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Schilleraner überraschender Landesmeister im Badminton

Das moderne Badminton hat heutzutage nur noch sehr wenig mit dem artverwandten Rückschlagspiel Federball zu tun. Zwar wird das Spielgerät weiterhin von dem Spieler mit einem Schläger über das Netz geschlagen mit dem Versuch diesen auf das Feld des Gegners zu platzieren, allein die Dynamik und die Schnelligkeit des Spiels hat sich deutlich verändert, sodass den Zuschauern bei den sehr schnellen Ballwechseln schon mal schwindelig werden kann.

Auch das Calbenser Gymnasium meldet im Rahmen des sportlichen Wettstreits verschiedener Schulen unter dem Motto „Jugend trainiert für Olympia“ eine eigene Badmintonmannschaft und dies sehr erfolgreich.

Nachdem sich die Schilleraner souverän im Kreisfinale durchsetzten und auch im Regionalfinale der Konkurrenz keine Chance ließ, stand bereits der unerwartete Einzug in das Landesfinale von Sachsen-Anhalt zu Buche.

Gegen die Sekundarschule Querfurt entwickelte sich ein sehr spannendes und tolles Duell, indem die Calbenser mit dem Sieg im athletischen Teil vorlegen konnten. Mit dem Unentschieden im Spielbetrieb, nach vielen hochspannenden Begegnungen, konnten die acht Badmintonspieler des Friedrich-Schiller-Gymnasiums nach dem knappen Endergebnis des Landesmeistertitel feiern.

Sportlehrerin Gabi Seebach konnte ihre Freude kaum in Worte fassen: „Ich bin verdammt stolz auf diese wirklich tolle Leistung, jeder hat einen großen Anteil an diesem überraschenden aber zugleich verdienten Titelgewinn.“

Aufgebot des Friedrich-Schiller-Gymnasiums: Kim Süßmilch, Isabell Schünemann, Tessy Volk, Marie Eisner, Max Bläsing, Toni Graefe, Oliver Sander und Alexander Stock

Gelöste Stimmung beim Schilleraner Badminton-Team bei den Landesmeisterschaften von Sachsen-Anhalt.
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Schilleraner rocken den Brocken

Tilman Treue – Volksstimme Schönebeck vom 11. Juli 2011

„Wir rocken den Brocken“, so stand es allen rund 400 Schilleranern auf den Rücken geschrieben. Schüler und Lehrer gleichermaßen streiften sich am Donnerstag ein eigens angefertigtes Schul-T-Shirt über und wanderten auf den höchsten Berg des Landes.

Die Idee, zum 20-jährigen Jubiläum des Gymnasiums Sachsen-Anhalt aufs Dach zu steigen, kam von der Fachschaft Sport, die trotz des hohen organisatorischen Aufwands Schulleitung und Kollegium dafür begeistern konnten. Wochenlang saßen die beiden Lehrerinnen Birgit Kirchhoff und Gabi Seebach über Listen und Plänen, bestellten die Busse für den Transport und teilten die Klassen auf. Je vier Reisebusse steuerten schließlich Schierke und das Torfhaus an, so dass die Schillergymnasiasten von zwei Seiten den Gipfel erklommen.

Die jüngeren Schüler nahmen den steilen Aufstieg durch das Eckerloch in Angriff und merkten recht schnell, dass der Weg zum Brocken kein Spaziergang ist. Steine, Wurzeln und zum Teil Holzstege waren für die meisten echtes Neuland. Dennoch ließen sie sich nicht abschrecken und zogen mit, so dass nach zwei Stunden alle die Aussicht vom Gipfel genossen. Den weiteren Weg hatte die zweite Schiller-Gruppe vom Torfhaus aus, dichterisch passend über den Goetheweg. Nach gut zwei Stunden war sie nahezu zeitgleich auf dem Brocken angekommen, gönnte sich bei bestem Wetter und Sonnenschein eine Pause in 1142 Metern Höhe. Gerade die älteren Schüler hätten wohl gern noch ein wenig länger die an diesem Tag wunderbare Aussicht genossen, doch im Tal warteten bereits die Busse für die Rückfahrt.

Zum gemeinsamen Gruppenbild trafen sich alle rund 400 Schüler und Lehrer vor dem Brockenhaus. An ihren dunkelblauen Shirts waren sie bereits von weitem zu erkennen und sogar der bekannteste Wanderer des Harzes, „Brocken-Benno“, fragte: „Ihr seid wohl als ganze Schule hier oben?“, was die Gefragten stolz bejahten.

Zurück in Calbe kommentierten zwei Mädchen der 7. Klassen augenzwinkernd: „Ja, es war doch ganz schön.“ Sie sprachen damit für etliche Schüler, die gerade beim anstrengenden Aufstieg die Idee ihrer Sportlehrer gar nicht mehr so toll fanden. Am Ende waren aber alle mächtig stolz, einmal und vor allem gemeinsam den Brocken erwandert zu haben, denn umkehren oder aufgeben kam für keinen der rund 400 Schilleraner in Frage. Dank der guten Organisation und des passenden Wetters wurde der besondere Jubiläums-Ausflug zu einem perfekten Tag, der ganz gewiss in die Schulgeschichte eingehen wird.