sichtbar, wie Menschen vor mehr als 4.000 Jahren lebten, bauten und Rituale feierten.
Trotz sommerlicher Temperaturen war der Tag bestens vorbereitet: Die Organisatoren um Frau Dedow hatten Zelte aufgebaut, die Schatten spendeten. Dennoch gilt ein großes Lob den Schülerinnen und Schülern, die aufmerksam, interessiert und ausdauernd bei der Sache blieben.
Nach der Begrüßung und einer kurzen Einweisung starteten die Gruppen in verschiedene Stationen. Besonders anschaulich war der Vortrag des Archäotechnikers Frank Trommer. Er stellte Werkzeuge, Waffen und Materialien der Stein- und Bronzezeit vor – viele davon durften die Schülerinnen und Schüler sogar selbst in die Hand nehmen. Dabei zeigte sich, wie viel Geschick, Wissen und Erfahrung nötig waren, um mit den damaligen Mitteln zu arbeiten. Für einen besonders mutigen Moment sorgte Schüler Linus Thiem, der sogar ausprobierte, wie sich das Kauen eines Stücks Sehne anfühlt – ein wichtiges Material jener Zeit.
Im anschließenden Mitmach-Workshop konnten die Fünftklässlerinnen und Fünftklässler selbst aktiv werden. Unter fachkundiger Anleitung stellten sie ein eigenes Steinzeitmesser aus Haselnussholz und Feuersteinklingen her – ausschließlich mit Materialien, die auch den Menschen der Steinzeit zur Verfügung standen. Schnell wurde deutlich, wie mühsam handwerkliche Arbeit damals gewesen sein muss. Gleichzeitig machte das konzentrierte Arbeiten großen Spaß, und am Ende konnte jedes Kind stolz sein selbst gefertigtes Messer mit nach Hause nehmen.
Zum Abschluss besuchten alle Gruppen das Ringheiligtum selbst. Die eindrucksvolle Anlage mit ihren Holzpfostenringen, Gräben und Wällen ließ die Unterrichtsinhalte noch einmal auf ganz besondere Weise lebendig werden. Aus dem Thema im Geschichtsbuch wurde so ein spannender Schultag voller Eindrücke.
Geschichte wurde an diesem Tag angefasst, ausprobiert und mit allen Sinnen erlebt – ein Ausflug, der den Schülerinnen und Schülern sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird. Wir danken den Mitarbeitern des Ringheiligtum für dieses schöne Erlebnis.





