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Russisch-Projekt

Am Freitag, 9. April 2022, besuchte Justin Fiedler, ein Student, der 2018 erfolgreich sein Abitur am Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe bestanden hatte, jeweils zwei Stunden zwei verschiedene Klassen.

Justin hatte bei einem freiwilligen Dienst in Samara, einer russischen Stadt an der Wolga, teilgenommen. Unterstützt wurde das Ganze durch den Europäischen Solidaritätskorbs ESK, ein Programm der europäischen Union, welches grenzüberschreitende und lokale Aktivitäten fördert. Das ESK bietet jungen Erwachsenen inspirierende Aufgaben, bei denen sie etwas Essenzielles lernen und für die Gemeinschaft bewegen können.

Justin berichtete den neugierigen Schülern über seine lange, aufregende Reise durch Russland. Dafür hatte er verschiedene Themen vorbereitet, die über digitale Tools abgestimmt wurden. Es entstanden dabei genaue Übersichten, zum Beispiel „wenn ich an Russland denke, denke ich an…“ Eine Aufgabe, die forderte, in fünf Feldern fünf verschiedene Begriffe einsetzen sollte. Nachdem die unzähligen interessanten Themen abgestimmt wurden, stellte Justin die ausgewählten Top-Themen vor, wie zum Beispiel sein Erlebnis mit russischen Gastfamilien, dem schon durchaus etwas anderen Leben im Haushalt, natürlich Sehenswürdigkeiten und seinen besonderen Alltag, als er dort auch im Kindergarten arbeitete. Dabei berichtet er sehr detailliert und gab mit vielen Bildern oder Videos seine unglaublichen Erfahrungen in Russland wieder.

Die Klassen lernten in diesen spannenden Stunden viel über die russische Kultur, den aufregenden Alltag dort, das vielfältige leckere Essen und die fröhlichen Feste.

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Fußballer waren erfolgreich

Salzlandkreisfinale Fußball Wk III und IV

Monatelang fieberten unsere fußballbegeisterten Jungen der fünften bis achten Klassen darauf hin, das Friedrich-Schiller-Gymnasium im Finale des Salzlandkreises vertreten zu dürfen. Mehrere Tage feilten sie an der ultimativen Aufstellung und am 7. April Punkt, 8.00 Uhr war es dann endlich so weit und der Bus startete vollgepackt mit 23 Jungen, ebenso vielen Sporttaschen, Bällen, den apfelgrünen Trikotsätzen, riesiger Vorfreude und großen Hoffnungen nach Bernburg.

Sowohl die Kontrahenten unserer „kleinen“ Jungen der Wk IV als auch die unserer „Großen“ hießen jeweils „Campus-Technicus“ aus Bernburg und Dr.-Frank-Gymnasium Staßfurt.

Das Turnier begann mit dem Spiel unserer Jüngsten gegen das Gymnasium aus Staßfurt. Hellwache Staßfurter nutzten zwei Abspielfehler unserer Mannschaft konsequent aus und führten bereits nach wenigen Minuten mit 2:0. Davon konnten sich unsere Jungen trotz einiger beherzter Angriffe nicht mehr erholen – ein Spiel dauert auch nur 20 Minuten bei „Jugend trainiert für Olympia“. Endstand 2:0 für Staßfurt.

Diese Niederlage galt es im zweiten Spiel gegen Bernburg wieder auszugleichen, doch täglich grüßt das Murmeltier: Auch in diesem Spiel lag man zur Halbzeit mit 0:2 hinten. Diesmal konnten die Jungen das Spiel jedoch mit Glück und Geschick drehen und gewannen durch präzise ausgespielte Angriffe unter geringfügiger Mithilfe des gegnerischen Torwarts letzten Endes mit 3:2. Da auch Staßfurt gegen Bernburg gewann, bedeutete das in der Endabrechnung einen guten zweiten Platz.

Unsere Jungen der Wettkampfklasse III starteten später ins Turnier und hatten vorher noch Zeit für eine ausgiebige Taktikbesprechung, um sich gegen die Staßfurter einzustellen. Die Taktik ging auf: Hochmotiviert machten sie viel Druck und pressten die Staßfurter beinahe ausschließlich in deren eigene Hälfte. Doch das erste Tor wollte lange nicht fallen, auch weil die Staßfurter sich mit vielen Beinen in den eigenen Strafraum zurückzogen. Schließlich brach Eike Rummel mit einem starken Dribbling den Bann: Staßfurt konnte ihn nur mit einem Foul bremsen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Dean Haisch, der auch wenig später das 2:0 erzielte und den Endstand herstellte.

Zwei Stunden später wurde das zweite Spiel gegen die Bernburger Jungen vom „Campus Technicus“ angepfiffen. Wir positionierten uns wie im ersten Spiel sehr hoch in der gegnerischen Hälfte, zeigten wunderbare Kombinationen, sehenswerte Dribblings und konnten auch nach Ballverlusten das Spielgerät schnell wieder zurückerobern – ein Tor wollte jedoch wieder sehr lange nicht fallen. Dann der Brustlöser: Hannes Trappe dribbelte auf der rechten Seite mehrere Gegner aus und flankte den Ball in die Mitte, wo Maximilian Kühne goldrichtig stand und zum viel umjubelten 1:0 einschieben konnte. Das verdiente 2:0 erzielte etwas später wiederum Dean mit einem genauen Schuss aus etwa 20 Metern. Nach dem Schlusspfiff entluden sich Freude und Erleichterung in einer apfelgrünen Jubeltraube, schließlich konnten sich die Jungen Wk III bei der Siegerehrung eine Goldmedaille abholen und sich damit für die nächste Runde am 11. Mai in Aken qualifizieren. Wahrscheinlich sind sie jetzt schon dabei, eine neue Taktik auszutüfteln.

Für das FSGC spielten:

WK IV: Figiel, Jona; Sieche, Jakob; Newiger, Jonas; Hoffmann, Mika, Kräuter, Viggo, Demele, Emil; Fritsche, Leo; Rothmann, Lorenz; Lindemann, Tim; Pyszora, Tom

WK III: Giest, Paul; Haisch, Dean; Trappe, Hannes; Feest ,Oskar; Kriener, Linos; Rummel, Eike; Schneider, Luca; Schöne, Tristan; Stöhr, Julian; Huber, Tamino; Rothmann, Linus; Radach, Paul; Mania, Noah; Böhm, Henry; Kühne, Maximilian

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Einfach mal Danke sagen für das jahrelange Engagement

Das Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe als Bildungseinrichtung im ländlichen Raum unterscheidet sich als Ganztagsschule mit einem umfangreichen Angebot an Arbeitsgemeinschaften von anderen Schulen und ist damit auch ein Ort, an dem sich Jugendliche zu verantwortungsbewussten, offenen und solidarischen Erwachsenen entwickeln können. Das Schulmotto "sich wohlfühlen" steht nicht nur so im Schulprogramm, sondern wird von der Schüler- und Lehrerschaft gleichermaßen tagtäglich gelebt.

Immer wieder ragen unter den Schilleranern Persönlichkeiten heraus, die das Schulleben über das normale Maß hinaus engagiert gestalten und mit viel Leben füllen.

Bereits als Neu-Schilleraner tauchte Jonas Brösel als putzmunterer Fünftklässler in die Theater-Arbeitsgemeinschaft ein und hatte im Sommer 2015 bei Schillers Sommer Spektakel seinen ersten Auftritt. Gemeinsam mit dem Gospelchor und der Schülerfirma Picnic wurde ein toller Nachmittag für zahlreiche Eltern und Mitschüler gestaltet. In den Folgejahren war er einer der prägenden Darsteller in zahlreichen Theater-Aufführungen, nutzte verschiedenste Schulveranstaltungen, um das Publikum mit witzigen Otto-Parodien zu unterhalten.

Mit dem Übergang in die Oberstufe übernahm er die Rolle des humorvollen Moderators der beliebten Weihnachtskonzerte in der Aula unserer Schule und wurde zugleich in die überaus wichtige Rolle des Schülersprechers gewählt. Bei all dem Engagement für seinen Jahrgang, für die Schülerschaft im Allgemeinen, sein Gymnasium auch in der öffentlichen Wahrnehmung und natürlich dem grundsätzlichen Aufwand eines Schülers, der kurz vor den Abiturprüfungen steht, fragte ihn kürzlich die Schulsekretärin, zumindest ein wenig ernst gemeint, wann er eigentlich noch Zeit zum Schlafen finden würde. Und bei allem eventuell fehlendem Schlaf: Jonas hat immer, und sei die Aktion noch so aufwendig, ein Lächeln im Gesicht.

Nun wurde es Zeit, einfach mal Danke zu sagen. Als besondere Überraschung organisierten Schüler und Lehrer eigens den "Jonas-Tag". Mit ausgefallenen Brillen, Kopfbedeckungen und mit vielen Plakaten in den Händen, warteten die Schilleraner in der Mittagspause in Form eines großen Halbkreis auf dem Schulhof auf ihren Schülersprecher.

Auch Alexander Sieche, Vorsitzender des Fördervereins, kam extra vorbei, um sich persönlich zu bedanken und ihm zwei Karten für die Poetry Slammerin Julia Engelmann zu überreichen. Bei Abiturzeugnisübergaben reziterte Jonas übrigens viele ihrer emotionalen Gedichte.

Auf die vielen warmen Worte und die tolle Aktion seiner Schulgemeinschaft reagierte Jonas Brösel abschließend spontan und überaus typisch für ihn mit dem „Gastgedicht“ von Otto Waalkes. Ein schöner Abschluss für einen typischen „Wohlfühl-Tag“ am Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe.

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Schilleraner Apfelbaum als Startpunkt für eine neue Tradition

Oftmals sind es kleine und spontane Ideen, die einfach mal ausgesprochen oder kurz notiert, im Nachhinein gespannte Reaktionen und umfangreiche Aktionen hervorrufen.

Auf die Fragestellung, wie das Gymnasium beziehungsweise die Schulgemeinschaft aktiv zum Umweltschutz beitragen könnte, trugen die Siebtklässler des Jahres 2019 so viele Ideen zusammen, dass schnell ein umfangreiches Konzept und letztlich der Titel des Energiesparmeisters von Sachsen-Anhalt des Jahres 2021 heraussprang. Ein Ansatzpunkt war, neben dem sparsameren Umgang mit den Ressourcen, das Pflanzen von Bäumen als Beitrag zum Umweltschutz. So beteiligten sich zwei Klassen mit jeweils hohen Geldspenden bei Baumpflanzaktionen im Harz, die Oberstufenschüler legten selbst Hand an und pflanzten unter Anleitung eines Försters eine Vielzahl von Bäumen.

Eine kurze Nachfrage der Schüler beim Förderverein des Calbenser Gymnasiums stieß beim Vorstand dann nicht nur auf eine allgemein positive Resonanz, sondern auch zur schnellen Bereitschaft, für den jeweils neuen Jahrgang an der Schule einen Baum zu pflanzen. In den folgenden acht Schuljahren bis zum Abitur übernehmen die Schilleraner die Pflege ihres Schützlings und können am Ende einen großgewachsenen Baum als Erinnerung an den eigenen Abschlussjahrgang an die Schülerschaft übergeben.

Der Start ist nun gemacht. Sichtlich glücklich strahlten die Gesichter der derzeitigen Fünftklässler um ihre beiden Klassenlehrerinnen Luisa Heuschkel und Janine Gasch, als Alexander Sieche, Vorsitzender des Fördervereins, in Sichtweite der Cafeteria an der im letzten Jahr neu angelegten Blumenwiese den Apfelbaum offiziell übergab.

Aus dieser anfänglich kleinen Idee entstanden also nicht nur viele Aktionen, sondern hoffentlich wird daraus eine lange Tradition.

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Spannende Wege zum Abitur – Vivienne, Silas und Moritz berichten von ihren Erfahrungen

Der höchste Schulabschluss Deutschlands, das Abitur, die allgemeine Hochschulreife, ist für die auf die Schule folgende Lebensphase der wohl erstrebenswerteste „Türöffner“ für den gewünschten Karriereschritt.

In der der vierten Klasse stehen Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Eltern vor der schweren Entscheidung, auf welcher weiterbildenden Schule der begonnene Weg fortgesetzt werden soll. Für den direkten Schritt zum Abitur wirbt natürlich auch das Calbenser Gymnasium. Denn hier, an der ländlichen Ganztagsschule mit dem Motto „sich wohlfühlen“, kann man von der Klasse 5 bis zur Klasse 12 schulische Erfolge erarbeiten.

Natürlich sind auch andere Wege durchaus denkbar. Die Durchlässigkeit der Schullandschaft erlaubt es, dass in den späteren Jahrgängen Schülerinnen und Schüler aus dem gymnasialen Zweig in die Realschule und in die umgekehrte Richtung wechseln. In den letzten Jahren gab es dabei vermehrt „Wechsler“, die mit ihrem erweiterten Realschulabschluss in der Tasche den nächsten Schritt an unser Gymnasium wagten.

Vivienne Richter, Silas März und Moritz Ende, die alle derzeit die zwölfte Klasse besuchen, stehen dabei exemplarisch für diesen erfolgreichen Weg am Schiller-Gymnasium. Bereits im Alter von 14 Jahren, nach der achten Klasse, wechselte Vivienne von der Calbenser Herder-Schule. Sie sagt: „ In der 4.Klasse hatte ich zwar die Noten für das Gymnasium, habe es mir aber damals noch nicht zugetraut. Somit bin ich erst einmal auf die Sekundarschule gegangen. Diese Entscheidung bereue ich nicht, da ich dort wichtige Erfahrungen für das Leben gesammelt habe und selbstbewusster geworden bin.“ Der nie abgerissene Kontakt zu ihren Mitschülern und die gymnasialen Inhalte hatten fasziniert und neugierig gemacht. „Zudem konnte ich mir nicht vorstellen schon nach der zehnten Klasse in die Berufswelt einzutauchen.“ Silas und Moritz wechselten nach der zehnten Klasse, im Alter von 16, aus der Christlichen Sekundarschule Barby in das Calbenser Gymnasium, wobei vor allem die Flexibilität mit dem höherwertigen Schulabschluss für sie maßgeblich war.

Unabhängig voneinander beschreiben alle drei die erste Zeit in der neuen Schule als „sehr aufregend“, wobei ihren neuen Mitschülern und Lehrern großer Dank für die freundliche Aufnahme, Unterstützung und Rücksichtnahme ausgesprochen wurde. „Ja, auf jeden Fall“ war die Antwort auf die Frage, ob sie Schülern am ähnlichen Entscheidungspunkt diesen eingeschlagenen Weg empfehlen würden. Die Vorzüge des Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe werden dabei als sehr vielfältig beschrieben. Neben verschiedensten Wettbewerben, den Sprachreisen und dem Skilager werden das Miteinander auch im Hinblick auf unterschiedliche Schulveranstaltungen mit Schülern und Lehrern genannt. Die angenehme Lernatmosphäre an einer kleineren Schule hilft natürlich ebenso. Kurz vor dem Abitur stehend blicken alle drei auf eine spannende Schulzeit zurück und haben bereits interessante Ziele. „Nach dem Abitur möchte ich dual studieren, beispielsweise bei der Polizei oder beim Finanzamt. Ich bereue den Schulwechsel auf keinen Fall, weil er mir gezeigt hat, dass ich alles schaffen kann und nur an mich glauben muss. Außerdem habe ich viele tolle Menschen kennengelernt.“, fasst Vivienne ihre Gedanken zusammen. Für Moritz mit dem Berufsziel Schauspieler wäre das Abitur „nicht zwingend erforderlich gewesen, aber es erlaubt mir auf jeden Fall später im Leben flexibler zu sein. Sonst hätte ich auch nicht so gute Freunde gefunden.“ Mit den Worten: „Vielleicht Lehrer oder sowas Ähnliches“, beschreibt Silas seine Idee von der Zukunft und sagt ergänzend rückblickend: „Es war eine sehr gute Entscheidung, den Schritt an das Friedrich-Schiller-Gymnasium zu gehen.“

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Bericht im MDR-Fernsehen: Projekttag Rollstuhlsport der 9. Klassen

Auf Rollen unterwegs

Anstatt wie an einem gewöhnlichen Donnerstag in den Unterricht zu starten, hatte sich die 9C am 31. März vor der Sporthalle versammelt und wartete auf besondere Gäste.

Nachdem diese eingetroffen waren, teilte sich die aufgeregte Klasse sogleich in zwei Gruppen auf und während eine Gruppe sich nach draußen begab, blieb die andere in der Sporthalle. Bei dem erwarteten Besuch handelte es sich um drei hoch engagierte Personen vom Projekt „Bewegung verbindet-Rollstuhlsport macht Schule“, die der Neunten etwas über das Leben eines Rollstuhlfahrers, aber auch das Rollstuhlfahren selbst, ob im sportlichen Sinne oder im Alltag, beibringen wollten.

Für die erste Gruppe ging es dann auch sofort mit der Action los. In der Sporthalle standen mehrere Sportrollstühle mit angewinkelten Rädern, in die sich die Schüler auch sofort reinsetzen konnten, um sie auszuprobieren. Schnell stellten sie beim Slalom fest, dass es gar nicht so einfach war wie gedacht, mit diesen Rollstühlen um die Kegel zu fahren, ohne sie umzustürzen, doch nach einigen Spielen und Übungen kamen die Schüler sogar damit klar, rückwärts zu fahren und konnte Bälle mit etwas Bemühung im Rollen aufheben und an andere abgeben.

,Zeit für Basketball! In einem hitzigen Wettkampf traten zwei Teams gegeneinander an, kämpften um den Ball, rasten über das Feld, wichen den Gegnern aus, zielten schließlich und warfen mit all ihrer Kraft. Einige Male hörte man triumphierenden Jubel, nachdem der Korb tatsächlich getroffen wurde, doch dann war es Zeit zu tauschen.

Die andere Gruppe hatte sich nicht in Sportrollstühle, sondern in ganz gewöhnliche Alltagsrollstühle setzen dürfen und erfuhr von den Schwierigkeiten mit dem ein Rollstuhlfahrer rechnen konnte. Zumal war das schon einfach nur der Preis. Rollstühle sind nämlich teurer als die Schüler gedacht hatten, mit 5.000 Euro konnte man durchaus rechnen, doch auch enge Gänge, Treppen, Bordsteine, Steigungen und ein ungünstiger Untergrund machten es Rollstuhlfahrern oft alles andere als leicht. Dies lernte die 9C dann auch am eigenen Leib, als sie draußen um den Kreisverkehr, die Straße herunter und dann wieder hochfuhren. Schwitzend und durchgerüttelt kamen die Schüler wieder an und merkten an ihren schmerzenden Armen, dass das Rollstuhlfahren im Alltag sehr viel schwerer ist als in der Sporthalle.

Am Ende des Tages hatte die Klasse nicht nur Spaß, sondern außerdem Vieles gelernt und ein besseres Verständnis für die Situation der Rollstuhlfahrer erlangt.

Projekttag: Bewegung verbindet - Rollstuhlsport macht Schule

Quelle: MDR um 11 Do 31.03.2022 11:00Uhr 02:39 min

Zum Projekttag "Bewegung verbindet - Rollstuhlsport macht Schule" konnten die Schüler des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Calbe/Saale ihre Schulumgebung mit Alltagsrollstühlen erkunden. Christoph Pischel war vor Ort.

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Solidarität als Zeichen der Hoffnung

Der Ukraine-Krieg ist seit dem Start der russischen Invasion Ende Februar in der breiten Öffentlichkeit das beherrschende Thema. Bestürzung, Mitgefühl, Angst, aber auch starke Solidarität mit den Menschen, die in den betroffenen Regionen um ihre Heimat und schlicht um ihr Leben fürchten, beschreiben sicherlich nur einige Gefühle, die die Menschen hierzulande gerade beschäftigt.

Natürlich spielt die sich jeden Tag verschärfende Lage im Osten Europas auch am Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe eine große Rolle. Neben Aushängen in den Schulfluren, die unter anderem Gesprächsangebote für verunsicherte Mitschüler machen, wird das Thema auch in den Klassen im Unterricht oftmals besprochen und diskutiert. Der Schülerrat der Schilleraner organisierte, angestoßen und unterstützt durch den Kunst- und Ethiklehrer Christopher Jöhring, ergänzend dazu eine Sammelaktion der gesamten Schulgemeinschaft. Flyer mit den benötigten Artikeln waren schnell gedruckt und überall verteilt, so startete das großartige Zeichen der Solidarität am Montagmorgen mit einer langen Schülerschlange, die Windeln, Kleidungsstücke, Konserven und viele weitere Produkten des täglichen Bedarfs im Raum 205 abgaben. Die eigens organisierten Umzugskartons, gut sortiert und schnell prall gefüllt, reichten nicht aus, sodass weitere gekauft werden mussten. Innerhalb von nur einer Woche, in der auch Personen außerhalb der Schulgemeinschaft, die zufällig von der tollen Aktion gehört hatten, Spenden abgaben, füllte sich der Raum mit knapp 50 Kartons. Mit Hilfe von zwei Anhängerladungen wurden die Spenden nach Aschersleben in eine Sammelstelle gebracht, um dann möglichst schnell den Weg zu den hilfsbedürftigen Menschen zu finden.

Die Erfahrung, wie nah und schnell Hilfe ankommen kann, machte Schulleiter Rolf-Uwe Friederichs. Sicherlich als eine der ersten Familien im Salzlandkreis nahm die Förderstädter Familie Lärz eine Frau samt zwei Monate altem Baby und drei junge Mädchen bei sich auf. Am Sonntag übergab der Schulleiter Marie Lärz, Siebtklässlerin des Calbenser Gymnasiums, zwei der gesammelten Kisten.

Da ergänzend auch finanzielle Unterstützungsleistungen aktuell notwendig sind, entschloss sich der Förderverein, anknüpfend an die bewegende solidarische Sammelaktion des Schülerrats, 500 Euro zu spenden und auch in der Lehrerschaft wurde Geld für diesen guten Zweck gesammelt.

Alle Beteiligten eint mit Sicherheit sowohl die Hoffnung, dass die Hilfen schnell bei den Betroffenen ankommen und das Leid zumindest etwas lindern können, vielmehr jedoch steht der Wunsch im Vordergrund, dass der Krieg sofort beendet wird.

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Geburtstagsüberraschung ganz im Zeichen des Fußballs

Runde Geburtstage sind im Leben immer etwas Besonderes und so werden traditionell am Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe nicht nur die Dienstberatungen, sondern auch spontane Überraschungsbürobesuche genutzt, um seitens der Schulgemeinschaft den Jubilaren eine Freude zu bereiten.

Kürzlich feierte der Deutsch- und Englischlehrer Ralf Bannier seinen 60. Geburtstag. Für den sportbegeisterten Randstaßfurter schrieben die Teammitglieder des aktuellen Drittliga-Tabellenführers 1. FC Magdeburg ihre Wünsche auf ein aktuelles Trikot und sorgten dabei bei ihm für glitzernde Augen. Außerdem bekam er ein passendes Schlafoutfit und limitierten Gin seines Lieblingsvereins FC Bayern München.

Der Oberstufenkoordinator des Calbenser Gymnasiums ist nämlich in der Schüler- und Lehrerschaft nicht nur für seinen Vorlieben rund um das runde Leder bekannt, sondern scheut auch keine Diskussionen, wenn es am Wochenende nicht mit den erhofften Siegen geklappt haben sollte.

Bei der Übergabe versicherte er in jedem Fall, dass das von den Spielern signierte Trikot einen für alle Schüler und Lehrer gut sichtbaren Platz in seinem Büro erhalten wird. Die Suche nach einem passenden Rahmen für das Trikot startete er in jedem Fall gleich im Anschluss. Die Überraschung scheint also gelungen zu sein.

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Sieger der Herzen – natürlich !!!

Der 9. März 2022, 8.30 Uhr, Sonne, blauer Himmel, bestes Wetter für lange Spaziergänge am Strand, ein großes Eis im Park oder für das Handball-Landesfinale der Jungen (WK III) in Magdeburg.

Nachdem sich unsere zehn Ballstars zunächst ausgiebig erwärmt hatten, ging es im Anschluss wider Erwarten nicht auf den Platz, sondern geradewegs zur gut gefüllten Brotbüchse (Der Dank gilt allen Eltern für die Verpflegung an diesem Tag). Nun aber!!! Optimal gestärkt ging es ins erste Spiel – gegen den vermeintlichen Endgegner, das Sportgymnasium Magdeburg. Die erste Halbzeit, welche laut Wettkampfleitung unter direkter Manndeckung gespielt werden musste, verlangte unseren Jungs so einiges ab, wobei vor allem die Chancenverwertung für ein 1:9 nach 10min Spielzeit verantwortlich war. Auch die zweite Halbzeit wollte nicht so recht klappen, sodass das Sportgymnasium den Sieg (3:22) nach Hause holte. Abhaken! Am Kampfgeist lag es nicht.

Im zweiten Spiel gegen die Gemeinschaftsschule Francke aus Magdeburg zeigten unsere Schilleraner nun ein komplett anderes Handballgesicht. Nun waren wir der Gegner, der die Elbestädter geradezu überrollte. Mit einem 22:4-Sieg und einer Kapuze voller Selbstvertrauen ging es schon eine halbe Stunde später in den dritten und letzten Kampf des Tages gegen die Gemeinschaftsschule Sülzetal, ebenfalls aus der Landeshauptstadt. Doch so einfach sollten es die Magdeburger es unseren Jungs nicht machen. Nach einem harten Spiel, in dem sich beide Lager wahrlich nichts schenkten, fuhren die Handballer aus Calbe mit einem 14:10 und einem insgesamt hervorragenden zweiten Platz nach Hause.

Ein besonderer Dank gilt wiederholt einer engagierten Marlen Hollemann, die unseren Jungs erneut souverän und mit Rat und Tat zur Seite stand. Und nun nochmal zum Mitschreiben:

Der GLÜCKWUNSCH zum VIZETITEL im HANDBALL-LANDESFINALE SACHSEN-ANHALT geht an: Luis Stoye, Jaimy Richter, Pepe Conrad, Simon Hollemann, Hannes Laube, Lennert Lenz, Max Uhlmann, Felix Dost, Gustav, Fischer, Jonas Stoll, Luis Heym.

Wir sind stolz auf euch Jungs!!!

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Positive Signale bei Schulentwicklung des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Calbe

Landrat Markus Bauer erklärt, Standort des Friedrich-Schiller-Gymnasium fester Bestandteil des Bildungsangebots im Salzlandkreis. Er sagt: „Entgegenkommen der Landesregierung bei Schulentwicklungsplanung auch Signal an ländlichen Raum.“

Die Zukunft des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Calbe steht aus Sicht des Salzlandkreises aktuell nicht zur Debatte. Landrat Markus Bauer ist es gemeinsam mit dem Kreistagsmitglied Dr. Gunnar Schellenberger gelungen, die Landesregierung davon zu überzeugen, dass das Gymnasium in Calbe fester Bestandteil für den Salzlandkreis als attraktiver Wohn-, Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort ist. Markus Bauer betont, die Kreisverwaltung habe nicht erklärt, das Gymnasium schließen zu wollen. Im Gegenteil.

Der Landrat sagt: „Wir stehen zu unserem Gymnasium und haben das mit unserer vom Kreistag bestätigten Schulentwicklungsplanung auch dokumentiert. Wir haben deshalb nach dem Bescheid des Landesschulamts unsere Argumentente noch einmal sachlich vorgetragen. Die Landesregierung hat uns zugesagt, den Antrag auf Ausnahmegenehmigung noch einmal neu bewerten zu wollen.“ Die Kreisverwaltung wird dafür bei Bedarf weitere Informationen umgehend zur Verfügung stellen.

Markus Bauer dankt der Landesregierung ausdrücklich für die Gesprächsbereitschaft und das Miteinander in den vergangenen Wochen. Er sagt: „Ich verstehe das Entgegenkommen auch als Signal für unseren ländlichen Raum.“

Nach Überzeugung von Markus Bauer sind Schulen enorm wichtige Haltefaktoren für Familien, die auch abseits von Metropolen ihr Lebensglück suchen. Von attraktiven Bildungsangeboten unabhängig ihrer Größe profitiere die hiesige Wirtschaft, die auf neue Fachkräfte angewiesen sei. Gut bezahlte Arbeitsplätze wiederum seien Voraussetzung für attraktives Wohnen und eine funktionierende Gesellschaft auf dem Land.

„Wenn dieser Kreislauf unterbrochen wird, schwächen wir damit uns und unsere Entwicklung nur selbst.“ Dabei habe man mit der „Zukunftsstrategie Salzlandkreises 2030“ ambitionierte Ziele im Sinne der Region. Der Landrat warnt zugleich davor, Entscheidungen von Prognosen abhängig zu machen. Er erinnert daran, dass in der Vergangenheit Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung eben nicht zutrafen und Grundschulen und Sekundarschulen geschlossen worden sind. „Diese Fehler dürfen sich nicht wiederholen.“

Das Friedrich-Schiller-Gymnasium unterrichtet derzeit rund 500 Schülerinnen und Schüler. Es erfüllt im kommenden Schuljahr jedoch nicht die vom Land vorgegebenen Mindestschülerzahlen. Die vom Salzlandkreis im Rahmen der Schulentwicklungsplanung beantragte Ausnahmegenehmigung hatte das Landeschulamt abgelehnt. Der Landrat sagt, das Friedrich-Schiller-Gymnasium leiste seit jeher hervorragende Arbeit.

Quelle: Pressemitteilung des Salzlandkreises vom 10. März 2022