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Schilleraner als Abgeordneter in Berlin

Durch den Geschichts- und Sozialkundeunterricht wurde ich, Bennet Fritsche, derzeit Neuntklässler am Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe  – immer interessierter an der großen und vielfältigen Politik unseres Landes.

Um mich über Führungen im Reichstagsgebäude zu informieren, surfte ich auf der Internetseite des Deutschen Bundestages und stieß dabei auf das Großplanspiel für politisch interessierte Jugendliche „Jugend und Parlament“. Um abschließend teilnehmen zu können, musste ich mich mit einem Mitglied des Bundestages aus meinem Wahlkreis in Kontakt setzen. Da ich selbstbereits Mitglied in der SPD bin, habe ich den Bundestagsabgeordneter Burkhard Lischka angeschrieben. Die Chancen eine Zusage zu erhalten, schätze ich eigentlich als sehr gering ein, da jeder Abgeordnete nur einen Jugendlichen zwischen 16 und 22 Jahren entsenden durfte. Allerdings bekam ich überraschend schnell sowohl eine Zusage vom Wahlkreisbüro als auch vom Bundestag.

Zu einem verlängerten Wochenende reiste  ich also in die Bundeshauptstadt nach Berlin. Dort angekommen, wurden wir jungen„Aushilfs-Politiker“ mit einer neuen Identität als fiktiver Abgeordneter in einer Partei ausgestattet. Anhand hypothetischer Gesetzesentwürfe bearbeiteten, diskutierten und korrigierten wir diesen in den nächsten Tagen in verschiedenen Ausschüssen und stimmten am Ende im berühmten Plenarsaal des Reichstages darüber ab.

Als Gesetzesentwürfe wurden „Direkte Demokratie“, „Bundeswehreinsatz in einem Kriegsgebiet“, „Tierschutz in der Landwirtschaft“ und „Deutsch als Landessprache“ ausgewählt. Ich selbst war Mitglied des Innenausschusses und hatte in dieser Funktion den Gesetzesentwurf „Direkte Demokratie“ zu bearbeiten. Als Vertreter der PGS, musste ich mich persönlich nicht groß in meiner Rolle umstellen, da die grundlegenden politischen Ansichten vergleichbar mit denen der SPD waren.

Rückblickend war es unheimlich interessant den Vorgang eines Gesetzes live und den Räumen, in denen es sonst um echte Gesetzesentwürfe geht, mitzuerleben. Außerdem hatten wir noch eine Hausführung, eine Besichtigung der Kuppel und ein zweistündiges Treffen mit unserem nominierten Bundestagsabgeordneten. Als Fazit muss ich sagen, dass die Tage im Bundestag mir sehr viel Spaß gemacht haben, ich enorm viel gelernt habe und nun auch verstehe, dass dieser Job sehr stressig und nicht so einfach ist, wie es von außen manchmal scheint.

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Von Miami über Bollen-Calbe nach Chicago

Kerstin? Kyrstin? Kristine? Kristen Gerdts ist definitiv unter vielen Namen an unserer Schule und insbesondere bei unseren Lehrern bekannt. Seit Anfang September besucht die 18-jährige die 10. Klasse des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe.

In Miami hat Kristen ihren High School Abschluss schon gemacht und bevor sie sich ins Collegeleben in Chicago stürzt, absolviert sie hier, in Calbe, ein Auslandsjahr bis Mitte Juni dieses Jahres. Dieser Auslandsaufenthalt ist ein vom Bundestag getragenes„Parlamentarisches Patenschafts Programm“ und unterstützt die Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland.

Mit minimalen Deutschkenntnissen kam Kristen, auch „Kris“ genannt, am 3.September des letzten Jahres zu mir, Emely Schmidt, in die Familie und war nach kürzester Zeit ein Teil von uns, was es unvorstellbar macht, dass ihr Auslandsjahr in knapp einem Monat, am 20. Juni, zu Ende geht. Ihre Klasse, ihre Familie und ihr Akrobatikteam aus Nienburg werden die offene und freundliche gebürtige Kolumbianerin definitiv vermissen.

Besonders mir wird meine nervige, ältere, aber kleinere Schwester fehlen. In ihrem Jahr hat Kris viel von Deutschland und Europa gesehen, und die deutsche Kultur nicht nur kennengelernt, sondern auch gelebt – vom Oktoberfest bis zum Schnitzel mit Spargel essen bei Oma. Die Sprache ist ihr jetzt auch nicht mehr fremd, und Sätze wie: „Ist noch Kinderschokolade da?“ oder „Das ist geil!“ höre ich mehrmals die Woche. Am meisten werde ich es vermissen mit ihr zusammen jeden Freitag unsere Lieblingsserie auf Netflix zu schauen, unsere stundenlangen Gespräche auf „denglisch“ über Gott und die Welt und unsere, sehr unharmonischen, Duette zum Radio im Auto.

Ich hoffe, sie nimmt viel von ihren Erfahrungen und Erlebnissen für ihr späteres Leben mit und vergisst unser schönes Bollen-Calbe nicht so schnell.

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Abiturienten verleihen dem Schulgebäude neuen Glanz

Wir, der Abiturjahrgang 2017, wollten uns bei der Schulleitung und den Kollegen des Friedrich-Schiller-Gymnasiums bedanken. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, dem Schulgebäude einen neuen Blickfang zu schenken. Schnell setzten sich Rolf Schwalenberg und Jerome Schroeder mit lokalen Unternehmen in Verbindung.

Nachdem wir unser Vorhaben vorgestellt haben, begann auch zeitnah die Fertigung des neuen Aufhängers in Form unseres Schullogos, dem Schillerapfel.

Zunächst musste eine Stahlplatte mit 2000 mm Höhe und 1000 mm Breite besorgt werden.Dabei war eine Stärke von 5 mm besonders wichtig, da sich die Platte sonst während des Verzinkens verzogen hätte. Diese finanzierte die Landwirtschaft Dr. Bernd Schwalenberg aus Nienburg, welche auch für den Transport des Objektes zwischen den einzelnen Standorten aufkam.

Anschließend wurde die Platte von der DOPPSTADT CALBE GmbH kostenlos zugeschnitten. Da sich durch diesen Vorgang scharfkantige Ränder bildeten, musste der Aufhänger nun noch bearbeitet werden. Mit diesem Problem half uns die Rothmann GmbH in Nienburg, welche für uns das Abschleifen übernahm und zusätzlich Löcher für die späteren Fixierungen bohrte.Zuletzt wurde der Schillerapfel, inklusive Verschnittzu ZINKPOWER Calbe GmbH & Co. KG transportiert, wo er – ebenfalls kostenlos – für uns verzinkt wurde und dadurch einen langanhaltenden Korrosionsschutz erhielt.

Nach der Übergabe am letzten offiziellen Schultag unseres Jahrgangs, wurde unser Geschenk vom Hausmeister gut sichtbar für alle an der linken Seite des Verbinders mit Abstandhaltern befestigt.

Als Jahrgang bedanken wir uns bei allen Sponsoren und der Schulleitung für Ihr Engagement und Interesse an diesem Projekt.

  • DOPPSTADT CALBE GmbH: Zuschnitt
  • Landwirtschaft Dr. Bernd Schwalenberg: Transport
  • Rothmann GmbH in Nienburg: Bearbeitung
  • HUSE & PHILIPP GmbH & Co. KG: Platte
  • ZINKPOWER Calbe GmbH & Co. KG: Verzinkung
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Sozialkunde mal anders – Bundestagsabgeordneter zu Gast

Sozialkundeunterricht heißt, sich theoretisch und praktisch mit vielen Aspekten des politischen Lebens in Deutschland, Europa und der Welt auseinanderzusetzen, Zusammenhänge zu verstehen, zu lernen, sich aktiv in unsere Gesellschaft einzubringen.

Vieles von dem haben die Schüler der 10.Klassen in den vergangenen Wochen und Monaten gelernt – vor allem in der Theorie. Den Praxisteil übernahm nun jemand, der sich hervorragend im politischen Tagesgeschäft auskennt, und der nicht zum ersten Mal zu Gast am Friedrich-Schiller-Gymnasium war: Burkhard Lischka, SPD-Vorsitzender unseres Bundeslandes und Bundestagsabgeordneter, besuchte im Rahmen der Europawoche unsere Schule, um sich in einer zweistündigen Diskussionsrunde den Fragen der neugierigen Schülerinnen und Schülern zu stellen.

Es gab interessante, teils lebhafte Diskussionen zu den verschiedensten Themen wie beispielsweise die aktuelle politische Lage in den Vereinigten Statten von Amerika, dem Ergebnis des Referendums in der Türkei, dem bevorstehenden Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union und dem Wahlergebnis in der französischen Präsidentenwahl, der erhöhten Terrorgefahr in ganz Europa. Aber auch das Bildungswesen der Bundesrepublik und der akute Lehrermangel in Sachsen Anhalt spielten eine Rolle. Aber auch zu aktuellen innen- und außenpolitischen Diskussionen und Entscheidungen im Bundestag  stand Burkhard Lischka kompetent und ehrlich Rede und Antwort.

Insgesamt bot diese kurzweilige Veranstaltung für die Schüler faszinierende Einblicke in die aktuelle politische Lage und zeigte, dass sich Politiker mit einer Vielzahl kritischer Probleme auseinandersetzen und für diese gleichsam passende Lösungen finden müssen, um den teils sehr großen Erwartungen der Bevölkerung und den komplexen politischen Herausforderungen überhaupt gerecht zu werden.

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Auswertung der Stadtrallye Brighton

Am 4. Mai versammelten sich alle Teilnehmer der Hastingsfahrt der Klassenstufe 7 des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe in der Aula, um die Gewinner des Stadtspiels zu küren. Doch zuerst schwelgten die Schüler in Erinnerungen und berichteten von ihren schönsten Erlebnissen auf der Fahrt.

Mit Abstand wurde das London Eye zu einer der schönsten besuchten Sehenswürdigkeiten benannt. Aber auch die Wanderung entlang der Klippen des Beachy Head wird unvergessen bleiben. Dann wurde es spannend: die Auswertung des Stadtspiels erfolgte. So mussten die Schüler im malerischen Küstenort Brighton verschiedene Quizfragen zur Stadt lösen und dazu auch Einheimische befragen. Das Team, welches mit den meisten richtigen Antworten sowie am schnellsten das Quiz abgab, wurde zum Sieger erklärt.

Nach und nach rief Frau Nindel die einzelnen Gruppen nach vorne. Von ihren Lehrerinnen Frau Cotte und Frau Gasch wurden sie beglückwünscht und erhielten ihr Teilnehmerzertifikat. Das Siegerteam um die Schülerinnen Laney Faltin, Fritzi Herzig, Sophia Krausmann, Lisa Scholtz und Sophie Wende (7c) konnte sich ein Mitbringsel aus London aussuchen. Stolz posierten die drei Gewinnerteams auf der Bühne unserer Aula und hielten ihre Teilnehmerurkunde in die Kamera.

Zum Schluss gab es einen riesen Applaus sowohl für die Gewinner als auch für die Planer der Fahrt, wobei hier insbesondere Frau Nindel, welche jedes Jahr den Besuch in England mit viel Hingabe plant und organisiert, ein besonderer Dank ausgesprochen wird. Sie sprach letztendlich auch das größtmögliche Lob an die Hastingsfahrer aus, denn es sei „ein Jahrgang mit dem man immer wieder fahren würde!“. Nun gilt es die Reise nachzubereiten, indem die Schüler Fotoalben, Reiseberichte, kleine Filme oder Plakate erstellen, sodass die Erlebnisse anschaulich verewigt werden.

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Grünes Klassenzimmer ist startklar für die neue Saison

Bei Sonnenschein und fröhlichem Vogelgezwitscher wurde das Grüne Klassenzimmer des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe von der Klasse 5b unter Leitung der Klassenlehrerin Frau Gasch für die neue Saison herausgeputzt.

Dazu wurde die Klasse in verschiedene Teams aufgeteilt: drei Gruppen kümmerten sich jeweils um die Außenbeete, indem sie liebevoll Unkraut zupften, den Boden mit viel Fleiß hackten sowie harkten, um am Ende frischen Rindenmulch darauf zu verteilen. Ein weiteres Team säuberte die Holzbänke und schliff sie mit Sandpapier ab. Anschließend wurden die Bänke mit einer Lasur gestrichen, sodass die Schilleraner noch lange etwas von ihren Baumstamm-Sitzbänken haben.

In der Mittagszeit hatte sich jeder Schüler eine Pizza oder auch einen Salat verdient. Dieser Frühjahresputz bereitete den Schülern nicht nur sehr viel Spaß, sondern zeigte ihnen auch, dass es neben dem Lernen auch mal gut tut, an der frischen Luft zu werkeln, ohne an die nächste Klassenarbeit oder den nächsten Test zu denken. Die Klasse 5b hofft jetzt auf baldige Besserung der Wetterlage, sodass die anstehende Lektüre von Robinson Crusoe in unserer grünen Oase stattfinden kann.

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Hausmeister in den Ruhestand verabschiedet

Sein Aufgabenfeld ist extrem vielfältig und reicht vom schlichten Aufschließen der Schule bis hin zum Schneeschieben im Winter, dem Rasenmähen im Frühjahr bis Herbst, dem Möbelaufbauen, dem Stühlerücken und letztlich sämtlicher Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten. Trotzdem wirkt der Hausmeister am Gymnasium zumeist im Hintergrund und ist gar bemüht den Schulalltag nicht zu beeinflussen.

Vor Kurzem wurde nach insgesamt zehn Jahren Herr Kießlich, der Hausmeister des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe, von der Schüler- und Lehrerschaft verabschiedet. Neben vielen freundlichen Worten,  Blumen und weiteren Utensilien für den heimischen Garten hatte die Schülerschaft für ihren Hausmeister eigens ein Gedicht verfasst, um seine Leistungen anzuerkennen:

„Was würden wir nur ohne ihn machen?

Völlig überfordert, wären wir mit all‘ den Sachen.

Denn was brauchen wir als Schülerschaft?

Natürlich einen Mann, der alles allein schafft.

Jemanden , der sich mit Lehrern und Schülern versteht.

Jemanden, der jedes Wehwehchen übersteht.

Wir brauchen einen, dem es nicht so schnell die Laune verschlägt,

der ab und an mal ein Späßchen verträgt.

Wir brauchen einen, der Sachen bringt zum Laufen,

und dafür sorgt, dass bei Rohrproblemen  wir nicht absaufen.

Wir brauchen einen, der sich jedem Wetter entgegenstellt,

der schon früh auf ist, wenn Schnee fällt,

der das Laub vom Hof vertreibt und dafür sorgt, dass alles in Ordnung bleibt.

Wir brauchen jemanden, der fleißig ist von früh bis spät,

der Blumen gießt, den Rasen mäht.

Jemanden, der auf dem Schulhof dreht seine Runden

bis in die späten Nachmittagsstunden.

Wir brauchen einen, der uns die Räume aufschließt,

der dafür sorgt, dass jeder die Wärme der Heizung genießt.

Und insgeheim denken auch die Lehrer, selbst der Rektor sich,

„Der Typ ist ja beliebter als ich“.

Und was ich als Vertreter aller sage,

dafür kamen nur Sie in Frage.“

Aus diesen Worten kann man sicherlich ableiten, dass Herr Kießlich seine Aufgaben als Hausmeister des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe zweifelsfrei erfüllt hat. Vielen Dank nochmal dafür.

Natürlich fand auch der Schulleiter, Herr Friederichs, ein paar herzliche Worte des Dankes an den fleißigen und allseits beliebten Hausmeister.

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Hakuna MatABI

Nachdem sich die diesjährigen Abiturienten des Friedrich-Schiller- Gymnasiums in den Tagen zuvor zu den Mottos „Erwachsen geworden – Kind geblieben“, „Die 1990er Jahre“ sowie „Gruselkabinett“ verkleideten, feierten sie wie gewohnt am Freitag mit der gesamten Lehrer- und Schülerschaft ihren letzten Schultag zu dem Thema „Hakuna MatABI“.

Bereits beim Ankommen an der Schule erkannte man schnell, dass nicht mehr die Schulleitung, sondern die Schülerinnen und Schüler der zwölften Klassenstufe die Macht über diese hatten. Die schrillen Klänge der Tröten waren kaum zu überhören, allerorts wurden Absperrungen befestigt. Man konnte sehen, wie um Parkkosten von Lehrern und Eltern gebettelt wurde. Einzelne Schülerinnen, die bereits am großen Eingangstor warteten, bemalten hilflose Schüler mit rotem Lippenstift. Nachdem man als Nicht-Abiturient fest daran glaubte, dass es nun nicht mehr schlimmer kommen konnte, erwartete einen im Schulgebäude die „totale Wildnis“. Neben einzelnen themenunterstreichenden Dekorationen wurden überall auf dem Boden die angesammelten Mitschriften der vergangenen Jahre verteilt, Fenster waren mit Zeitungspapier bedeckt sowie Tische und Stühle in den Klassenzimmern neu geordnet oder gar übereinander gestapelt, sodass es sich beinahe wie in der echten Wildnis anfühlte.

Ehe man sich auf weitere Überraschungen gefasst machen musste, fanden sich die meisten Schüler zuerst im Unterricht wieder, wo man zum ersten Mal an diesem Tag einen Schimmer von Normalität spürte, bevor kurz nach der kurzen Hofpause die große Vorstellung begann. Als über die Lautsprecher die charakteristische Titelmelodie von Disneys Meisterwerk „Der König der Löwen“ abgespielt wurde, war das das Zeichen, sich auf dem Weg auf den Schulhof zu begehen, um die große Abschlussshow nicht zu verpassen.

Dort angekommen überraschte man mit der Nachricht, dass die Tutoren der zwölften Klassen gefangen genommen wurden und  dass man diese nur dann freilassen würde, wenn sich die wilden Tiere der Savanne wieder beruhigten. So dauerte es nicht lange, bis sich Lehrer und Schüler zusammenschlossen und sich den Herausforderungen der Moderatoren, wie beispielsweise Schminken oder Wettessen, erfolgreich stellten. Durch die zusätzliche Aufführung von Tänzen  wurde die Stimmung bei allen Anwesenden nochmal kräftig angeheizt, bevor der große Höhepunkt, die Befreiung der gefangenen Tutoren, erreicht war.

Trotz des eigentlich sonst so erfreulichen Anlasses des Events wurde es gegen Ende der Veranstaltung emotional, als sich die Abiturienten schließlich bewusst wurden, dass dies der letzte Schultag ihres Schülerdaseins war und dass bald ein neuer, spannender Lebensabschnitt für sie beginnen würde. Nachdem man sich mit einem Abschiedsgeschenk, einem neuen Wappen in Form des Schillerapfels, welches zukünftig das Gymnasium von außen schmücken soll, bei der Schule für die vergangenen acht Jahre bedankte, verabschiedeten sich die Abiturienten untereinander und brachten danach mit großer Freude und viel Elan wieder Ordnung in die oben beschriebene Wildnis.

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Schilleraner erleben Unialltag hautnah

Nachdem im vergangenen Jahr ein Besuch an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg auf dem Plan stand, fand der Studieninformationstag für die 11. Klassen des Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe in diesem Jahr in Halle statt. Die Martin-Luther-Universität war das Ziel.

Der Besucherdienst der Universität bereitete den Aufenthalt vor und machte Angebote, für die sich die Schüler bereits im Vorfeld eintragen konnten. Jeder Schüler musste zwei Angebote annehmen. Das heißt, zwei 90-minütige Vorlesungen oder Seminare besuchen. Unialltag pur und live, z.T. auch mit längeren Fußwegen zwischen den Veranstaltungsorten verbunden. Da musste sich mancher ganz schön beeilen, um trotz des „akademischen Viertels“ pünktlich anwesend zu sein.

Nach einer kurzen Einführung im Löwengebäude durch Jenny Chaudhry und der Vorstellung der Studienbotschafter, die die Schüler begleiteten, ging es dann auch schon los: Angewandte Ökonomie, Analysis, Experimentalphysik, Economy, State and Society, Nachhaltigkeitsmanagement, Ingenieurgeologische Erkundung, Medienanalyse, Rechtspopulismus, Vergleichende Systemanalyse und vergleichende Politikwissenschaft hießen die Themen.

Erstmals saßen die zukünftigen Calbenser Abiturienten in einem Vorlesungssaal oder Seminarraum, zusammen mit Studenten, Dozenten, z.T. mit Professorentitel. Sie merkten, wie anstrengend 90 Minuten Konzentration sein können, weil sich Niveau und Themen von der Schule unterscheiden, erfuhren aber auch, dass Studenten mitschrieben oder das Gesagte am Laptop verfolgen. Professor Reinhold Sackmann erzählte uns, dass das Mitschreiben für ihn nicht wichtig sei, sondern dass die Studenten die ins Netz gestellten Vorlesungen nacharbeiten, reflektieren. In seiner englischsprachigen Vorlesung gab es außerdem semi-naristische  Anteile, das heißt, die Hörer mussten sich zusammen mit ihrem Nachbarn mit Problemstellungen auseinandersetzen.

Alles in allem war dieser Tag positiv, sehr informativ, überraschte, brachte völlig neue Erkenntnisse und Einsichten, begeisterte auch einen Teil der Schüler. Enttäuschungen gab es auch, weil im Vorfeld gemachte Angebote aus Krankheitsgründen kurzfristig abgesagt werden mussten. Aber: eine gewisse Flexibilität gehört zum studentischen Lernen eben auch dazu.

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Hastings 2017 – viele Fotos und viele tolle Erinnerungen

Wie in jedem Jahr fuhren die siebten Klassen des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe in das südenglische Hastings. Die Fahrt fand in diesem Jahr vom 25. bis 31. März statt. Bei insgesamt 65 Schülern und neun Erwachsenen ist der Organisationsaufwand schon ein kleines Meisterwerk, doch Englischlehrerin Frau Nindel schafft es jedes Jahr aufs Neue. Schon zum 21. Mal liefen An- und Abreise sowie die Besichtigung der Sehenswürdigkeiten reibungslos ab.

Treffpunkt für die Abfahrt war wie in jedem Jahr die Bushaltestelle an der Sporthalle. Jedoch ging es dieses Mal etwas früher los, da die Fähre, welche wir in den letzten Jahren nahmen, gestrichen wurde. Schon 18:30 Uhr sollten wir also da sein. Allerdings ging es erst ca. 19:10 Uhr los, weil der Busfahrer den Bus zum ersten Mal gefahren ist. Die Fahrt verlief bis Dortmund aber problemlos. Dort kam der neue Fahrer für England. Erwin war bei den meisten Schülern sofort beliebt. Daran änderte sich auch nichts, als er am Zoll versehentlich gegen eine Ampel fuhr.

Danach ging es auf die Fähre und wir konnten bei schönstem Wetter die Aussicht auf Frankreich, später England und einen traumhaften Sonnenaufgang genießen. Nach einer halben Stunde war vielen jedoch schon ziemlich übel. Der erste Eindruck von England erinnerte mich persönlich an die Landschaft aus der berühmten englischen TV-Serie „Shaun das Schaf“.

Die erste Station war Canterbury. Nach der Besichtigung der Tales und der berühmten Kathedrale konnten wir das erste Mal echte englische Fish and Chips probieren und hatten danach Freizeit zum Shoppen.

Nach einer anstrengenden Anreise und einem aufregenden ersten Tag kam dann das nächste Highlight: endlich durften wir unsere Gastfamilie kennenlernen! Unsere Koffer wurden freundlicherweise von einigen Jungs ausgeladen, sodass die Mädels oben im Bus schon mal ihren Kram zusammensuchen konnten. Dann war es endlich soweit:  Gasteltern oder Taxis kamen an und wir wurden einzeln aufgerufen und luden die Koffer ins Auto. Am ersten Abend mit der Gastfamilie bezogen wir die Zimmer, stellten uns vor und unterhielten uns beim Essen. Abschließend gönnten wir uns erstmal unseren wohlverdienten Schlaf.

Am Montag hieß es dann direkt wieder früh aufstehen, denn Pick Up, also Abfahrt von einer Haltestelle in der Nähe, war schon um 7:30 Uhr. Danach konnten wir uns auf der zweistündigen Fahrt nach London noch ein bisschen ausruhen. Dieser London-Tag begann mit einer Stadtrundfahrt, wobei schon kräftig fotografiert wurde. Erster Halt waren die „Thames Flood Barriers“, also die Flutbarrieren von London. Danach ging  es weiter zu Madame Tussaud´s. Es wurden viele Selfies mit allen möglichen Stars, historischen Persönlichkeiten, Sportlern und natürlich der Queen und ihrer Familie gemacht. Die Fahrt mit der U-Bahn, in London „Tube“ genannt, war auch ziemlich cool. Ausgestiegen sind wir in der Nähe des Tower of London, wo man sich die berühmten Kronjuwelen und eine Waffenausstellung anschauen kann. Von den wertvollen und wunderschön glänzenden Kronen und anderen Schmuckstücken waren besonders die Mädchen beeindruckt. Die vielen Waffen und Rüstungen sprachen eher die Jungs an. Den Abschluss des Tages bildete eine entspannte Bootsfahrt in Richtung O2-Arena. Dort wartete der Bus dann auf uns.

Am zweiten London-Tag, Mittwoch, gab es eine Planänderung. Das bedeutete, dass wir gleich Freizeit am Piccadilly Circus hatten. In unseren kleinen Gruppen erkundeten wir die unzähligen Läden und Geschäfte an der berühmten Kreuzung. Danach ging es zu Fuß durch den Sankt James Park und direkt am Buckingham Palace vorbei, wo natürlich viele Fotos gemacht wurden. Wir erreichten schließlich das London Dungeon und tauchten in das finstere mittelalterliche London ein, und am Ende gab es noch ein kostenloses Getränk für alle. Die letzte Station an diesem Tag war das London Eye, ein Highlight für viele Schüler. Die atemberaubende Aussicht ließ uns auch die größte Höhenangst vergessen. Nach einem anstrengenden Tag fuhren wir müde zurück nach Hastings.

Am Dienstag konnten wir mal ausschlafen. Da der Pick Up erst um neun war, hatten wir genügend Zeit, um uns noch mit den Gastfamilien zu unterhalten. Nach einer einstündigen Fahrt durch die wunderschöne englische Landschaft erreichten wir die Klippen. Bei Sonnenschein, aber doch ziemlich starkem Wind ging es mal bergauf, mal bergab. Auf halber Strecke legten wir eine Pause ein und machten uns über die Lunchpakete her. Schließlich erreichten wir den Bus und fuhren nach Brighton. Die Stadtrallye gestaltete sich als besonders schwierig, da man unter den vielen Touristen am Strand erstmal Einheimische finden musste. Als dann doch die meisten Fragen gelöst waren, gönnten wir uns Fish and Chips und eine wohlverdiente Pause am Strand oder gingen shoppen.

Nachdem wir uns am letzten Morgen von den Gastfamilien verabschiedet hatten, ging es nochmal ins Stadtzentrum von Hastings und dann zu Fuß zu den Schmugglerhöhlen. Tief unter der Erde erfuhren wir mehr über den Schmuggel in England und woher die Waren kamen. Es gab Spiele, Experimente und sprechende Puppen. Nach diesem Abenteuer liefen wir den Weg durch die Gassen zurück. Im Bus wurde sich für die lange Fahrt schon wieder häuslich eingerichtet. Unsere planmäßig letzte Station in dieser Woche war Ashford. In Ashford gibt es ein großes Outlet-Center, welches die Herzen aller Hobbyshopper höher schlugen ließ. Nach einer anstrengenden Shoppingtour stärkten wir uns, wenn noch Geld übrig war, bei McDonald´s. Wenn unsere Eltern wüssten! Mit neuen Schuhen, Klamotten und anderen Sachen ging es dann auf zum Zug nach Dover.

Leider hatte unser Zug Verspätung und so hatten wir noch mal Freizeit an einer Raststätte. Und als es schon fast dunkel war, fuhren wir dann zum Zug. Das Einparken in den Zug sah schon ziemlich kompliziert aus, doch zum Glück ging alles gut. Den Zug hatten wir uns wahrscheinlich alle etwas anders vorgestellt. Es gibt einige kleine Fenster, durch die man im Tunnel aber gar nichts sehen kann. Zum Glück durften wir vor dem Bus rumlaufen, denn im Bus war es unerträglich heiß, weil der Busfahrer den Motor nicht anlassen darf. Nach einer halben Stunde waren wir dann auch schon wieder draußen, und zwar in Frankreich! Ab hier gab es dann weniger Pausen und irgendwann wurden wir von der Morgensonne in Deutschland geweckt. Bald riefen wir die Eltern an, dass wir demnächst in Calbe sein würden. Und dann war es so weit: eine wirklich tolle Woche ging zu Ende. Alle kamen erschöpft und müde nach Hause und wir konnten uns endlich in unseren eigenen Betten ausschlafen.