„Danke für alles, für die tolle gemeinsame Zeit. Für mich schließt sich jetzt der Kreis: ich habe hier in Calbe mein Abitur gemacht und beende hier meine Lehrerkarriere.“ Das waren die emotionalen Abschlussworte von Petra Klemm in der zurückliegenden Dienstberatung am Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe. Nach 42 Dienstjahren geht die beliebte Deutsch-, Russisch- und Sozialkunde-Lehrerin in den wohlverdienten Ruhestand, wird unter dem Weltenretter-Privileg den Schülern aber weiterhin erhalten bleiben.
In seiner Rede würdigt Schulleiter Rolf-Uwe Friederichs die als „kontinuierlich, ohne viele Worte arbeitende“ Kollegin und zeichnet dabei Aspekte ihres Lebensweges nach, die überraschend viele Überschneidungen mit der Saalestadt aufweisen. Gemeinsam mit ihrem späteren Calbenser Kollegen Michael Ulrich machte sie ihr Abitur an der EOS Karl Marx in Calbe, nach dem anschließenden Lehramtsstudium in Rostock und Magdeburg arbeitete sie zuerst an der POS Latdorf und bis in die Nachwendezeit 1993 an der POS „Johannes R. Becker“ in Eickendorf unter dem damaligen Schulleiter und späteren Calbenser Kollegen Wolf-Dieter Lange. Nach ihrer erfolgreichen Arbeit am Schönebecker Gymnasium folgte unter dem damaligen Schulleiter Erhard Kiel 2010 die Abordnung nach Calbe und ein Jahr darauf die abschließende Versetzung ans Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe. Seither „war sie häufig als Klassenlehrerin am Puls der Zeit tätig“ bemerkte der Schulleiter und ergänzte „die vielen gut besuchten mündlichen Abiturprüfungen im Fach Sozialkunde, die sie stets sicher, souverän und fair, dem Schüler zugesandt und immer mit einer Portion Humor geleitet hatte.“
Kurz gefasst also „Danke für alles“.

Schlagwort: Russisch
Russisch spielend lernen
Am Montag, dem 15. Juni 2026, ergab sich für die Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe die Möglichkeit Russisch auf spielerische Weise zu lernen. Im Rahmen des Bundescups „Spielend Russisch lernen“ traten insgesamt acht Teams mit jeweils zwei Schülerinnen und Schülern in K.-o.-Runden gegeneinander an. Dabei bestand jedes Team aus einer Schülerin oder einem Schüler aus der Russischklasse und einer Person, die kein Russisch lernt. So wurde das gemeinsame Lösen der Aufgaben zu einer spannenden Teamarbeit.
Teilnehmen konnten Schülerinnen und Schüler ab der siebenten Klasse. Ziel war es, sich mithilfe des Teampartners für die Regionalrunde des bundesweiten Wettbewerbs zu qualifizieren. Das Brettspiel „!New Amici!“ bildete die Grundlage des Wettbewerbs und machte den Einstieg in die russische Sprache besonders abwechslungsreich.
Für einen reibungslosen Ablauf sorgten sieben Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter aus der zehnten Klasse. Unterstützt wurde die Veranstaltung außerdem von unserem Russischlehrer Herrn Fiedler, dem an dieser Stelle ein besonderer Dank gilt.
Am Ende des Wettbewerbs konnten sich die drei besten Teams durchsetzen. Den ersten Platz belegten Jule Grafe (7a) und Ida Marie Krause (7b), den zweiten Platz Greta Grabow (7a) und Talena Schöbe (7b) und den dritten Platz Charlotte Günther (7a) und Lilian Heine (7c). Diese Teams überzeugten durch gute Zusammenarbeit, Sprachgefühl und Konzentration.
Der Bundescup zeigte erneut, dass das Russischlernen nicht trocken sein muss, sondern auch spielerisch, spannend und motivierend sein kann. Für alle Teilnehmenden war der Wettbewerb eine gute Gelegenheit, ihre Fähigkeiten im Team zu erproben und neue Erfahrungen zu sammeln.
Grußkarten im Russischunterricht
! Die Fachschaft Russisch und das gesamte Friedrich-Schiller-Gymnasium verurteilen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine zutiefst. Wir sind solidarisch mit den Menschen in der Ukraine, die gerade um ihr Leben, ihr Hab und Gut und um die Freiheit sowie den demokratischen Werten ihrer Nation fürchten und kämpfen müssen. Unsere Gedanken sind stets bei allen zivilen Opfern. !
Um den Schülerinnen und Schülern unseres Gymnasiums weiterhin die Sprache und die Kultur Russlands nahezubringen, haben die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9a und 10a im Rahmen eines kleinen Projekts im Russischunterricht Grußkarten geschrieben und ein Paket mit typisch deutschen Süßigkeiten zusammengestellt. Unterstützt wurde das kleine Weihnachtsprojekt durch Herrn Fiedler, welcher 2020 und 2021 einen Freiwilligendienst in der russischen Millionenstadt Samara an der Wolga absolvierte. Herr Fiedler wohnte zu dieser Zeit in einer vierköpfigen Gastfamilie, welche nun zum Neujahrsfest Glückwünsche und weitere kleine Überraschungen in Empfang nehmen darf.
Hintergrund dieses Projekts ist weiterhin, dass in diesen schwierigen Zeiten die Menschlichkeit zwischen jeglichen Kulturen und Religionen dieser Welt nicht verloren gehen darf. Die russische Bevölkerung ist täglich der Kriegspropaganda ausgesetzt, die sie nicht nur manipuliert, sondern auch ihr Denken einschränkt. Bei jeglichen Positionierungen zum aktuellen Konflikt gilt dies zu beachten. Dies wurde im Rahmen des Projekts auch den Schülerinnen und Schülern nahegebracht.
С наступающим Новым годом! 🎄
Russischolympiade
Im Oktober wehte Olympiade-Luft durch das Computerkabinett des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Calbe.
18 Schüler und Schülerinnen der 8. und 9. Klassen waren angetreten, um online an der 1. Stufe der Russisch-Olympiade des Landes Sachsen-Anhalt teilzunehmen.
Schon ein wenig aufgeregt setzten sie sich an ihren Computer oder Laptop, loggten sich ein und dann ging es los.
Neben Aufgaben zum Hörverstehen mussten die Lernenden den Inhalt von Lesetexten erfassen, passende Überschriften finden, die richtigen Antworten ankreuzen und Wörter vervollständigen – gar nicht so einfach!
Auch Aufgaben zum Wortschatz, zur Grammatik und zur Landeskunde mussten bewältigt werden, so dass die zur Verfügung stehenden 60 Minuten wie im Fluge vergingen.
In den Herbstferien wertete das Olympiade-Komitee alle Ergebnisse aus. Bereits am 3.11. startete für die besten Schüler der 2.Teil.
Jule Schulze und Magdalena Dauch aus der Klasse 9a qualifizierten sich für diese Runde. Hierbei war ein Online-Interview mit Muttersprachlern zu absolvieren, ganz spontan, ohne Vorbereitung und Hilfsmittel.
Jule meisterte dieses Gespräch souverän, überzeugte durch ihre Sprachkenntnisse und Reaktionsfähigkeit und belegte so den 2. Platz der 9. Klassen bei der Russischolympiade des Landes Sachsen-Anhalt.
Herzlichen Glückwunsch zu dieser bemerkenswerten Leistung!
Bilderbuch-Geschichte am Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe
„Von der Schülerin zur Lehrerin“. Es klingt wie eine märchenhafte Bilderbuch-Geschichte mit einem einfachen Titel. Katharina Kindsvater hat kürzlich das letzte Kapitel dieser Story geschrieben.
Als kleines, zurückhaltendes junges Mädchen wagte sie nach der Grundschulzeit im Jahr 2007 den Schritt an das Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe und hielt nach acht spannenden, ereignis- und lehrreichen Jahren als junge Frau ihr Abiturzeugnis in den Händen. Lehrerin wollte sie werden. Der Weg führte sie an die Universität nach Leipzig, um Deutsch, Ethik und Russisch zu studieren. Mit dem erfolgreichen Abschluss in der Tasche zog es die Sudentin zurück an ihr liebgewonnenes Calbenser Gymnasium, um dort das Referendariat zu bestreiten.
18 Monate später, plus Baby-Auszeit, folgte vor wenigen Tagen die äußerst erfolgreich bestandene Abschlussprüfung mit einer Deutschstunde in der zwölften Klasse, einer Ethikstunde in der neunten Klasse und dem Kolloquium zum Thema „Einführung in die Arbeit mit digitalen Tools“.
Das Landesschulamt reagierte sehr schnell und bereits einen Tag später unterschrieb die frisch gebackene Lehrerin in Magdeburg ihren Arbeitsvertrag und stand im Anschluss bereits als „fertige“ Lehrerin vor ihren Schülern am Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe.
Die Freude in der Schilleraner Lehrer- und Schülerschaft über diese wahr gewordene Bilderbuch-Geschichte ist dementsprechend extrem groß. „Von der Schülerin zur Lehrerin“ hat damit im Jahr 2022 das vorläufige Ende gefunden. Von nun an kann die engagierte Lehrkraft ein lebendiges Vorbild für viele Schülerinnen und Schüler mit Interesse am Lehrerberuf sein.
Katharina Kindsvater selbst beschreibt ihren Bilderbuch-Lebensabschnitt mit den Worten: „Bereits in der achten Klasse spielte ich mit dem Gedanken, Lehrerin zu werden und stellte mir vor, wie es wäre, erneut den Calbenser Schulhof zu betreten – jedoch aus einer anderen Perspektive. Frau Koch empfing mich im Jahre 2007 als Fünftklässlerin und war für mich in den weiteren Schuljahren ein großes Vorbild. Am Donnerstag unterstütze sie mich mit vielen anderen Kolleginnen und Kollegen im Kolloquium und ich hätte mir keinen schöneren Abschluss vorstellen können!“
Russisch-Projekt
Selbst der Bundespräsident war unter den Gratulanten
Interesse geweckt – Talent bewiesen
Die Schilleraner gratulieren Anna-Maria Klein, Schülerin der Klasse 12b des Calbenser Gymnasiums, ganz herzlich zur erfolgreichen Teilnahme und einem anerkennenswerten zweiten Platz bei der Landesolympiade im Fach Russisch.
Fremdsprachen standen im Interessensranking der Schulfächer bei Anna schon immer hoch im Kurs. Seit der 7. Klasse lernte sie am Friedrich-Schiller-Gymnasium die russische Sprache mit besonderem Engagement. Bereits im Anfangsunterricht stockte sie das normale Unterrichtspensum phasenweise durch eine Zusatzstunde Russisch bei der Muttersprachlerin Frau Nina Gross auf und gab so ihrer Aussprache einen „echt russischen Klang“. Natürlich lernte sie auch fleißig und erfolgreich im normalen Russischunterricht und prägte sich Vokabeln, Grammatikregeln und Deklinationsparadigmen unermüdlich ein. All diese anstrengenden Lerneinheiten, die von anderen Schülern schnell als viel zu schwierig angesehen werden, hat Anna nie schleifen lassen und nun, in ihrem letzten Schuljahr, bot sich die Gelegenheit, an einem Wettbewerb in der Fremdsprache Russisch teilzunehmen.
Anna traute sich und absolvierte am 15. Oktober 2021 die Online-Russischolympiade. Kaum zu glauben, aber auch auf Landesebene stieß dieses Angebot auf reges Interesse. Es hatten sich mehr als 130 Russischlerner angemeldet, was auch eine Herausforderung für die Olympiadekommission bedeutete, denn diese musste für vier verschiedene Sprachniveaus – Anfänger-, Mittelstufen-, Oberstufenschüler und Schüler mit muttersprachlichem Hintergrund – verschiedene Online-Testformate bereithalten und diese mussten am Olympiadetag mit hoffentlich stabilem Internet gut durchlaufen.
Für Anna klappte alles an diesem Test-Vormittag. Zu Beginn wurden alle zugeschalteten Teilnehmer von den Juroren begrüßt und durch einen stimmungsvollen Mitmachtanz für die auf sie wartenden Anforderungen in Schwung gebracht. Dann begann die Testphase, die aus drei Teilen bestand: verstehendes Lesen, verstehendes Hören und ein dialogisches Gespräch per Videoschalte. Mit den nur Russisch sprechenden Gesprächsleitern unterhielt sich Anna über verschiedene Themen wie beispielsweise Freizeit, Interessen, schulische Ausbildung, Zukunftspläne, Reisen und anderes. Dabei zeigte sie sich sehr kommunikativ, konnte auf alle Fragen reagieren und ließ das Gespräch nicht abreißen.
Annas Fazit zu dieser Olympiade: ,, Die Teilnahme an der Russisch Olympiade war eine sehr gute Möglichkeit, mein Wissen zu testen und es in einen Vergleich zu anderen zu setzen. Außerdem hat es mir gezeigt, dass sich meine Mühe all die Jahre gelohnt hat. Ich hoffe, dass in den folgenden Jahren viele weitere Russischschülerinnen und -schüler unserer Schule am Kontest teilnehmen und ihr erworbenes Wissen über diese interessante Sprache unter Beweis stellen werden.“

