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„Gerne würden wir sie länger bei uns behalten“

Viel Werbung in eigener Sache und vor allem viel Werbung für ihr Gymnasium haben die Schilleraner der Klassenstufe neun in den zurückliegenden beiden Wochen machen können. Im Rahmen des Schulpraktikums tauschten sie die Schulbank gegen einen Arbeitsplatz in einem Unternehmen im Salzlandkreis und überzeugten dabei auf ganzer Linie.

Ob im Zoo als Tierpfleger, im Kundencenter in einer Bank, als Helferin beim Tierarzt oder in einer Werkstatt als Handwerker, die Einsatzgebiete waren dabei überaus vielfältig. Auch eine Werbeagentur, das Krankenhaus, die Druckerei, die Apotheke, die Polizei, regionale Chemiekonzerne und die Energieversorger waren Anlaufpunkte und zeigten sich dabei glücklich über die zusätzliche Hilfe der Praktikanten.

In der angespannten Lage rund um die Flüchtlingsfrage entschloss sich beispielsweise Saskia Hoffmann ihren Platz im Sozialzentrum des Deutschen Roten Kreuz in Wanzleben mit dem in einer Flüchtlingsunterkunft zu tauschen. Mit Deutschkursen für die Kinder am Vormittag, als Dolmetscherin für die Erwachsenen am Nachmittag oder als Ansprechpartnerin und Zuhörerin bezüglich aller möglichen Fragestellungen, bereits nach kurzer Zeit war die Schilleranerin ein unverzichtbares Mitglied des Teams.

Auch in Kindergärten, in der Schule oder in der Altenpflege engagierten sich die Schüler, die einhellige Meinung der Betreuer war dabei überall nahezu gleich: „Gern würden wir sie länger bei uns behalten.“ Mehr Werbung geht wohl nicht.

Jonas Kober in der Schloß Apotheke Calbe.
Daniel Grimm und Sarah Schöne beim Grafischen Centrum Cuno.
Chantal Angelique Schröder und Herr Blauwitz bei der Salzlandsparkasse in Calbe.
Antonia Patz bei der Bundeswehr in Burg.
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Porsche und Pipi Langstrumpf in Ultra-HD

Den Schülern des Calbenser Gymnasiums wurde am vergangen Diensttag gezeigt, wie in ihrer kleinen Heimatstadt Träume vom neuen Porsche und Mercedes anfangen und Kinderhelden wie Pipi Langstrumpf in höchster Auflösung zum Leben erwachen.

Im GCC Calbe  werden Boliden wie der Porsche Cayenne gestochen scharf mit dem selbst entwickelten und patentierten Ultra-HD Druck auf Hochglanzpapier gebracht und 1200 bunte Kinderbücher pro Stunde für internationale Verlage mithilfe der gigantischen achtwalzigen Druckmaschine gedruckt.

Im Grafischen Centrum Cuno arbeiten hochmoderne Maschinen wie die  Schneide-, Binde- und Falzmaschinen, die die insgesamt 150 Mitarbeiter des in dritter Generation geführten Familienunternehmens steuern, warten und mit den neuesten Layouts füttern. Im eigenen Design- und Grafikzentrum entstehen die Ideen und Druckvorlagen. Trotz der modernen Technik werden die Phantasien auch ein Stück weit von Hand verwirklicht. Eine Buchbinderin fertig in traditioneller Handwerkskunst ein Musterexemplar für den Kunden an. So können die internationalen Auftraggeber die besondere Qualität kontrollieren und Verbesserungen einbringen.

Im Lager konnten viele weitere Fragen zu den Betriebsablauf beantwortet werden.
Gemeinsames Erinnerungsfoto im Sitzungsraum.

Der Weg in die Buchhandlung oder ins Autohaus erfolgt meist mit großen Speditionen, wie Dachser oder DB Schenker. Das GCC verfügt auch über einen eigenen, kleinen Logistikzweig.

Die Schüler konnten am Ende des Tages nachvollziehen, wie in ihrem Heimatort aus ein paar Blättern Papier Geschichten und Wünsche entstehen, die von hier aus in die ganze Welt geschickt werden. Vielleicht ist im GCC auch ihr künftiger Arbeitsplatz.

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„Tausche Schulbank gegen Arbeitsplatz“

Die letzten zwei Wochen vor den Weihnachtsferien waren für die Schüler der neunten Klassen des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe schon außergewöhnlich. Im Rahmen des Schülerbetriebspraktikums tauschten sie die Schulbank gegen einen Arbeitsplatz in einem Unternehmen im Salzlandkreis.

Mit diesem ersten Praktikum soll den Schülern ein allgemeiner Einblick in das Berufsleben gewährt werden. Für viele Schilleraner ist es der erste und zugleich völlig neue Blick auf die Berufswelt fernab vom Schulalltag.

Wie verschieden dabei die Interessenlagen der Schüler sind, zeigen die vielen sehr unterschiedlichen ausgewählten Berufsfelder. Neben der Salzlandsparkasse, Kindergärten, Grundschulen, KFZ-Werkstätten, Tierärzten und Industrieunternehmen der Region schnupperten die Schilleraner unter anderem bei der Volksstimme, im Krankenhaus, in der Sauenzuchtanlage und bei der Polizei in den Arbeitsalltag hinein.

Trotz des ungewohnten Terrains machten die Praktikanten ihre Sache mehr als gut, sodass ihr Praktikumsbetreuer Herr Stefan Lenhart von den jeweiligen Verantwortlichen unheimlich viel Lob über seine Schützlinge erfahren durfte. Die Schüler scheinen also bereits gut auf die bald anstehende nächste Lebensphase im Berufsleben vorbereitet zu sein, wenngleich nach den Weihnachtsferien wieder die gewohnte Schulbank auf die Schilleraner wartet.

Felix Deuwerth im Opel Autohaus Calbe.
Lucas Levin bei der Salzlandsparkasse.
Nicole Schwarz und Frau Fiedler bei Apollo Optik Calbe.
Nils Voigtländer und Herr Blauwitz bei der Salzlandsparkasse.