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Zum Abschied ein stimmungsvolles „Tschö“

Leider wird es fast schon zur Gewohnheit, dass Schulleiter Rolf-Uwe Friederichs zu Beginn der Dienstberatungen am Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe sehr verdienstvolle Kollegen in den wohlverdienten Ruhestand  verabschieden muss. Bevor allerdings das stimmungsvolle „Tschö“ für die beliebte Frau Kreuch beginnen konnte, begrüßte er mit Frau Zinecker und Herrn Dr. Dick zwei neue Lehrer in den eigenen Reihen.

Musiklehrerin Katrin Püsche organisierte eigens Akkordeonspieler Marco Sievert aus der sechsten Klasse, „um Frau Kreuch in die heimatlichen Ostseewellen träumen zu lassen“. Mit den beiden Songs „Biskaya“ und „He´s a Pirate“ keimte schnell Ostseestimmung auf, ein toller Bezug zu ihrer Heimatstadt Bad Doberan. Der Weg, oder vielleicht besser gesagt die gesellschaftliche Notwendigkeit, führte Frau Kreuch und ihren Mann nach dem Studium an der Humboldt-Universität Berlin jedoch in die Saalestadt Calbe. Hier war sie dann auch eines der Gründungsmitglieder des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe 1990.

Der eigenen Einschätzung nach „norddeutsch-kühl“ war die Geografie- und Geschichtslehrerin als Motivationskünstlerin für Schüler und Lehrer gleichermaßen bekannt und geschätzt. Mit einer großen Portion „norddeutschen Humors“ hatte sie nach den Worten des Schulleiters großen Anteil an der Ausgestaltung des Ganztagsschulkonzepts, der Arbeitsgemeinschaft Biotop, der Bibliothek und unzähliger außerschulischer Veranstaltungen.

Frau Kreuch mit Schülerin Meike bei der Blumenpflege im Biotop des Gymnasiums.

Wie gewohnt konnte auch Frau Kreuch mit einer witzigen Anekdote aufwarten. Sie beschrieb den Weg zum Gymnasium, als sie von einem kleinen Schüler angesprochen wurde: „Sind Sie meine neue Klassenlehrerin?“. Die Kollegen lachten reichlich und sie antwortete: „Das war schon 1979. Einmal umgedreht und schon stehe ich heute hier.“ Zum Abschluss ergänzt sie noch: „Ich habe schon gemerkt, dass die Schule nicht mein zweites Zuhause ist, ich mich hier aber über 40 Jahre lang unglaublich wohl gefühlt habe und mit vielen tollen Kollegen und Schülern arbeiten durfte.“

Die Abschiedsgeschenke der Lehrerschaft waren dann auch überaus passend: zum einen gab es einen schönen Restaurantgutschein für die Klosterküche in der Heimat Bad Doberan und in Anlehnung an ihre tolle Arbeit rund um das Schilleraner Biotop einen Faltstuhl mit vielen Gerätschaften und Leckereien. Ganz zum Ende blieb noch ein letztes „Tschö“.

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Frau Cotte und Frau Rombusch sagen „Auf Wiedersehen!“

Vor den Herbstferien ist am Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe eine sprichwörtliche Ära zu Ende gegangen. Mit Adelheid Cotte und Jutta Rombusch haben sich zwei bei Schülern, Eltern und Kollegen gleichermaßen beliebte Lehrerinnen in den Ruhestand verabschiedet, die über drei Jahrzehnte das Bild des Calbenser Gymnasiums mit prägten.

Nicht nur die Fächerkombination Deutsch und Englisch, auch das übermäßige Engagement für die  Schüler und damit die Schule und dabei neue Wege zu gehen, vereinen die Beiden. Frau Rombusch hat die Sprachreise ins englische Hastings für die siebenten Klassen unseres Gymnasiums etabliert und scheute auch die Konfrontation mit dem damaligen Bildungsminister nicht, um den auch heute noch absoluten Renner unter den Schülern durchzusetzen. Fest verknüpft ist der Name von Frau Cotte dagegen mit dem German-American-Partnership-Programm (GAPP), dank der langjährigen intensiven Arbeit ist dabei auch eine feste Freundschaft mit Frau Michel, der amerikanischen Organisatorin, entstanden.

Attribute wie „freundlich, hilfsbereit, direkt, fleißig, nachhaltig und erfolgreich“  sind sicherlich nur ein kleiner Versuch, die umfängliche Arbeit zu beschreiben. Als Gründungslehrer des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe, langjährige Fachschaftsleiter, verlässliche Berater, Tutoren und Klassenlehrer vieler Klassen fällt es vielen Lehrern und Schülern schwer, sich die Schulzeit ohne die Beiden vorzustellen. Und auch selbst mussten Frau Cotte und Frau Rombusch, nachdem das  Kollegium die letzte Dienstberatung nutzte, um gemeinsam zum Abschied den Beatles-Song „Let it be“ zu singen, zugeben, dass sie die zurückliegenden Jahrzehnte garantiert so schnell nicht loslassen und sie auch in der Zeit nach dem Lehrersein häufiger mal im Gymnasium vorbeischauen werden. Das klingt nach: „Auf Wiedersehen!“.

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„So! Lange! – so lange“

Lehrer  und Schülervertreter des Friedrich-Schiller-Gymnasiums hatten sich pünktlich nach der Zeugnisübergabe im großen Musikraum versammelt, um den langjährigen und beliebten Lehrer Wolf-Dieter Lange gebührend in den Ruhestand zu verabschieden.

Mit einer pointierten Betonung kann der Inhalt einer Aussage deutlich verändert werden. Genau dieses Mittels bediente sich Schulleiter Rolf-Uwe Friederichs in seiner Rede: „So! Lange!“ begann er, um unmittelbar zu ergänzen: „So lange – haben es nicht viele geschafft!“ und bezog sich dabei auf ein Schreiben des Landesschulamtes.

„So lange“ beschreibt dabei nur annähernd, auf welch eine lange Lehrerzeit Wolf-Dieter Lange zurückblickt. Nach dem erfolgreichen Studium der Fächer Geografie und Sport an der Berliner Humboldt Universität begann die eigentliche Lehrerkarriere 1976 an der vom ihm selbst liebevoll beschriebenen „Dorfschule“ in Eickendorf. Nach dem Wechsel an die POS „Karl Marx“ in Calbe im Jahre 1982 und dem nahtlosen Übergang nach der Wende zum Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe endet nun im Jahr 2016 sein 40-jähriges Wirken.

Im Umgang mit den Schülern hat er dabei ständig alle Register gezogen und ist in den Schülergenerationen für seinen Humor, seine Ironie und für sein uneingeschränktes Engagement bekannt. Insbesondere die bewusste oder unbewusste Wiederholung seiner Witze, um in alter Lehrermanier das inhaltliche Verständnis bei allen Schülern zu erreichen, wird Vielen in Erinnerung bleiben. Ein weiteres prägnantes Beispiel für seine Arbeit ist sicherlich sein Badmintonspiel: gegen die Schnelligkeit und Kraft der jungen und sehr motivierten Schüler konnte er allzu oft mit seinem guten Stellungsspiel gewinnen und somit immer neue Herausforderungen erzeugen. Aber auch bei den vielen anderen Sportarten war Herr Lange stets mit hundertprozentiger Leidenschaft dabei.

„So! Lange!“ könnte ergänzend auch nicht besser passen, denn in der Verabschiedung ließen sowohl der Schulleiter als auch alle anderen Kollegen, keinen Zweifel aufkommen, dass Wolf-Dieter Lange auch zukünftig ein fester Bestandteil der Schilleraner sein wird und das noch „so lange“. Abschließend war es dann auch wenig verwunderlich, dass sich seine Kollegen mit einem engagiert vorgetragenen Luftpumpenkonzert beim ihm verabschiedeten, aber eben nicht auf Dauer.