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Weimar: „Gretchen rettet Faust“, zum Glück für uns

Schon oft hat die Deutsch-Kurse des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe eine Vorstellung im „Theater im Gewölbe“ begeistert. Ende März war es Sabine Kus im Ein-Personen-Stück. Ihre Rolle als Souffleuse, die auf die beiden Protagonisten des so berühmten Goethe Stückes vergeblich wartet, füllte Sabine Kus mit großer Begeisterung, die sich auf das Publikum übertrug. Ihren Beruf und den Theateralltag eines Schauspielers beschreibend, spielten natürlich auch die „Besetzungscouch“, die Marotten der Regisseure und vor allem so einige markante Szenen aus dem „Faust“ eine Rolle, in denen sie gekonnt und überzeugend in verschiedene Rollen schlüpfte, die Zuschauer komplett mitnahm.
Doch vor dem eben beschriebenen Abschluss unseres Weimar-Besuches gab es ein Programm, dass den Vorbereitungen aus dem Unterricht und dem Thema „Weimarer Klassik“ insgesamt gerecht wurde und gleichzeitig Lust machen sollte, auf künftige, dann private Besuche in dieser berühmten Stadt. Denn all das, was Weimar ausmacht, konnte nicht an einem Tag erlebt und erkundet werden.
Eine 60-Minuten-Thementour in der ständigen Ausstellung „Lebensfluten-Tatensturm“ im Goethe-Nationalmuseum wurde zum ersten Highlight, weil es Frau Franke gelang, alle Zuhörenden mit Spaß und Witz kenntnisreich, fokussiert und schülerbezogen zu informieren über den Dichterfürsten und sein wahrlich ereignisreiches privates, wissenschaftliches, politisches und literarisches Leben. Die anschließende Besichtigung des Wohnhauses ergänzte das Gehörte perfekt.
Kein Goethe ohne Schiller! Das hatten die Schüler bereits im Unterricht erfahren und vor dem Deutschen Nationaltheater Weimar gesehen, auch wenn die Größenverhältnisse deutlich zugunsten von Goethe korrigiert wurden. Die Wohnhäuser der beiden seit 1794 literarischen Liierten liegen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt und so schloss sich ein lohnenswerter Besuch bei Friedrich Schiller an.
Eine gelungene Exkursion, die eine lange Tradition am Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe hat. Das fast ausschließlich positive Feedback der Schüler sollte Motivation für die nächsten Jahre sein, die Klassikerstadt als außerschulischen Lernort zu besuchen.
Danke an Frau Teichert für die Organisation, Frau Tulinski, Herrn Pfesdorf und Herrn Bannier für die Begleitung und Schubert Touristik für die angenehme Hin - und Rückfahrt.

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