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Staatssekretärin Feußner und Landesenergieagentur gratulieren Sachsen-Anhalts Energiesparmeister 2021

Als Anerkennung für den Landessieg des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Calbe (Saale) im diesjährigen Energiesparmeister-Wettbewerb haben die Staatssekretärin im Ministerium für Bildung, Eva Feußner, und der Prokurist der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA), Dirk Trappe, den Schülerinnen und Schülern am Freitag, dem 18. Juni 2021, persönlich zum Sieg gratuliert und ihnen das Siegerschild „Energiesparmeister 2021“ sowie verschiedene nützliche Messgeräte überreicht, um sie bei ihrer Tätigkeit zu unterstützen.

„Es ist beeindruckend, dass das Friedrich-Schiller-Gymnasium in Calbe in so kurzer Zeit in vorbildlicher Weise praktische und nachhaltige Maßnahmen umsetzen konnte, um sich zu einer Energiesparschule zu entwickeln – und das trotz Pandemie! Wenn Kinder bereits frühzeitig an Themen des Klimaschutzes herangeführt werden, gehen sie als Erwachsene verantwortungsvoller mit unserer Erde um. Umso mehr freue ich mich, dass wir mit der Siegerprämie nun dazu beitragen können, die weiteren geplanten Aktionen anzugehen“, sagte Bildungsstaatssekretärin Eva Feußner.

„Das Friedrich-Schiller-Gymnasium in Calbe hat im Rahmen des Konzeptes ‚Energiesparschule‘ viele einzelne, sinnvolle Maßnahmen gesammelt, die in der Gesamtheit jede Menge bewirken können. Und wir als Landesenergieagentur werden das natürlich in Zukunft mit unserem Know-how unterstützen“, betont LENA-Prokurist Dirk Trappe.

Gemeinsames Erinnerungsfoto auf dem Schulhof unseres Gymnasiums. | Foto: Manuel Pape
Übergabe des Titels: Frau Feußner, Ferdinand Pierau und Herr Trappe. | Foto: Manuel Pape
Gemeinsame VEranstaltung zur Preisübergabe zum Energiesparmeister 2021. | Foto: Manuel Pape

Hintergrund zum Energiesparmeister-Projekt des Friedrich-Schiller-Gymnasiums

Das Friedrich-Schiller-Gymnasium in Calbe (Saale) hat im vergangenen Jahr – initiiert durch den Physikunterricht der 7. Klasse – ein umfangreiches Konzept erstellt, um „Energiesparschule“ zu werden. Darin werden zahlreiche Aspekte des Schulalltags wie Müllvermeidung, Nachhaltigkeit, Regionalität, aber auch richtiges Heizen und Lüften aufgeführt und mit konkreten Maßnahmen und Plänen untermauert. Mittlerweile können die Schülerinnen und Schüler auf eine Vielzahl bereits umgesetzter Umwelt- und Energiesparmaßnahmen zurückblicken. Dazu gehören u.a. diverse Baumpflanzaktionen, die intensive Zusammenarbeit mit regionalen Partnern, die Einführung von Mehrwegbechern bei Schulveranstaltungen und ein „Veggie-Day“. Im nächsten Schritt sollen Daten zum Wärme- und Stromverbrauch gesammelt, ausgewertet und entsprechende Lösungsansätze durch Nutzerverhaltensänderungen erarbeitet werden.

Landesenergieagentur unterstützt Schulen mit umfangreichen Bildungsangeboten

Die Landesenergieagentur unterstützt nicht nur den Energiesparmeister-Wettbewerb mit einer Patenschaft für Sachsen-Anhalt, sondern setzt darüber hinaus verschiedene Aktivitäten, Kampagnen und Projekte im Bildungsbereich um. So wird im Rahmen der lehrplangerechten Schulkampagne „Energie.Kennen.Lernen.“ Wissen mit konkretem Bezug auf den Schulalltag vermittelt und bei Rundgängen durch die Schulgebäude veranschaulicht. Seit 2014 konnten insgesamt 56 konkrete Projekte an 21 Schulen durchgeführt werden. Im vergangenen Jahr waren Schulprojekte corona-bedingt nur eingeschränkt möglich. Daraufhin ließ die LENA ausgewählte Inhalte als digitale Lernangebote zu den Themen Klimawandel, Erneuerbare Energie sowie Strom und Wärme entwickeln. Drei Unterrichtsmodule und umfangreiche Lehrmaterialien stehen den Lehrkräften in Kürze auf der Plattform Moodle zur Verfügung.

Mit dem von der LENA entwickelten Handbuch „Energiesparprojekte an Schulen in Sachsen-Anhalt“, das rund 900-mal im Land an allen Schulen verteilt wurde, können sich Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt nicht nur in Eigenregie zu wichtigen Themen der Energiewende und des Klimawandels kundig machen, sondern auch eigene Energieprojekte in ihren Klassen starten.

Quelle: Pressemitteilung der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt vom 21. Juni 2021

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Zum Energiesparen gibt es viele Ideen

Das Schillergymnasium in Calbe ist Energiesparmeister unter den Schulen im Land. Am Freitag gab es die offizielle Plakette und eine Stunde, in der die Schüler erzählten, was sie beim Thema Energiesparen
in der Schule bewegt.

Der Physikunterricht in Klasse 7 beschäftigt sich mit Energie. Dabei lernen die Schüler, dass die Energie nicht neu entsteht, sondern immer neue Formen annimmt. Als Physiklehrer Stefan Lenhart im vergangenen Jahr sich durch die verschiedenen Formen der Energie im Unterricht abarbeitete, habe er die Aufforderung im Fach gehabt, sich bei dem Bundeswettbewerb der Energiesparmeister zu bewerben, schildert er am Freitag.

Eva Feußner (CDU), Staatssekretärin im Bildungsministerium sitzt im großen Musikraum vor den Schülern in der ersten Reihe und hört gespannt zu. Sie ist gekommen, weil das Schillergymnasium den Landestitel in dem Wettbewerb und 2500 Euro Preisgeld von der Landesenergieagentur gewonnen hat. Dirk Trappe vertritt das Landesunternehmen. Es setzt sich dafür ein, mit der Energie sorgsamer
in Zukunft umzugehen.

Das war auch das Thema der Schüler, die inzwischen kurz vor dem Abschluss der achten Das Schillergymnasium in Calbe ist Energiesparmeister unter den Schulen im Land. Am Freitag gab es die offizielle Plakette und eine Stunde, in der die Schüler erzählten, was sie beim Thema Energiesparen in der Schule bewegt. Klasse stehen. Stefan Lenhart forderte die Schüler auf, sich Gedanken zu machen, wie die Schule mehr Energie und damit Ressourcen einsparen kann. Herausgekommen seien sehr viele einfache und leicht umsetzbare und auch anspruchsvollere Ideen. Die Schüler stellen anschließend ihre Ideen vor. Sie reichen vom aufmerksamen Umgang mit der Wärme der Heizkörper im Winter bis hin zum achtsamen Umgang mit der künstlichen Beleuchtung in den Räumen.

Dabei zeigen sich wie in anderen Schulen wohl auch, dass es immer die gleichen Problem gibt. In den Toiletten brennt das Licht stundenlang, obwohl gar keiner die Sanitäranlagen benutzt. Mitunter läuft das Wasser auch längere Zeit aus einem oder mehreren Wasserhähnen, bis es bemerkt wird. Mit moderner und intelligenter Steuerung ließe sich dies vermeiden, meinen die Schüler. Bewegungsmelder könnten das Licht ebenso steuern wie den Fluss des Wassers aus den Wasserhähnen. Regional und nachhaltig wollen die Schüler auch in den Pausen versorgt sein. Sie wünschen sich Teller aus Porzellan und kurze Lieferketten, was Energie spart.

Die Ideen seien ein gutes Zeichen, dass sich die junge Generation mit dem Energiesparen intensiv auseinandersetze, meinte Eva Feußner (CDU). Die Staatssekretärin aus dem Bildungsministerium, die selbst Mathelehrerin ist, freute sich über die zahlreichen Vorschläge. Zwar habe Sachsen-Anhalt die Klimapläne der Bundesregierung bereits erreicht, sagte zuvor Dirk Trappe von der Landesenergieagentur. Dennoch sei das Land beim Thema Energiesparen noch lange nicht am Ende. Früher habe es die Auffassung gegeben, dass Wirtschaftswachstum nur in Verbindung mit einem Wachstum der verbrauchten Energie möglich sei. Die vergangenen Jahre hätten aber gezeigt, dass Wirtschaftswachstum auch möglich sei, wenn die verbrauchte Energiemenge sinke. Das sei ein gutes und richtiges Zeichen. In Zukunft müssten auch die folgenden Generationen alle Hebel in Bewegung setzen, um den Klimawandel zu stoppen, sagte er. Schließlich gehe es um nicht weniger, als die Erde für die nachfolgenden Generationen bewohnbar zu halten, machte er deutlich.

Ferdinand und Lucie nehmen das Schild für den Energiesparmeister im Land von Eva Feußner (CDU), Staatssekretärin im Bildungsministerium des Landes entgegen. | Foto: Thomas Höfs

2500 Euro erhält die Schule von der Landesenergieagentur als Preisgeld. Die Schüler entscheiden selbst mit, was mit
dem Gewinn geschieht, wofür er eingesetzt werden soll. In Zukunft, kündigte Stefan Lenhart an, wolle er eine Ganztags AG gründen. Viele kleine Dinge wolle er mit der Arbeitsgemeinschaft dann umsetzen. Viele der Ideen könnte die Kreisverwaltung als Schulträger mitnehmen und umsetzen. So ist es der Kreisverwaltung in der Vergangenheit nicht gelungen, dass Haupthaus auf einen modernen Standard zu bringen. Eine energetische Sanierung ließ sich bislang nicht umsetzen, weil das Land die dafür benötigten Fördermittel nicht zu Verfügung stellte. Nun sucht der Kreis einen anderen Weg über die Städtebauförderung (Volksstimme berichtete). Die Ideen der Schüler könnten möglicherweise mit einfließen, sagte Anke Meyer auf Nachfrage. Die für die Schulen zuständige Fachbereichsleiterin in der Kreisverwaltung hatte einige kleine Geschenke für die Schüler dabei und freute sich mit ihnen über den Gewinn.

Quelle: Volksstimme Schönebeck vom 21. Juni 2021

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GEWONNEN !!! WIR sind ENERGIESPARSCHULE 2021 !!!

Wie die Idee entstand …

Die Idee der „Energiesparschule“ bietet die Chance den Schulalltag zukunftsfähig zu gestalten und aktuelle Umweltfragen aktiv anzugehen.

Entstanden sind die Konzeptinhalte im Rahmen des Physikunterrichts der Klasse 7c im Themengebiet „Energieerhaltungssatz und Energiebewusstsein“ bereits im Jahr 2020. In Kleingruppen haben die Schüler insgesamt einen Monat lang die im Nachgang dargestellten und in verschiedene Kategorien gesammelten Ideen erarbeitet. Aufgefallen ist dabei auch, dass bereits verschiedene Aspekte im Schulalltag scheinbar bisher unbewusst ungesetzt werden.

Die Schilleraner haben dabei eine Vielzahl unterschiedlichster Handlungsansätze, ob realistisch oder phantasievoll, einfach oder schwierig umsetzbar, sehr billig oder finanziell unerschwinglich, bereits bestehend oder erst einmal nur angedacht, kurz- oder langfristig und auf unsere Schule begrenzt oder überregional anwendbar.

In dem abschließend erarbeiteten Gesatzkonzept für die Bewerbung zur „Energiespardschule“ finden sich unter den verwendeten Kategorien „Mobilität“, „Stromsparen“, „Heizen“, „Wassersparen“, „Ernährung“, „Müllvermeidung und –nutzung“, „Energie- und Umweltmaßnahmen“ und  „Öffentlichkeitsarbeit“ mehrere anvisierte oder bestehende Aktionen, Kooperationen und mögliche Ergänzungen für den Schulalltag, um den Inhalt hinter dem Titel „Energiesparschule“ auch energisch anzugehen und fortzuführen.

Beispiele der vielen Schülerideen sind der F-RAD-Tag, bei dem alle Schilleraner mit dem Rad, zu Fuß oder mit dem Bus zur Schule kommen und alle anderen einen kleinen finanziellen Beitrag in die „Baumkasse“ zahlen, Hinweisschilder im Schulgebäude, wie zum Beispiel „der Letzte macht das Licht aus“, die Installation digitaler Heizungsthermostate zur genauen Steuerung der Raumtemperatur, der Einsatz von Bewegungsmelder für das Flurlicht, das Wassersparen durch Wasserhähne mit Sensoren, ein Veggie-Day und die Nutzung von Mehrweg-To-Go-Bechern in Zusammenarbeit mit der Cafeteria, ein Projekttag kombiniert mit einer Müllsammelaktion in der Grünen Lunge in Calbe, ein Baum als Willkommensgeschenk für die neuen fünften Klassen und vieles vieles mehr.

Pressemitteilung von co2online.de (Berlin, 26. Mai 2021):

Gymnasium aus Calbe ist Energiesparmeister in Sachsen-Anhalt – und kämpft jetzt um Bundessieg

Der Titel „Energiesparmeister 2021“ für das beste Klimaschutzprojekt des Bundeslandes Sachsen-Anhalt geht an das Friedrich-Schiller-Gymnasium in Calbe. Die Energiesparschule hat die Jury mit ihrer Vielzahl von Umwelt- und Energiesparmaßnahmen wie einem Veggie-Day, Einführung von Mehrwegbechern und Baumpflanzaktionen überzeugt. Außerdem organisieren sich die Schülerinnen und Schüler selbstständig in Energiespar- und Upcycling-AGs.

Insgesamt haben sich 335 Schulen bei dem vom Bundesumweltministerium geförderten Wettbewerb beworben. Das Gymnasium in Calbe erhält neben dem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro für den Landestitel auch eine Projektpatenschaft mit der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA) und die Chance auf den mit weiteren 2.500 Euro dotierten Bundessieg.

Wer wird Bundessieger? Online-Abstimmung bis 8. Juni

Im Wettbewerb um den Bundessieg tritt das Friedrich-Schiller-Gymnasium gegen die fünfzehn anderen Landessieger an. Bis zum 8. Juni kann jeder auf www.energiesparmeister.de/voting für seinen Favoriten stimmen. Der Landessieger mit den meisten Stimmen wird Bundessieger.

Paten helfen Landessiegern beim Kampf um den Bundessieg

Die Paten unterstützen ihre Energiesparmeister bei der Öffentlichkeitsarbeit und stehen ihnen bei der Online-Abstimmung über den Bundessieg zur Seite. Für das Gymnasium in Calbe übernimmt die LENA die Patenschaft: „Die Schülerinnen und Schüler vom Friedrich-Schiller-Gymnasium haben eine Sache klar erkannt: Der Energieverbrauch von Schulen ist häufig höher, als er sein müsste. Mit den Energiesparmaßnahmen verbessern die jungen Energiesparmeister die Klimabilanz ihrer Schule und sind anderen jungen Menschen ein gutes Vorbild“, sagt Marko Mühlstein, Geschäftsführer der LENA.

Online-Preisverleihung live aus dem Bundesumweltministerium

Welche Schule siegt und den Titel „Energiesparmeister Gold“ für ihr Bundesland holt, erfahren die Teilnehmer des Schulwettbewerbs bei der Online-Preisverleihung im Bundesumweltministerium am 11. Juni 2021. Die feierliche Veranstaltung wird live auf www.energiesparmeister.de übertragen. Schirmherrin des Energiesparmeister-Wettbewerbs ist Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

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Tolles Erlebnis für den Physiklehrer im Windkanal

Es ist eine langjährige und sehr beliebte Tradition am Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe, dass zum letzten Schultag der jeweiligen Abschlussklassen neben einem detailliert ausgearbeiteten, überraschenden und spannenden Programm auch die Tutoren mit Geschenken bedacht werden. Auch hierfür investieren die Schüler viel Zeit und versuchen immer wieder etwas Tolles und Passendes auszuwählen.

Der Schilleraner Abschlussjahrgang 2019 verabschiedete sich unter dem Motto „ABItendo – Level 12 completed“ und schenkte unter anderem ihrem Tutor, Klaus Pfesdorf, einen Erlebnisgutschein, den er kürzlich einlösen konnte.

Es ging nach Berlin, in die Hurricane Factory, mit Deutschlands größtem Windkanal. Was könnte es für den sein Fach liebenden Physiklehrer Besseres geben, als in einer Röhre mit einem Durchmesser von 5,20 m und einer Höhe von 15 m einfach nur zu fliegen und dabei die Windgeschwindigkeit von etwa 220 km/h am eigenen Körper zu erfahren!? Herr Pfesdorf selbst sprach nach den beiden Flügen zu jeweils zwei Minuten mit glänzenden Augen von einem „tollen Erlebnis“ und „herzlichem Dank an meine ehemaligen Schüler“.

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„Aushängeschild“ Eberhard Blätke geht in den Ruhestand

Bei der Frage, was eigentlich den perfekten Lehrer ausmacht, gibt es letztlich viele verschiedene Antworten, die natürlich immer auch subjektive Schülersichten beinhalten. Trotzdem finden sich verschiedene Attribute deutlich gehäuft: er sollte immer freundlich, aber zugleich auch konsequent sein, auf jeden Fall auch mal einen Spaß mitmachen, als absoluter Experte in den Unterrichtsfächern gelten und dabei super erklären und Schüleransichten einbeziehen können. Zweifelsfrei dürfen die Vorbildfunktion, Verständnis für die Probleme der Schüler und auch reichlich Engagement im Schulalltag nicht fehlen.

Nach knapp 40 Jahren im Lehrberuf sind sich nahezu alle ehemaligen Schützlinge einig, dass Eberhard Blätke vom Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe dem Prädikat „perfekter Lehrer“ verdammt nah gekommen ist. Nun allerdings ist leider Schluss, und so blicken die aktuellen und ehemaligen Schilleraner voller Wehmut, aber auch Freude über gemeinsam Erlebtes auf den überaus verdienten Ruhestand des Mathematik- und Physiklehrers.

So bleiben die vielen Geschichten und Anekdoten, die sich über die vielen Jahre zahlreich angesammelt haben. Immer mit einem Augenzwinkern versehen, verpackte Herr Blätke die Unterrichtsinhalte oft in humoristische Anekdoten, beispielsweise um einen weit entfernten Planeten oder um einen Billardprofi-Freund. Immer im Sinne der Schüler, auch außerhalb der eigentlichen Unterrichtsarbeit, sei es als jahrelanger Mathematik-Fachschaftsleiter, als Leiter der Technik-Arbeitsgemeinschaft für die vielen kleinen Reparaturen im Schulalltag oder eben einfach als „Aushängeschild“ des Calbenser Gymnasiums beim Tag der offenen Tür war auf ihn stets Verlass.

In der täglichen Arbeit schaffte es Herr Blätke im Übrigen durch seine Unterrichtsgestaltung den Mathematik- und Physikunterricht so interessant zu gestalten, dass sich die Klassen sogar auf die Stunden mit ihm freuten, und das ist sicherlich keinesfalls selbstverständlich. Eben der perfekte Lehrer.

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Im digitalen Klassenzimmer auf dem Weg zum Mond

Im Unterrichtsfach Astronomie der Klassenstufe neun geht es ein ganzes Schuljahr rund um den Sternenhimmel, die Sonne, die Planeten unseres Sonnensystems und weitere noch längst nicht komplett erforschte Bereiche des Weltalls. Fernab der traditionellen Exkursion in das Wolfsburger Planetarium zum Ende des Schuljahres allerdings besteht für Astronomielehrer Herrn Pfesdorf fortwährend die Schwierigkeit,die unerreichbar weit entfernten Phänomene in den Klassenraum zu transportieren.

Eine weitere und durchaus moderne Möglichkeit mit den Schülern beispielsweise einen Abstecher auf den Mond zu unternehmen, im „fliegenden Klassenzimmer“ die Fußabdrücke der Astronauten zu bestaunen oder auch den Blick auf die Erde zu wagen, bietet „Google Expeditions“. Mit Hilfe der App auf dem Handy und einer einfachen VirtualReality-Brille erkundeten die Schilleraner begeistert die Mondlandefähre oder auch die einzelnen Bereiche der Internationalen Raumstation. Ergänzt wurden die tollen 360-Grad-Panoramen durch Hinweise und beantwortete Fragen des Google-Guides und des Lehrers.

So zeigte sich Herr Pfesdorf im Nachgang auch hochzufrieden mit den virtuell veranschaulichten Unterrichtsinhalten. Da auch die Schüler der neunten und der elften Klasse sehr begeistert auf die neuen Impulse reagierten, wird es in naher Zukunft mit Sicherheit eine Fortsetzung geben.

Denn die Reiseziele für die „virtuellen Klassenfahrten“ sind sehr vielfältig und bieten auch in anderen Unterrichtsfächern viele Anknüpfungspunkte. Expeditionen zum Mount Everest, durch das menschliche Nervensystem, in einen Nuklearreaktor oder zu den Polarlichtern beschreiben nur eine kleine Auswahl.

Eines ist in jedem Fall sicher, auf dem Weg zu einer moderneren Schule ist das Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe einen weiteren Schritt gegangen.

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Eine Reise in die Welt der Physik

Der 16. März 2017 bereitete den 6. Klassen des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe sehr viel Freude, denn sie fuhren nach Wolfsburg ins Phaeno, wo sie viel Spaß am Experimentieren hatten.

Dort angekommen, zeigte die Leiterin den Schilleranern ein Experiment, woran die jeweiligen Klassen teilnehmen durften. In einem der Beispiele wurde ihnen vorgeführt, wie ein Stromschlag erzeugt wird. Alle nahmen sich an die Hand und stellten sich in einen Kreis. Die beiden Vorderen im Kreis legten ihre Hand auf eine große Fläche. Die Leiterin schaltete das Gerät ein und alle zusammen bekamen einen schwachen Stromschlag. Es gab drei Stufen an Stromschlägen. Den ersten haben, wie umschrieben, alle mitgemacht. Nur Wenige trauten sich die anderen, stärkeren Stromschlägen zu. In einem weiteren Experiment lernten einige Schüler, wie man das Gehirn austricksen kann, indem sie sich in ein Haus, das sich um sich selbst drehte, setzten. Dann gab es zum Beispiel noch eine Art Kasten, in den man hinein schreien konnte, um herauszufinden, wie laut man schreien kann. Danach teilten sich die Schüler in vorbereitete Gruppen auf und schauten sich die restlichen tollen Experimente an. Später gingen manche in die Cafeteria und stärkten sich.

Dann trafen sich die Klassen draußen vor dem Phaeno mit ihren Klassenlehrern, schossen ein gemeinsames Erinnerungsfoto und fuhren wieder zurück zur Schule. Bei einem so schönen Erlebnis hatte sich die Vorfreude bei allen gelohnt.

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Ein kompletter Tag im Zeichen der Physik

Es war sicherlich die größte Genugtuung für die Mitglieder der Fachschaft Physik des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe, dass die Schüler im Nachgang des Naturwissenschaftstages zuvorderst beklagten, dass sie noch deutlich mehr Zeit hätten dort verbringen wollen. Die Organisatoren hatten nahezu das gesamte Schuljahr nach interessanten Ausflugzielen im Zeichen der Physik gesucht und diese letztlich auch finden können.

Der Calbenser Wartenberg als Naherholungsgebiet und zugleich gute Möglichkeit die Umwelt und Natur besser kennenlernen zu können, bildete den Anlaufpunkt der fünften Klassen. Dank der tollen Unterstützung der Eltern, dem super Wetter und den gut vorbereiteten elf Stationen rund um das Thema hatten die Jüngsten des Gymnasiums viel Spaß.

Mit dem Zug ging es für die Sechstklässler ins Phaeno nach Wolfsburg. In der selbsternannten „Welt der Phänomene“ flitzten die Schilleraner regelrecht von Attraktion zu Attraktion, probierten aus, experimentierten und wurden vielfach überrascht, dass sie vieles bereits mit ihrem erlernten Physikwissen erklären konnten. Neben der beeindruckenden Lasershow, dem rotierenden Haus, dem Feuertornado war es vor allem die Vielzahl der Exponate in der toll gestalteten außerschulischen Lernumgebung, die die Schüler begeisterten.

Überraschungen und Erklärungen zur Physik.

Auch im Jahrtausendturm im Elbauenpark in Magdeburg gab es viel zu sehen. Die Schüler der Klassenstufe sieben des Calbenser Gymnasiums konnten dabei nicht nur während der lehrreichen, interessanten und detailierten Führung vieles selbst erproben, sondern im Anschluss in der blumenreichen Atmosphäre das schöne Wetter genießen.

Bis nach Berlin führte die Reise der achten Klassen. Angekommen im riesigen Deutschen Technikmuseum versinnbildlichte bereits die Propellermaschine auf dem Dach die Hauptabsicht der Ausstellung. Neben den historischen Entwicklungen des Luft-, Schienen-, Schiffs- und Straßenverkehrs wurden jedoch viele Einblicke in weitere physikalische Themenbereiche der Lebenswelt gewährt. Insbesondere die Foto- und Nachrichtentechnik bildeten dabei die Anziehungspunkte für die Schüler.

Die Physik des Weltraums erlebten die Neuntklässler im modernen Planetarium Wolfsburg. „Coole Animationen des Weltalls“, „tolle und sehr bequeme Sitze“, „imposante dreidimensionale Darstellung der Kernfusion“ und „beeindruckende Technik“ waren nur einige Punkte, die die Teilnehmer im Nachgang beschrieben.

Eine mögliche Endlagerstätte für schwach- und mittelradioaktive Abfälle besichtigten zwei zehnte Klassen in Morsleben. Speziell die Abfahrt in einen Schacht des Salzstocks bestückt mit Helmen, Schutzanzügen und Grubenlampen stellte für die Schilleraner das Highlight dar. Die weiterführenden Informationen rund um die Atomphysik fügten sich dabei bestens in die unterrichtlichen Inhalte ein.

Gruppenfoto im möglichen Endlager.

Unterstützt durch eine zehnte Klasse reisten die elften Klassen in die Autostadt nach Wolfsburg. Überwältigt von der beeindruckenden Technik und den vielen zukunftsweisenden Technologien und umweltfreundlichen Neuerungen blieben vor allem die Ausstellungsstücke rund um den Aufbau des Autos in Erinnerung. Besonderer Zuschauermagnet bildete der über 400PS leistungsstarke Bugatti mit insgesamt 16 Zylindern. „Alles bestens!“ war das kurze aber prägnante Abschlussfazit vom Physiklehrer Eberhard Blätke.

„Alles bestens!“, so könnte auch die allgemeine Zusammenfassung des kompletten Tages im Zeichen der Physik lauten. Die vielen verschiedenen Aspekte der Naturwissenschaft, dargestellt in vielfältiger Weise und in unterschiedlichen Orten war rückblickend ein voller Erfolg, ja wenn da nicht die beschränkte Zeit gewesen wäre.