Kürzlich wurde das Kleinsportfeld am Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe eröffnet und hat sich bereits als beliebter Aufenthaltsort für alle Jahrgänge etabliert. Endlich können sich die Schüler:innen austoben und im Wettstreit beim Fußball, Basketball oder Tischtennis gegeneinander antreten.
Um auch den kleinen Spielhof für die Jahrgänge 5 und 6 wieder attraktiver zu gestalten, wurden nun zahlreiche Spiele angeschafft, die das Miteinander fördern und vor allem Spaß machen. So war der Andrang am Eröffnungstag vergangenen Mittwoch vor der frisch sanierten Spieleausgabe sehr groß. Auf einem Servierwagen wurden die Spiele präsentiert. Die Schüler können wählen zwischen Spieleklassikern, wie Twister, Uno, Dobble, dem beliebten Gemeinschaftsspiel Werwölfe, dem Schnelligkeitsspiel Speed Cups oder bewährten Bewegungsspielen wie Gummitwist. Auch alte Spielschätze wurden aufbereitet, sodass diese wieder genutzt werden können. Das Waveboard, die Balanceboards sowie die Springseile erfreuen sich bereits großer Beliebtheit. Große Decken liegen auch bereit, sodass es sich Jüngeren im Grünen des Schulhofes gemütlich machen können, um beispielsweise bei einer Runde Rommé den Schulalltag mal für eine Pause hinter sich zu lassen. Die Achtklässler, welche die Spieleausgabe betreuen und mithilfe eines Pfandsystems organisieren, fühlen sich sichtlich wohl in der neu gestalteten Spieleausgabe.
Damit hat das Friedrich-Schiller-Gymnasium weitere Attraktionen gewonnen, die zum Schulmotto „sich wohlfühlen“ beitragen. So ist unsere Schule ein Lernort, bei dem das gemeinsame Spielen auf jeden Fall dazu gehört.
Kategorie: News
Dino geschlagen …
Allein schon für die Kulisse hatte sich die Anreise gelohnt. Mit 27.050 Zuschauern konnte der 1. FC Magdeburg einen Zuschauerrekord für die ausverkaufte MDCC-Arena vermelden. Mittendrin in dem ohrenbetäubenden Stimmungsspektakel des FCM gegen den Hamburger Sportverein im Zweitligaspiel waren die erfolgreichen Fußballer des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe.
Mit guter Laune und großer Hoffnung fuhren die Schilleraner in die Landeshauptstadt. Nach einer etwas längeren Parkplatzsuche ging es dann endlich ins Stadion. Vor dem Spiel gab es noch ein paar kleine Stärkungen in fußballtraditioneller Form von Bouletten, Würstchen und Getränken. Als die Sitzplätze eingenommen wurden, ging es nach kurzer Wartezeit direkt los. Die Stimmung war, wie man sie kennt: Atemberaubend. In der 20. Minute traf der HSV leider ins FCM-Tor, jedoch war die Freude der Gäste nur von kurzer Dauer, da der Spieler vorher im Abseits stand. Danach, in der 32. Minute, traf Moritz Kwarteng zur Führung für unseren FCM. Kurz vor der Pause kam aber die Antwort des HSV: Ausgleich. Die Atmosphäre war leicht angespannt, aber trotzdem unglaublich. Nach einer langen Zeit ohne nennenswerte Ereignisse ging der FCM durch Baris Atik in der 74. Minute wieder in Führung. Kurz danach konnte Tatsuya Ito die Führung ausbauen. In fünf Minuten Nachspielzeit konnte der HSV zwar noch auf 3:2 verkürzen, jedoch folgte gleich darauf der Abpfiff.
Der Jubel war unüberhörbar. Alle Mitglieder unserer Mannschaft waren glücklich und sich sicher, dass sich diese tolle Aktion in jedem Fall gelohnt hat und uns in immer in Erinnerung bleiben wird.
Von Paul Giest (8A)
Energiesparschule 2021 – was bisher geschah …
Die Auszeichnung als Energiesparschule des Landes Sachsen-Anhalt im Jahr 2021 war für das ländliche Gymnasium Calbe etwas extrem Besonderes. Aus einer kleinen Aufgabe im Physikunterricht entstand durch die interessierten und sehr engagierten Schüler der damaligen Klasse 7c ein umfangreiches und komplexes Konzept, welches den tollen Preis zur Folge hatte.
Damit gaben sich die Schüler jedoch nicht zufrieden. Zwar wiesen in den Schulräumen verschiedene Hinweisschilder zum „Richtigen Lüften“ und „Der Letzte macht das Licht aus“ auf Grundlegendes hin, ergänzend hatten sie nun aber noch die 2500€ Preisgeld zur Verfügung, um weitere Ideen aus ihrem Konzeptpapier umzusetzen. Schnell fiel die Entscheidung die in die Jahre gekommene Beleuchtung im Neubau gegen moderne LED-Röhren auszutauschen, um so den benötigten Strombedarf auf ein Drittel zu senken. Leider hatte die erste Idee einen entscheidenden Haken, die Fassungen der zu ersetzenden Leuchtstoffröhren war eben nicht genau 1,5 Meter lang, sondern bemessen nur 1,45 Meter. So mussten deutlich teurere LED-Röhren gekauft werden. Immerhin reichte es jedoch für die Fachkabinette der Physik, Biologie und Chemie aus. Ergänzend wurden zur Probe intelligente Heizungsthermostate, die ein geöffnetes Fenster erkennen, besorgt und in einem Physikraum montiert. Schnell war das Preisgeld damit bereits ausgegeben.
Die Schüler bleiben aber weiterhin aktiv in ihren Bestrebungen. Auch in diesem Jahr wird die Klasse am Tag der Regionen für ihre Ideen und das bisher Umgesetzte mit einem eigenen Stand werben. Die Buswerbung für das Calbenser Gymnasium wurde um ein weiteres Jahr verlängert. Mit einem Pfandsystem mit Mehrwegbechern will die Schülerfirma Picnic Müll vermeiden. Ergänzend wurde ganz allgemein das Thema „Mülltrennung“ vom Schülerrat angestoßen und in den einzelnen Unterrichtsräumen umgesetzt.
Natürlich sind einige Aspekte aus dem anfänglichen Konzeptpapier noch offen, auch sind viele weitere Ideen hinzugekommen, sodass ein sich auf das „Vieles-schon-Erreichte- Ausruhen“ für die Schilleraner nicht in Frage kommt.
Die geplante Sanierung des Altbaus des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe wird auch einen großen Anteil für die aufgezählten Bestrebungen leisten.
Boys and Girlsday: Ein Einblick in die Welt des Rundfunks beim MDR Sachsen-Anhalt
Am diesjährigen Boys’ and Girls’ Day hatte ich die Möglichkeit, einen Tag lang beim MDR Sachsen-Anhalt zu verbringen und Einblicke in die faszinierende Welt des Rundfunks zu erhalten. Es war eine unglaublich aufregende und faszinierende Erfahrung, die mir gezeigt hat, wie viel Arbeit und Engagement hinter der Produktion von Radio- und Fernsehsendungen steckt.
Der Tag begann mit einer kurzen Einführung in die Arbeit des MDR Sachsen-Anhalt und einer spannenden Führung durch die Räumlichkeiten des Senders. Hierbei bekamen wir Einblicke in die verschiedenen Abteilungen, wie beispielsweise die Redaktion, das Studio oder auch den Schnittbereich. Wir durften sogar einen Blick in das MDR-Studio werfen und konnten hautnah miterleben, wie eine Fernsehsendung live produziert wird.
Anschließend bekamen wir die einzigartige Chance zu sehen, wie eine Fernsehsendung geplant und umgesetzt wird. Gemeinsam mit einem Kameramann haben wir einen Bericht gedreht und uns Gedanken über das Konzept und die Struktur der Sendung gemacht. Anschließend wurde unser Beitrag geschnitten und bereits bei „MDR um 11“ gezeigt.
Als besonderes Highlight bekam ich die Gelegenheit, einen Teil des „MDR Sachsen-Anhalt Update“ zu moderieren und meine Moderationsfähigkeiten zu verbessern. Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, klare und prägnante Informationen zu liefern und wie man sich am besten auf eine Sendung vorbereitet.
Am Nachmittag stand dann der Besuch im Radiostudio auf dem Programm. Wir bekamen die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen einer Radiosendung zu werfen und konnten miterleben, wie eine Radiosendung produziert wird. Es war beeindruckend zu sehen, wie viel Teamarbeit und Planung in einer solchen Sendung steckt und wie reibungslos die Produktion abläuft.
Insgesamt war der Boys’ and Girls’ Day beim MDR Sachsen-Anhalt eine unvergessliche und faszinierende Erfahrung, die mir gezeigt hat, wie viel Arbeit und Leidenschaft hinter der Produktion von Radio- und Fernsehsendungen steckt. Ich habe nicht nur viel über den Rundfunk gelernt, sondern auch wertvolle Einblicke in die verschiedenen Berufsfelder und Arbeitsbereiche bekommen. Ich kann diesen Tag jedem empfehlen, der sich für die Medienbranche interessiert und einmal einen Blick hinter die Kulissen werfen möchte.
Von Marian Zingel
Wenn einer eine Reise tut, … (und dabei den Ärmelkanal überquert)
Drei Jahre mussten wir uns gedulden, doch in diesem Schuljahr stand der Sprachbildungsreise nach England nichts mehr im Wege. Mitte März begann für 78 Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen eine aufregende und mit Spannung erwartete Exkursion in das Vereinte Königreich.
Viele unterschiedliche Aktivitäten und Besichtigungen standen auf der Agenda 2023, so hieß uns zum Beispiel Canterbury am Ankunftstag willkommen und lud neben einem entspannten Stadtbummel auch zu ersten kulinarischen Kostproben wie „Fish ‘n Chips“ ein. In Canterbury trennten sich dann die Wege der beiden Jahrgänge.
Der 7. Jahrgang verbrachte die Woche nach fast traditionellem Programm mit Ausflügen nach London, Portsmouth und Brighton, inklusive der berühmt-berüchtigten Klippenwanderung – die ihrem Namen auf Grund des very, Very, VERY englischen Wetters auch alle Ehre machte😉.
Die 8-Klässler hingegen erforschten neues Terrain. Ihre Reiseroute beinhaltete Bournemouth, Bath, New Forest und Salisbury mit dem sich anschließenden Ausflug (der uns 5.000 Jahre zurück in die Vergangenheit brachte) zu dem wohl legendärsten Steinkreis: Stonehenge.
Am letzten Tag in London wieder vereint, starteten beide Gruppen am Greenwich Peer, um den gemeinsamen Abschlusstag voller Action mit einer Bootsfahrt auf der Themse zu eröffnen. Anschließend tauchten die Schülerinnen und Schüler in Londons schaurige Geschichte ein und flogen danach mit dem London Eye hoch über die Dächer der Metropole hinaus. Doch weit gefehlt, wer denkt, dass das Programm mit diesem einmaligen Flug endete. Zu Fuß ging es dann, je nach Wunsch, ins Musical: Wicked oder Frozen rundeten diesen ereignisreichen und unvergesslichen Tag ab.
Zu den absoluten Highlights der 2023er Sprachbildungsreise kürten Schillerraner:innen den gemeinsamen Tag beider Gruppen in London. Hauptsächlich die Besuche des London Dungeon und des Riesenrads überzeugten, denn „ … hier wurden wir zwar mit der dunklen und unverschonten Wahrheit des vor allem mittelalterlichen Londons konfrontiert, aber an Spannung und Nervenkitzel war der Besuch des London Dungeon wohl nur noch durch die fantastische (ein wenig vom Regen getrübte) Panorama-Ansicht aus dem 135 Meter hohen London Eye zu übertreffen.“, wie Lena Käsebier, Willi Beutler, Paula Horn, Felicitas Schwarze und Emily Maya Ludwig das Fazit ihrer Umfrage zum Ranking der Top Sights dieser Sprachbildungsreise beschrieben und mit strahlenden Augen hinzufügten: „Die Reise nach England hat allen Schüler:innen und Begleitpersonen eine Menge Spaß und Freude bereitet.“
Für die Unterstützung sei an dieser Stelle nicht nur ein Dankeschön an die begleitenden Kolleginnen Frau Koch, Frau Teichert und Frau Kaminsky (die kurzerhand eingesprungen ist😊) gerichtet, sondern auch an die Begleiteltern Frau Arnold, Frau Brasack, Frau Jobs, Frau Knoche, Frau Sieche, Herr Baumann, Herr Berner und Herr Rößner.
Thanks a lot.
Calbenser Schilleraner und Freunde beim 13. Volleyballturnier
Am Freitag wurde es auch gruselig …
Dreimal Silber im Salzlandkreisfinale
Am Dienstag, dem 17. April 2023, machten sich 30 Jungen des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe mit Begeisterung, Elan, Optimismus auf den Weg nach Bernburg zum Salzlandkreisfinale des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ im Fußball. Trotz einiger verletzungsbedingter Ausfälle war man guten Mutes, auch hier bestehen zu können und sich für die nächste Runde zu qualifizieren.
Nach der Eröffnung des Turniers war klar, dass unsere Jungen der Wk II und Wk III aufgrund der Absagen anderer Schulen jeweils nur ein Spiel hatten, was einem Finale gleich kam. Uns blieb noch kurz Zeit zum Aufwärmen und schon wurde die Partie unserer Schulauswahl der achten bis zehnten Klasse (Wk II) gegen die Vertretung der Seelandschule aus Nachterstedt angepfiffen. Die Spieler kannten sich aus ihren Vereinen und jedem war bewusst, dass hier ein echter Prüfstein wartete. So begann das Spiel auch ohne großes Abtasten. Unsere Gegner liefen aggressiv an und störten uns bereits im Spielaufbau. Trotzdem hatten wir die erste Chance des Spiels: Tristan zündete seinen Turbo und zog direkt ab – knapp über die Querlatte. Dann versuchte es Aiden aus spitzem Winkel, verzog aber leicht. Die Reaktion unserer Gegner blieb leider nicht aus, denn nach einer kleinen Unaufmerksamkeit unserer Abwehr hatte deren Stürmer ein bisschen zu viel Platz und netzte mit einem Sonntagsschuss zum Dienstag aus ca. 20 Metern ein. Unser Torwart Paul hatte den Ball leider zu spät gesehen, sonst hätte er ihn sicher gehalten. So ging es mit 0:1 in die Halbzeit. Nach der Pause drängten wir auf den Ausgleich, denn eine Halbzeit dauerte nur 15 Minuten. Es wurde sehr energisch gespielt, sodass mehrere gelbe Karten auf beiden Seiten die Folge vieler Fouls waren. Trotzdem erarbeiteten wir einige Chancen – jedoch ohne Torerfolg. Nachdem auch der letzte sehenswerte Angriff verpuffte und der Schlusspfiff ertönte, konnte man die Enttäuschung deutlich in unseren Gesichtern ablesen, da heute einfach nur das Glück fehlte.
Dieses gewisse Quäntchen war auch unseren Jungen der Wk III, also der sechsten bis achten Klasse im Spiel gegen das Dr.-Frank-Gymnasium aus Staßfurt nicht vergönnt. Nach einer ersten Halbzeit ohne nennenswerte Höhepunkte, stellten wir in der Halbzeit um und wollten im Sturm mehr Gefahr erzeugen. Jetzt verteilte Eike gekonnt die Bälle und Oskar setzte sich in der Spitze öfter gut durch und kam zu gefährlichen Abschlüssen. Diese gingen jedoch entweder knapp am Tor vorbei oder der Gegner bekam im letzten Moment noch ein Bein dazwischen. Nachdem auch unsere Gegner ihre einzige Torchance vergeben hatten, die Uhr das Ende der Spielzeit anzeigte und der Schiedsrichter bereits Luft zum Abpfiff geholt hatte, waren alle in Gedanken bereits beim Elfmeterschießen – als plötzlich ein letzter harmloser Schuss in den Armen unseres Torhüters landete, der den Ball nach einem Rempler jedoch wieder verlor, und der Ball auf einmal in unserem Tor lag. Der Schiedsrichter pfiff und alle schauten sich an, da unklar blieb, wie er entscheiden wird. Dieser beriet sich minutenlang mit seinem Assistenten, um anschließend auf den Mittelpunkt zu zeigen: Tor für Staßfurt.. Nach dem folgenden Anstoß pfiff der Schiedsrichter das Spiel direkt ab. Unser Team rang um Fassung, zeigte in diesem Moment aber auf großartige Weise Charakter: Die Jungs nahmen die anschließende Entschuldigung des Schiedsrichters an, der seine Entscheidung wohl gerne zurückgenommen hätte und verhielten sich äußerst fair und sportlich auch gegenüber ihren Gegnern.
Nun ruhten alle Hoffnungen auf unseren Jüngsten und das Turnier begann auch sensationell: Ihr erstes Spiel gegen die Schule „Campus Technicus“ aus Bernburg gewann unsere Schulauswahl deutlich mit 6:0, wobei sich Romeo (3), Dylan, Tom und Finn in die Torschützenliste eintragen konnten. Im zweiten Spiel gegen das Dr.-Frank-Gymnasium Staßfurt hatte unsere „Selecao“ leider knapp mit 0:1 das Nachsehen. Folglich stand auch für die Fußballer der Wk VI am Ende der Titel „Vizemeisters des Salzlandkreises“ zu Buche.
So belegten wir in jeder Altersklasse den zweiten Platz. Das ist sicher ein sehr ordentliches Ergebnis, aber darin waren sich alle einig: Nächstes Jahr wird wieder angegriffen und die Erfahrungen dieses Jahres werden vergoldet.
Das Friedrich-Schiller-Gymnasium vertraten:
WK IV: Schmelzer, Ole; Binnebösel, Jonas; Natho, Til; Lange, Romeo; Kirchoff, Malte; Janke-Lehmann, Dylan; Neumann, Finn; Hoffmann, Tayler
Wk III: Rothmann, Lorenz; Figiel, Jona; Hoffmann, Mika; Sieche, Jakob; Heß, Max; Durhack, Pepe; Lindemann, Tim; Rademacher, Philipp; Rummel, Eike; Trappe, Hannes; Kriener, Linos; Feest, Oskar
Wk II: Giest, Paul; Haisch, Dean; Schneider, Luca; Stöhr, Julian; Schöne,Tristan; Rothmann, Linus; Mania, Noa; Böhm, Henry; Günther, Felix; Baer, Lucas; Janich, Nico
FCM, wir kommen
Zweifelsohne stellte der Einzug der Fußballer der siebenten bis neunten Klassen des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe in das Landesfinale einen außerordentlichen sportlichen Erfolg für die ländliche Schule dar. Die Konkurrenz war groß.
Natürlich wurden die erfolgreichen Kicker während der Bestenehrung im Oktober 2022 vor der Schulgemeinschaft gebührend gefeiert.
Vor kurzem jedoch setzte der Calbenser Bürgermeister, Sven Hause, all dem noch ein Highlight drauf. Aufgrund seines guten Kontaktes zu den Städtischen Werken Magdeburg (SWM) konnte er den Spielern Tickets für den Zweitliga-Kracher 1.FC Magdeburg gegen den ehemaligen Ligadino Hamburger Sportverein überreichen. Da die SWM ein aktiver Sponsor des FCM sind, zögerten sie nicht, die Eintrittskarten als besondere Anerkennung der sportlichen Leistung der Schilleraner zur Verfügung zu stellen.
Nun bleibt nur zu hoffen, dass das Heimteam im ausverkauften Magdeburger Stadion auch Dank der Unterstützung der Schulkicker ein spannendes und erfolgreiches Spiel abliefern wird.
Zauber der Chemie!
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bringt bereits seit einigen Jahren zahlreichen SchülerInnen der Oberstufe den Zauber der Chemie nahe. So wurden jährlich Chemiekurse sämtlicher Gymnasien des Landes eingeladen, um einen Einblick in das Studienleben zu vermitteln. Nach einer coronabedingten Pause konnten die SchülerInnen nun endlich wieder in den Hörsaal der Universität strömen, um sich von der Chemie verzaubern zu lassen.
Diese Möglichkeit haben sich auch die OberstufenschülerInnen des Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe Saale nicht entgehen lassen. Anna Henschel, die die Chemiekurse der 11. und 12. Klassen unterrichtet, organisierte einen Bersuch an der MLU.
Nach knapp einstündigen Fahrt voller Vorfreude kamen wir am Universitätscampus an. Die ersten Eindrücke des Studienalltags konnten wir in der Mensa gewinnen. Die anfängliche Aufregung verflog schnell und schon bald verspürten wir „Noch-Nicht-Studierende“ eine Art Zugehörigkeit zwischen all den Hallenser Studierenden. Der Auftakt war gelungen.
Frisch gestärkt und voller neuer Eindrücke wuchs die Neugierde auf das Kommende auf dem Weg zum naheliegenden Hörsaal immer weiter. Währenddessen tauschten wir unsere Erwartungen aus und überbrückten so den kurzen Fußmarsch. Schon als wir den Jacob-Volhard-Hörsaal, den Chemie-Vorlesungssaal der Hallenser Universität, betraten, war unser Staunen groß: Ein ziemlich großer Raum voller Menschen. Der Unterschied zum Chemieraum des Calbenser Gymnasiums, welcher Platz für 30 Personen bietet, war offensichtlich. Aufgrund seiner Größe war der Raum fast einschüchternd. Auch wenn der Experimentierbereich vom Aufbau bekannt war, war dies durchaus ein neuer Eindruck für uns.
Wir verteilten uns im Raum, nahmen unsere Plätze ein und in den letzten Minuten vor Beginn der Veranstaltung baute sich eine gewisse Spannung und Vorfreude auf. Die Vorlesung begann. Nach einer anfänglichen Begrüßung stellten einige Professoren verschiedene Bereiche, in denen chemische Studiengänge absolviert werden können, vor. So lernten wir unter anderem Genaueres über die Lebensmittelchemie oder die Theoretische Chemie. Auch wenn einige Begriffe oder Prozesse durchaus komplex schienen, hörten wir gespannt zu. In einer anschließenden Pause, welche auch für den Austausch untereinander genutzt wurde, konnten die Interessierten im Eingangsbereich des Hörsaals zudem ihr chemisches Wissen in Form eines Quiz unter Beweis stellen. Außerdem wurden zahlreiche Informationsstände aufgebaut, welche von Studierenden der Universität betreut wurden. So konnten wir unter anderem 3D-Drucker oder auch wasserstoffbetriebene Autos betrachten. Da die Veranstaltung auch als Information über das zukünftige Studium galt, kamen wir in Kontakt mit Studierenden, tauschten uns aus und konnten zahlreiches Informationsmaterial der Martin-Luther-Universität mit nach Haus zu nehmen.
Nach dieser kurzen Pause wurde der Zauber der Chemie Wirklichkeit und das Highlight der Veranstaltung sollte folgen. Für den zweiten, praktischen Teils der Vorlesung hatten ExpertInnen im Hörsaal zahlreiche Experimente vorbereitet. So brachten sie zum Beispiel mit Wasserstoff gefüllte Ballons mit Hilfe einer Feuerquelle zum Explodieren. Die enorme Lautstärke der Explosion war dann doch für alle Anwesenden eine Überraschung. Durch flüssigen Sauerstoff wurden die Lieblingsblumen vieler Frauen, Rosen, erfroren und zersplitterten nach der kleinsten Berührung. Auch die Experimente „Glühwürmchen“ oder „Luminol“ brachten uns zum Staunen und unsere Gesichter zum Strahlen. Beim „Luminol“- Experiment reagierte eine Essenz mit Wasserstoffperoxid und ein Leuchten konnte beobachtet werden. Neben all den grandiosen sichtbaren Erscheinungen wurden die Experimente immer wieder erklärt und wir stellten bei dem einem oder anderem Experiment fest, dass das Wissen über chemische Abläufe durchaus in der Vergangenheit im Chemieunterricht erlernt wurde.
Vollkommen begeistert stand nach einer zweistündigen Vorlesung die Rückfahrt in die Heimat Calbe an. Während der Busfahrt konnte man von allen Plätzen Gesprächen über die Eindrücke und Meinungen des Erlebten lauschen. So gewannen wir durch einen Nachmittagsausflug viele neue Impressionen und erhielten einen Einblick in den Alltag an einer Universität.
Wer weiß, vielleicht wurde an diesem Tag die Begeisterung für die Chemie eines Wissenschaftlers oder einer Wissenschaftlerin von morgen, abseits des Chemieunterrichts in der Schule, geweckt.
Eines ist klar: Das Erlebte wird noch lange im Gedächtnis bleiben!












