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Engagement für Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe lohnt sich

Bewusste Entscheidung

Mit 81 Neuanmeldungen für die fünfte Klasse ist das Friedrich-Schiller-Gymnasium in Calbe so attraktiv wie nie für künftige Gymnasiasten. Trend zeigt: Engagement der Schule und Einsatz des Salzlandkreises für Standort lohnt sich.


Calbe. Die positive Nachricht überbrachte Landrat Markus Bauer der Öffentlichkeit im Rahmen der feierlichen Zeugnisübergabe an die Abiturienten des Calbenser Friedrich-Schiller-Gymnasiums am Dienstagabend. Das pädagogische Konzept, das tägliche Engagement des gesamten Gymnasiums für die Schülerinnen und Schüler sowie der Einsatz des Salzlandkreises als Schulträger zeigen Wirkung: im kommenden Schuljahr werden voraussichtlich 81 Schülerinnen und Schüler eine der neuen fünften Klassen besuchen – so viele wie in den vergangenen Jahren nicht.

Der Landrat sagt: „Wir liegen damit über den prognostizierten Schülerzahlen. Das ist wichtig, denn der Trend zeigt: Eine ganze Region bekennt sich zu diesem Gymnasium. Diese Schule hat entgegen allen Schlechtredens eine Zukunft.“ Markus Bauer betont, es seien in der Vergangenheit schon zu viele Schulen aufgrund der Vorgaben geschlossen worden. „Wir sehen, es lohnt sich, zu kämpfen.“

Hintergrund: Vor einem Jahr stand die Eigenständigkeit des Gymnasiums zur Debatte, weil die Schülerzahlen in der Sekundarstufe II knapp unter den vom Bildungsministerium vorgegebenen Mindestschülerzahlen lagen. Eine vom Salzlandkreis auf Grundlage überzeugender Argumente beantragte Ausnahmegenehmigung wurde erst nach Intervention von Landrat Markus Bauer beim Bildungsministerium und weiteren intensiven Gesprächen der für Bildung zuständigen Fachbereichsleiterin Anke Meyer mit dem Landesschulamt erteilt. Rückblickend sagt der Landrat: „Wir haben uns stets zum Gymnasium bekannt. Dennoch hat die Debatte damals leider für viel Verunsicherung gesorgt. Umso zufriedener bin ich, dass sich so viele Eltern ganz bewusst für den Standort entscheiden.“

Schulleiter Rolf-Uwe Friederichs kann das nur bestätigen. „Ich höre immer wieder, wie wichtig den Eltern ein Gymnasium in ihrer Nähe ist.“ Der Standort sei neben dem pädagogischen Konzept und einem ausgesprochen engagierten Kollegium ausschlaggebend für die gemeinsame Wahl. Landrat Markus Bauer sagt, es sei niemanden geholfen, wenn Schülerinnen und Schüler weite Strecken zum nächsten Gymnasium zurücklegen müssen. „Vielmehr bleibt der ländliche Raum mit einem breiten Bildungsangebot für Familien attraktiv.“

Überhaupt ist die Entwicklung der Schülerzahlen des Friedrich-Schiller-Gymnasiums besser als prognostiziert. Im kommenden Schuljahr werden mindestens 510 Schülerinnen und Schüler die Schule besuchen, die nicht nur ein überzeugendes Ganztagsangebot dank verschiedener Kooperationen aufgebaut hat, sondern mit Hilfe eines Förderkonzepts auch dafür sorgt, dass der Übergang von Grundschule zum Gymnasium gelingt. Das wird nach Aussage von Schulleiter Rolf-Uwe Friederichs sowohl von vielen jungen Lehrerinnen und Lehrern mit frischen Ideen sowie von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen umgesetzt. Die Schülerinnen und Schüler kommen dabei längst nicht nur aus Calbe, sondern auch umliegenden Städten und Gemeinden.

Der Landrat sagt, der Salzlandkreis werde in den nächsten Jahren wirtschaftlich aufgrund von vielen Neuansiedlungen weiter wachsen. Die Entwicklung hin zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort sei jedoch nur möglich, wenn die Region auch als attraktiver Wohn- und Wissenschaftsstandort wahrgenommen werde. „Wir in der kommunalen Familie kämpfen seit Jahren für eine positive Entwicklung. Ein modernes, zukunftsfähiges Gymnasium in Calbe ist dafür ein wichtiges Puzzleteil.“ Er betont: Der Salzlandkreis werde auch weiterhin nach den zur Verfügung stehenden Ressourcen in den Standort investieren. Dazu gehört eine moderne IT-Ausstattung. Geplant ist weiterhin die Sanierung der Schule über Fördermittel.

Quelle: Pressemitteilung des Salzlandkreises vom 28. Juni 2023

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Der Hausmeister wird feierlich in den Ruhestand verabschiedet

Zweifelsfrei mit einem weinenden, aber natürlich auch mit einem lachenden Auge ging vor kurzem der letzte Arbeitstag von Martin Grosser, Hausmeister des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe, zu Ende.
Bereits zum Vormittag hatte sich reichlich Besuch eingefunden, um dem „Mädchen für alles“ viele Grüße zum wohlverdienten Renteneintritt persönlich zu übermitteln. Gunhild Watermann, Fachdienstleiterin des Salzlandkreises, Constanze Lange, Sachbearbeiterin des Salzlandkreises, und natürlich auch alle Mitglieder der Schulleitung und der Schulverwaltung des Calbenser Gymnasiums nutzten die Chance, um dem seit 2017 engagierten Hausmeister zu danken. Zwischenzeitlich schaute auch Norbert Volkland, Schulleiter der Herderschule Calbe, extra vorbei.
Im Programm des Frühlingsfestes am Nachmittag boten die Schüler und Lehrer Herrn Grosser die Bühne, um sein Wirken aufzuzeigen.
Denn sein Aufgabenfeld war extrem vielfältig und reichte vom schlichten Aufschließen der Schule bis hin zum Schneeschieben im Winter, dem Rasenmähen von Frühjahr bis Herbst, dem Möbelaufbauen, dem Stühlerücken und natürlich sämtlicher Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten. Trotzdem wirkte der Hausmeister am Gymnasium zumeist im Hintergrund und war immer bemüht, den Schulalltag nicht zu stören, sondern unterstützen.
Bis in den Abend hinein konnte Martin Grosser sichtlich entspannt die letzten Stunden inmitten der Schulgemeinschaft entspannt ausklingen lassen und, wie sein T-Shirt versprach, sich auf die anstehende Zeit als Rentner freuen.

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Süß und lecker

Oftmals sind es nur kleine Gesten oder Aktionen, die das Leben ein Stück weit erleichtern oder einfach nur für ein Lächeln sorgen.
Am letzten Schultag des ersten Halbjahres gab es auf Einladung der Schule für die ukrainischen Schüler der Ankunftsklasse am Calbenser Gymnasium selbst gebackenen Kuchen.
Schnell waren die Tische in einem Klassenraum zu einer Tafel gestellt und schon konnte das gemeinsame, entspannte Beisammensein starten. Schulleiter Rolf-Uwe Friederichs ließ es sich nicht nehmen, guten Appetit zu sagen.
Ein Blick in die Gesichter der ukrainischen Schülerinnen und Schüler reichte völlig aus, um sofort zu erkennen, dass diese Geste sehr gut ankam.

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Weihnachts- und Neujahrsgrüße

Calbe/Saale, Dezember 2022

Liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Eltern und Großeltern,

das nun zu Ende gehende Jahr 2022 hat uns allen wieder sehr viel abverlangt. Eine Erkältungswelle und die Auswirkungen der Pandemie halten uns noch ziemlich in Aktion.

Die tragende Rolle der Familie wird gerade in diesen Zeiten uns allen stärker bewusst.

Somit wünsche ich dennoch und gerade darum allen Schülerinnen und Schülern, Eltern, Großeltern und Verwandten unserer Schüler und den Kolleginnen und Kollegen eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest im Kreise der Familie,
Gesundheit, Glück und Zufriedenheit im neuen Jahr 2023!

Rolf-Uwe Friederichs
Schulleiter

Einen Überblick über die verschiedensten Aspekte des Schullebens erhalten Sie unter folgendem LINK.

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Stilvoll, künstlerisch und emotional – die Abiturzeugnisübergabe des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe

Gespannte und stolze Gesichter waren bei der bei der Zeugnisübergabe des Abiturjahrganges 2021 des Friedrich-Schiller-Gymnasiums zu beobachten.

Der Tradition folgend, eröffnete das Streichquartett unter der Leitung von Vivian Anastasiu den feierlichen Nachmittag im Salzlandcenter Staßfurt. Im Saal wurde es mucksmäuschenstill. Schwungvoll, mit Mimik und Gestik, rezitierte der Sechstklässler Benedikt Kapp das Gedicht „Lernen“. „Endlich Schluss mit Pauken und Büffeln, aber nein, macht Euch klar, Lernen das ganze Leben, stets kommt Neues auf dich zu. Wer das schaffen soll? Na Du!“

Die Schwestern Paula und Jule Ihlo aus der achten bzw. fünften Klasse  zogen das Publikum musikalisch mit „Träumerei aus dem Fenster“ von Konstantin Schumann in ihren Bann. Das Duett mit Querflöte und Gitarre sorgte für den nächsten emotionalen Höhepunkt. Jonas Brösel, Abiturient des Jahres 2022 und ein „alter Hase“ auf der Bühne, begeisterte mit seiner heiteren Rezitation von Julia Engelmanns „Erwachsenwerden“. Insbesondere die Absolventen und deren Eltern fühlten sich mehrfach direkt angesprochen, fast ertappt.

Julia Wagus und Moritz Ende aus dem kommenden Abschlussjahrgang hatten auf der Bühne sichtlich Spaß und präsentierten „Pendel“ von Yvonne Catterfeld mit starken Stimmen und „Gänsehaut-Feeling“.

„Das Abitur bestanden, ist das nicht ein befreiendes Gefühl!?“, fragte Schulleiter Rolf-Uwe Friederichs zu Beginn seiner Rede. „Außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen.“, führte er fort und ergänzte, dass „das schulische Leben lediglich auf den Unterricht beschränkt war.“ Besonders am Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe wiegen diese außergewöhnlichen Zustände besonders schwer. Sehr viele gewohnte außerschulische Aktivitäten mussten leider abgesagt werden.

„Trotzdem“, ergänzte er, „haben Sie die Umstände positiv angenommen und gut bewältigt.“

Zum Abschluss gab der Schulleiter den Absolventen des 30. Abiturjahrganges des Calbenser Gymnasiums mit auf den Weg: „Nutzen Sie die Zeit intensiv und bewusst. Ich habe den Wunsch und die Hoffnung, dass Sie ihr Leben mit Kraft, Mut, Widerstandsfähigkeit und Geduld sinnerfüllend und glücklich meistern und Sie in Kürze wieder ihr junges Leben frei, ohne Einschränkungen und Auflagen gestalten können.“

Festlich gekleidete Schülerinnen und Schüler, viele glückliche Gesichter und ein gelungener Rahmen beschreiben das Bild der feierlichen Übergabe der Abiturzeugnisse an diesem Nachmittag sicherlich am besten. Nick Reichelt, Mia Stöhr und Cassandra Osterwald als Jahrgangsbeste erhielten im Anschluss ein besonderes Geschenk vom Förderverein des Gymnasiums. Der Vorsitzende Alexander Sieche geizte nicht mit Komplimenten: „Mit Ihrem Erfolg spiegeln Sie nicht nur Ihre eigene tolle Leistung, sondern auch die Arbeit  des gesamten Gymnasiums wider und fördern damit auch das Ansehen unserer Schule über die Stadtgrenzen hinaus.“

Nachdem die Abiturientinnen Sandy Bartel und Sophia Koch mit ihrer Interpretation von Lady Gagas „In the Shallow“ für reichlich Beifall sorgten, traten Letztgenannte und Julina Stoyhe an das Rednerpult. Mit den Worten „Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Flug auf unserem Weg in die Freiheit.“ wurde die tolle Metapher der Schulzeit schnell klar. „Alle sind an Bord, 12 Jahre Schule haben wir nun hinter uns, einige Höhen und Tiefen, teils Turbulenzen. Jeder einzelne Mensch auf unserem Flug verdient unseren großen Dank. Gut waren wir auf die letzten Turbulenzen, genannt Abiturprüfungen, vorbereitet. Viele gemeinsame Aktivitäten ebneten den Weg, um uns das Ticket für diesen Flug in die Freiheit leisten zu können. Wir bedanken uns für die gemeinsame Reise und wünschen einen angenehmen Aufenthalt.“

Um genau zu sein, findet die abschließende Landung des Flugs des Abiturjahrganges 2021 erst in der kommenden Woche zum Abiturball statt, sicherlich dann ähnlich stilvoll und emotional.

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Video zum digitalen Tag der offenen Tür

Da unser schöner und bei den möglichen neuen Schilleranern sehr beliebter Tag der offenen Tür in diesem Jahr leider ausfallen muss, haben die Schüler der 12. Klassen sich überlegt die Interessierten einmal auf einen Rundgang durch unser Calbenser Gymnasium mitzunehmen.

Hier ist das Video zum digitalen Tag der offenen Tür am Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe:

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Digitaler Tag der offenen Tür an unserem Gymnasium

Eine Schule ist in den allermeisten Fällen weitaus mehr als eine reine Bildungseinrichtung, in der einzig Lehrpläne abgearbeitet beziehungsweise unterrichtet werden. Zweifelsfrei ist das Calbenser Friedrich-Schiller-Gymnasium als Ganztagsschule, aber auch wegen des nahezu familiären Lernumfeldes, ein bei Lehrern, Eltern und insbesondere Schülern  beliebter Lernort.

Leider hat die Corona-Pandemie auch den Schulalltag der Schilleraner überaus stark eingeschränkt. So mussten Feste, Exkursionen, Klassenabende oder auch Pausenaktivitäten abgesagt werden und vor allem der Unterricht fand teils nur unter eingeschränkten Bedingungen statt.

Einmal im Jahr öffnet das Calbenser Gymnasium seine Türen für interessierte Gäste, insbesondere aber natürlich für Eltern und mögliche Neu-Schilleraner, um Einblicke in die vielfältigen Angebote zu geben, die neue Schule und auch die Lehrer kennenzulernen.

Leider muss sich auch der Tag der offenen Tür in die lange Reihe der abgesagten Veranstaltungen einreihen. Aber die Schüler des Abiturjahrgangs 2021, die derzeit als einzige regelmäßig die Schule besuchen dürfen, wollten sich jedoch damit nicht begnügen und das Ganze positiv angehen.

Das Moderatorinnen-Trio Julina, Victoria und Lena.

Die Idee eines digitalen Tag der offenen Tür kombiniert mit einem moderierten Rundgang, um die möglichen neuen Schüler „mitzunehmen“, war blitzschnell entstanden. Engagiert, in Eigenregie und der tatkräftigen Mithilfe des ehemaligen Schilleraners Jerome Schröder produzierten sie ein umfangreiches und sehr sehenswertes Video, welches über eine Verlinkung auf der Schulhomepage zum Ferienstart für alle verfügbar ist. Bereits die Entstehung an sich ist erneut ein deutliches Zeichen für das tolle Schulleben, das Miteinander am Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe.

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Beim Videochat ist nur die Hälfte dabei

Im Schillergymnasium in Calbe gehen die Lehrer jetzt auch per Video online. Die Kreisverwaltung hat der Schule schnell die entsprechende Software zur Verfügung gestellt. Doch nicht alle Schüler können daran teilnehmen.

Die Zeit des Unterrichts in der Distanz ist für Schüler, Lehrer und Eltern eine anstrengende Zeit. Als die Schulen nach dem Jahreswechsel in den Distanzunterricht gingen, beschränkte sich die Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern am Calbenser Schillergymnasium vor allem auf den Austausch von Aufgaben und Antworten in schriftlicher Form. Unterricht per Video gab es noch nicht (Volksstimme berichtete). Anschließend habe der Landkreis als Schulträger schnell reagiert und dem Haus die entsprechende Software zur Verfügung gestellt, lobt Schulleiter Rolf-Uwe Friederichs.

Der Physik- und Sozialkundelehrer Stefan Lenhart zeigte gestern, wie er in der Praxis damit umgeht. Um 10.30 Uhr hat er sich mit seiner achten Klasse in Sozialkunde verabredet. Die Schüler müssen sich allerdings etwas gedulden, da der mobile Computer sich nicht mit dem Netz des Hauses verbindet. Das klappt zwar anschließend mit einem anderen Laptop. Der mobile Rechner besitzt aber kein Video. Also zurück in das Zimmer des Schulleiters. Er stellt seinem Kollegen ein modernes Gerät zur Verfügung. Prompt klappt die Verbindung. Von mehr als 20 Schülern verfolgen 13 Mädchen und Jungen, was der Lehrer ihnen mitzuteilen hat. Es geht um einen Wettbewerb, an dem sich Stefan Lenhart mit seinen Schülern erneut bewerben will. Die Schüler hat er gefragt, was die Schule mit dem Preisgeld anfangen solle, würde sie gewinnen. Eine Schülerin schlägt vor, mehr Technik zu beschaffen. „Das geben wir doch nicht dafür aus“, sagt Stefan Lenhart. Das sei Sache des Trägers.

Sozialkunde- und Physiklehrer Stefan Lenhart ist hier mit einer achten Klasse per Video verbunden. Die Schüler finden das sehr gut. | Foto: Thomas Höfs

Zum Schluss der Stunde fragt er seine Schüler, was sie an dem Videochat schätzen. Die Schüler freuen sich dabei vor allem, einen Kontakt zum Lehrer herstellen zu können. Außerdem helfe ihnen der Chat auch, die Aufgaben zu bewältigen. Es koste sehr viel Selbstdisziplin, gibt ein Schüler gern zu, sich jeden Tag hinzusetzen und das Pensum zu bewältigen. Der Kontakt zu den Lehrern sei sehr wichtig und notwendig, um auch mal eine Frage los zu werden. Allerdings ist dies nicht allen Schülern gleichermaßen möglich. Mit 13 Schülern, die die Stunde vor dem Computer verfolgen können, sei nur etwas die Hälfte der Klasse dabei. Einige Kinder hätten daheim keinen ausreichend großen Anschluss, um auch Videokonferenzen zu verfolgen, hat Stefan Lenhart bereits erlebt. Die im ländlichen Raum noch nicht vorhandene Infrastruktur mit ausreichend vorhandenen Breitbandanschlüssen mache sich hier bemerkbar. Bei einer Schülerin sei neulich die Verbindung bereits nach wenigen Augenblicken zusammengebrochen.

Dennoch ist er von dem technischen Möglichkeiten begeistert. „Mit dem Programm lässt sich alles machen“, schwärmt er. Die komplette Unterrichtsstunde könne er hier vorbereiten. Das sei schon toll. Auf der anderen Seite verlange die Unterrichtsvorbereitung in der digitalen Form aber auch eine höheren Zeitaufwand.

Dass es den Schülern allein schwer falle, täglich diszipliniert die gestellten Aufgaben zu lösen oder sich in neue Themen einzuarbeiten, könne er nachvollziehen. Er würde in Zukunft gern alle seine Schüler mitnehmen. Das sei die große Herausforderung, meint er. Nicht immer seien die Haushalte auch so technisch ausgerüstet, dass die Schüler die gestellten Aufgaben ausdrucken können. Das erledige dann die Schule, sagt der Schulleiter. Die Schüler könnten Blätter im Haus ausdrucken lassen und dann abholen. Allerdings funktioniert dies in einer Schule im ländlichen Raum nur bedingt. Schüler, die viele Kilometer weit von der Schule weg wohnen, werden den Weg nach Calbe nicht antreten, sondern sich nach einer Alternative umsehen.

Eigentlich würden die Schüler des Hauses am Freitag ihre Halbjahreszeugnisse erhalten. Die Zeugnisse seien geschrieben. Nur werden sie den Schülern erst übergeben, wenn der Präsenzunterricht wieder startet. Das soll schon nach den Winterferien, die am Montag beginnen, wieder möglich werden. Das hoffen die Lehrer.

Stefan Lenhart verabschiedet sich von seiner achten Klasse jedenfalls schon mal in die Winterpause. Er hoffe, sagt er, dass er seine Schüler nach der einen Ferienwoche wieder in der Schule sehen werde. Widerspruch gibt es nicht. Auch viele Schüler hätten offenbar nichts dagegen einzuwenden, wieder täglich in das Schillergymnasium zu gehen.

Quelle: Volksstimme Schönebeck vom 03.02.2021

Weitere Stimmen zum Einsatz von Videochats am Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe:

Rolf-Uwe Friederichs (Schulleiter): „Die Cisco Webex Meetings sind eine sehr gute Ergänzung zu den bisher bereits durch den Salzlandkreis zur Verfügung gestellten Möglichkeiten für den derzeit erforderlichen Fernunterricht. Letztlich sollte jeder Lehrer eine verantwortungsvolle Mischung der verschiedenen möglichen Methoden anwenden.“

Stefan Lenhart (Physik- und Sozialkundelehrer): „Der angebotene Videochat ist für die Schüler in jedem Fall aktuell eine schöne Abwechslung. Das „Mehr“ von Schule, also der Kontakt untereinander, auch mit dem Lehrer, mal einen Spaß machen, über aktuelle politische Themen sprechen, einfach mal Meinungen gemeinsam austauschen, wird dadurch zumindest sehr eingeschränkt ermöglicht. Aber insbesondere die Erreichbarkeit der Schüler stellt eine sehr große Hürde dar, allzu oft fehlt im ländlichen Raum der Zugang zu einer stabilen Internetverbindung.“

Elma Koch (Deutsch-, Englisch- und Russischlehrerin): „Als Ergänzung zum bisherigen Distanzunterricht ist der Videochat eine sehr gute Möglichkeit. Sich ergebende Probleme aus zuvor gestellten Aufgaben lassen sich schnell und unkompliziert klären, Ergebnisse vergleichen und kontrollieren. Die Schüler nehmen das sehr positiv auf, da der direkte Kontakt zum Lehrer ermöglicht wird und durch die unmittelbare Kommunikation ein schnelles Feedback gegeben werden kann.“

Christiane Falkental (Geografie- und Sportlehrerin): „Ohne die Unterstützung der Eltern ist der Videochat in den unteren Klassen nicht möglich. In meiner 5b habe ich tolle Eltern, die uns Lehrer sehr unterstützen. Es ist eine tolle Sache und ein wichtiger Bestandteil des Distanzunterrichts. Ganz wichtig ist die Möglichkeit die sozialen Kontakte zu pflegen, sich zu sehen und zu hören, sich einmal zu zulächeln und einfach einmal gemeinsam zu lachen.“

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Weihnachts- und Neujahrsgrüße

Liebe Schülerinnen und Schüler,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

liebe Eltern und Großeltern,

das nun zu Ende gehende Jahr 2020 hat uns allen sehr viel abverlangt. Die Corona-Pandemie hielt und hält die ganze Welt noch in Atem. Viele uns vertraute Abläufe sind unterbrochen oder sind nicht möglich. Die tragende Rolle der Familie wird gerade in schwierigen Zeiten uns allen stärker in unser Bewusstsein geholt.

Somit wünsche ich dennoch und gerade darum allen Schülerinnen und Schülern, Eltern, Großeltern und Verwandten unserer Schüler und den Kolleginnen und Kollegen eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest im Kreise der Familie,

Gesundheit, Glück und Zufriedenheit im neuen Jahr 2021!

Rolf-Uwe Friederichs

Schulleiter

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„Der Klang ist unglaublich schön“

Es war sicherlich einer dieser ganz besonderen Momente in der Schulhistorie des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe, als mit reiner Muskelkraft der Konzertflügel am vergangenen Donnerstag den Weg zurück in die Schulaula fand.

Mitunter sogar mit Schmetterlingen im Bauch beobachteten die geladenen Gäste nahezu mucksmäuschenstill die Mitarbeiter der Transportfirma beim abschließenden Aufbau des komplett aufgearbeiteten und restaurierten Flügels.

Die Geschichte jedoch begann schon eine lange Zeit vorher, bereits am 19. Dezember 1906 wurde der Grotrian-Steinweg-Flügel nach Magdeburg ausgeliefert. Wie er dann seinen Weg nach Calbe gefunden hat, ist eher vom Hörensagen in vielen Varianten, als mit Fakten unterlegt, bekannt.

Für ihren nunmehr über 100 Jahre alten Flügel startete die Schilleraner Schulgemeinschaft eine großangelegte Spendenaktion, die so überraschend erfolgreich verlief. Beim Sponsorenlauf flitzten die Schüler im Hegerstadion viele Runden: Großartige 10.000 Euro kamen mithilfe von Eltern, Großeltern und Unternehmen zusammen. Aber auch danach ebbte das Engagement der Initiatoren nicht ab. Sie bemühten sich erfolgreich um zahlreiche weitere Sponsoren und konnten dabei unter anderem die Salzlandsparkasse zu einer Spende von 10.000€ bewegen. Schulleiter Rolf-Uwe Friederichs sagte bei der Ankunft des aufpolierten Musikinstruments mit spürbarem Stolz in der Stimme: „Der heutige Tag ist ein sehr schöner für uns.“

Der Chemnitzer Pianobaumeister des Pianohauses Hofmann, Michael Süß, pflichtete ihm bei: „Viele wissen sicherlich noch, dass der Flügel in einem sehr ramponierten Zustand war, der Deckel passte nicht mehr richtig, der Lack war an vielen Stellen abgeplatzt, naja, er ist halt schon über 100 Jahre alt. Aber nun ist ihr Konzertflügel fast nicht mehr von einem komplett Neuen zu unterscheiden. Er ist sicher eines der schönsten Stücke, das unsere Werkstatt verlassen hat. Wir sind stolz auf unsere Arbeit.“

Fünftklässler Jakob Sieche war es im Anschluss  vorbehalten, als Erster auf dem Flügel spielen zu dürfen und Musiklehrerin Katrin Püsche bemerkte: „Jakob, an diesen Tag wirst Du ganz sicher lange zurückdenken.“ Und der Flügel hielt, was er versprach, der tolle Klang erhellte die Schulaula und sichtlich bewegt bemerkte Frau Püsche: „Im Vergleich zur Probe ist der Klang unglaublich schön.“

In jedem Fall waren sich alle einig, der Aufwand, auch verbunden mit den Investitionen, hat sich absolut gelohnt. Auch der Fachdienst des Salzlandkreises beteiligte sich an dem Gesamtprojekt und finanzierte einen Hubwagen für mögliche Bewegungen oder den Transport des Flügels. Fachbereichsleiterin Anke Meyer richtete ihre Worte dabei ebenfalls an die Schulgemeinschaft: „Ein großer Dank vom Salzlandkreis an Schüler, Eltern, Lehrer und Sponsoren, die dieses tolle Projekt ermöglicht haben.“

Eine Pianobank und die eigens zugeschnittene Lederhülle vervollständigen das fühlbare Glücksgefühl für hoffentlich mindestens einweiteres Jahrhundert.

Zum Abschluss nochmals ein großes Dankeschön allen Unterstützern für ihr sportliches, ideelles und materielles Engagement bei der Restaurierung dieses besonderen Instrumentes, das uns und unseren Gästen noch viel Freude bereiten wird.