In der Vorweihnachtszeit besuchten die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 5 des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe das historische Theater in Bernburg. Die traditionsreiche Spielstätte, die mit ihrer besonderen Atmosphäre schon beim Betreten weihnachtliche Vorfreude versprühte, bot den perfekten Rahmen, um gemeinsam in die besinnliche Zeit einzutauchen.
Aufgeführt wurde das bekannte Märchen „Das kalte Herz“ nach Wilhelm Hauff. Die Geschichte, die von Sehnsüchten, Gefühlen und den wirklich wichtigen Dingen im Leben handelt, zog das junge Publikum sofort in ihren Bann. Die Inszenierung beeindruckte nicht nur durch aufwendige Kostüme und fantasievolle Bühnenbilder, sondern auch durch die eindrucksvolle Darstellung der inneren Konflikte der Hauptfigur.
Besonders begeistert waren die Kinder davon, dass sie aktiv in das Geschehen einbezogen wurden. Immer wieder wurden sie zum Mitmachen und Mitdenken animiert – sei es durch Mitsingen oder durch kleine Aktionen, bei denen das Publikum auch eine Rolle übernahm.
Am Ende der Vorstellung verließen die Schülerinnen und Schüler das Theater mit leuchtenden Augen und einem Lächeln im Gesicht. Der gemeinsame Besuch im historischen Theater hat nicht nur die Vorfreude auf Weihnachten verstärkt, sondern auch Werte wie Mitgefühl, Freundschaft und die Bedeutung des Glücks ins Zentrum gerückt. So wurde der Theaterausflug zu einem besonderen Erlebnis, das noch lange nachklingen wird.
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Mal wieder Goethe …
und Schiller war natürlich auch dabei.
Generationen von Schülern haben im Deutschunterricht natürlich den Faust gelesen. Diese Tradition bröckelte im vergangenen Jahr etwas am Friedrich-Schiller-Gymnasium in Calbe, aber zum Glück gibt es ja ganz in der Nähe ein Theater, was die 12. Klassen traditionell dann im 3.Kurhalbjahr zum Thema Drama besuchen.
Das Carl-Maria-von-Weber-Theater in Bernburg war also das Ziel Anfang April. Die im Dezember ausgefallene Faust I-Aufführung wurde nachgeholt.
Das Eislebener Ensemble präsentierte die bekannten Protagonisten auf ganz eigene Art und Weise: ein puristisches Bühnenbild, was nahezu unverändert in jeder Szene genutzt wurde, Mephisto im verbalen Scharmützel mit einer Herrin, Faust und Gretchen, eher leger gekleidet, mit Laptop bzw. Handy, ohne diese überzustrapazieren, das Symbol des Erdgeistes auf eine Leinwand projeziert und zur Freude unserer Schüler Technomusik, aufgelegt von einer DJane in der Hexenküche, dann auch in der Szene Walpurgisnacht.
Aber der Text war dann doch ganz schön original. Ein gelungener Kontrast, der die dramtischen Folgen der Handlungen des Grenzüberschreiters Faust und seines teuflischen Kumpanen dennoch im Mittelpunkt beließ, die Figuren in ihren Freuden, Ängsten und Nöten genau zeichnete. Eine gelungene Inszenierung, weil sie Goethes Intentionen doch ziemlich genau getroffen hat.