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Weimar, Goethe und viel mehr

Mit Weimar verbinden sich sofort Bilder und Begriffe, natürlich Goethe und sein Faust, Schiller, Buchenwald und für manche noch mehr.

Im Deutschunterricht wird der Weimarer Klassik (1786-1805) ein besonderer Platz eingeräumt, viele Namen werden neben den erwähnten genannt: Herder und Wieland, Herzog Carl August – Herrscher, Mäzen und Freund der Dichter. Aber auch die Frauen sind nicht zu vergessen: Herzogin Anna Amalia, früh verwitwet und erste Regentin, Mutter Carl Augusts, Herzogin Luise, ihre Schwiegertochter, Charlotte von Stein, Christiane Vulpius, Goethes Ehefrau. Und genau diese Personen spielten auch beim Besuch der 12. Klassen des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe in Weimar eine Rolle.

Alle Schüler mussten sich aus einer Auswahl für zwei „klassische“ Orte entscheiden. Letztendlich standen Goethes und Schillers Wohnhäuser und das Wittumspalais auf dem Besuchsprogramm.

50 Jahre lebte Deutschlands wahrscheinlich bekanntester Dichter am Frauenplan, zunächst zur Miete, dann im von Carl August geschenkten Eigentum, das schon recht kurz nach seinem Ableben 1832 der Öffentlichkeit teilweise zugänglich war. Der Audioguide vermittelte die wichtigsten Informationen zum Haus, zum gesellschaftlichen und Privatleben sowie zu seiner Arbeit.

Die geführte Tour durch die Ausstellung „Lebensfluten und Tatensturm“ ergänzte das Wissen zur Vielschichtigkeit Goethes, die weit über sein literarisches Schaffen und seine Begeisterung für Italien hinausging. Dabei schöpfen sowohl Ausstellung als auch Wohnhaus aus einem einzigartigen Fundus vielfältiger, wertvoller Originale.

Wirkt Goethes Wohnhaus – wohl auch schon zu Lebzeiten – eher wie ein Museum, ist Schillers Haus, für das er sich verschuldete, bescheidener, bürgerlicher. Und ist dennoch, oder gerade deswegen, nicht weniger interessant. Schiller stand zunächst im Schatten Goethes, wurde von ihm nach Jena (Geschichtsprofessur) „abgeschoben“ und ab 1794 für ein unglaubliches Jahr-zehnt immer mehr zum engsten Freund, literarisch und geistig inspirierenden Partner. Über den Verlust Schillers 1805 schreibt Goethe, er hätte „die Hälfte seines Daseins verloren“.

Das Theater im Gewölbe führte „Goethe und die Frauen“ auf und unsere Schüler verfolgten sehr aufmerksam und überwiegend mit viel Freude das teils amüsante Zwei-Personen-Stück. Die bereits erwähnten Frauen spielten die Hauptrolle, ob in ihrer Beziehung zu Goethe oder ihrer Bedeutung für die Weimarer Gesellschaft bzw. die Kulturszene des damals ca. 6000 Einwohner zählenden Örtchens. Legenden und Gerüchte, Temperament und Charakter der ungleichen Heldinnen, Klatsch und Tratsch standen für 90 Minuten im Mittelpunkt. Ein Schüler formulierte treffend: „Das Stück war die Zusammenfassung des Tages in Weimar.“

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Abiball-Foto erobert das Internet

Es ist sicherlich eine Erinnerung der besonderen Art die sich unsere Abiturienten selbst bescherten. Im sozialen Netzwerk Facebook erreichte das farbenfrohe Gruppenfoto der Schilleranerinnen insgesamt knapp dreieinhalb Millionen Personen und fast 50.000 „Gefällt mit“-Angaben. Werte, die auch in der überregionalen Presse für Aufsehen sorgten. Der Tag der Zeugnisausgabe und des Abiturballs hatte letztlich aber deutlich mehr zu bieten, als diese Momentaufnahme.

Bereits am Vormittag wartete auf die vielen Gäste im Staßfurter Salzlandcenter ein abwechslungsreiches Programm, in dem insbesondere die jüngeren Schilleraner begeisterten. Nach dem stimmungsvollen Auftakt durch den Schülerchor rezitierte Zehntklässlerin Anna Wachsmuth ihr eigenes selbstverfasstes Gedicht „Die Suche nach dem Ernst“. „Herr Ernst“ wurde darin als Person beschrieben, die irgendwie allgegenwärtig ist, aber trotzdem in der Rückschau auf die Lebensphasen deutlich im Hintergrund steht. Mit ihrem „Wunsch an die Jugend“ sorgten die beiden Fünftklässler Janine Nimmich und Jonas Brösel mit ihrem unbekümmerten Auftritt für reichlich Spaßmomente. Mit dem Blick eines „kleinen“ Schülers sagten sie: „Ihr könnt sehr stolz auf euch sein, denn sicher habt ihr all die Jahre eine Menge dafür gelernt. Nach einem Jahr Schulzeit am Gymnasium können wir da schon ein wenig mitreden. Aber wenn wir uns vorstellen, dass auch wir in sieben Jahren eine Abitur-prüfung bestehen sollen, läuft es uns jetzt schon eiskalt den Rücken runter.“

Im Anschluss folgte die Darlegung der Abitur-vorbereitung aus der Sicht von Schülern in Form eines Poetry Slams. Vorgetragen von Anh Trung Nguyen und verfasst von Paulina Flemming, beide Zehntklässlerinnen des Calbenser Gymnasiums, offenbarten sich insgesamt fünf „Lernphasen“: Phase 1 „unendlich viel Zeit bis zur Prüfung“, Phase 2 „Ich lerne am Wochenende“, Phase 3 „Heilige Scheiße, ist das viel Stoff!“, Phase 4 „Scheiß drauf – der Tag ist lang, die Nacht ist länger“ und Phase 5 „sinnlose Beschäftigungen suchen, um nicht lernen zu müssen, auch kreative Phase genannt.“ Abschließend der Satz: „Jetzt habt ihr es hinter euch und egal was vor dem Abi war, ab jetzt macht ihr Karriere“.

Für die verstärkt feierlichen Elemente sorgten neben dem Streichquartett die Festansprache von Schulleiter Herrn Friederichs, die Ausgabe der Reifezeugnisse durch die Tutorinnen Frau Cotte, Frau Püsche und Frau Sens und die Auszeichnung der Jahrgangsbesten durch den Vorsitzenden des Fördervereins unseres Gymnasiums, Herrn Sieche. Den emotionalen Höhepunkt insbesondere für die Abiturienten bildete zum Abschluss der Überraschungsauftritt der ehemaligen Mitschülerin Sophie Schmidt, die mit „Ein Hoch auf uns“ von Andreas Bourani für stehende Ovationen und reichlich Freudetränen sorgte. Zu deutlich späterer Stunde, es war bereits deutlich nach Mitternacht, standen die Abiturienten erneut auf der Bühne des Salzlandcenters und feierten gemeinsam mit der Band Ventura Fox ausgelassen diesen besonderen Tag. Zuvor erleuchtete ein Höhenfeuerwerk den Nacht-himmel, ähnlich farbenfroh wie das nun bereits berühmte Gruppenfoto vom frühen Abend.

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GlABIatoren verabschieden sich

Traditionell Ende April fand für die zwölften Klassen unseres Gymnasiums ihr letzter Schultag statt. Nachdem sie sich die vorherigen Tage zu den Themen „Gute Nacht!“, „Sommer, Sonne, Sonnenschein“, „Kindheitshelden“ und „Hipster“ kostümierten, rundeten sie die Woche mit dem Thema „GlABIator MMXV“ und einer großen Feier, an der alle Schüler und Lehrer teilhatten, ab.

In der vierten Stunde betraten die Zwölftklässler die Unterrichtsräume, lasen aus einer Schriftrolle vor und scheuchten die Schüler auf den Schulhof. Als alle beisammen waren, fuhr ein großer Wagen, der die Technik für die Musik im Gepäck hatte, auf das Schulgelände.

Mit einer amüsanten Rede ließen die drei Moderatoren, Yannick, Marcel und Sophie die Spiele beginnen. Zum Einstimmen des Fests tanzten die GlABIatoren-Frauen für das Publikum. Daraufhin wurden einige GlABIatoren-Spiele mit den Lehrern veranstaltet, unter anderem das „Tafelzeichnen“ und das „Seilziehen“. Später mussten auch die Krieger ihren Kriegstanz aufführen. Gegen Ende der Feierlichkeiten überreichten „die Gäste von weither“ ihre Geschenke aus dem Altem Rom. Blumensträuße wurden an die tapfersten Krieger unserer Schule überreicht. So fanden ebenfalls zwei Holzbänke mit der Inschrift „GlABIator MMXV“ ihren Platz auf den Pforten unseres Schulhofs, damit wir die Abschlussklasse 2015 nie vergessen werden.

Der wohl traurigste Moment des Events war gekommen: Der Abschied. Zuvor beendeten alle GlABIatoren gemeinsam mit einer schwierigen Tanz-Choreografie die Veranstaltung. Danach verabschiedeten sie sich voneinander und von ihren Angehörigen. Doch unser Gymnasium sollte nicht ihr einziges Ziel werden, denn sie machten nach der Feier auf dem Schulhof ganz Calbe unsicher.

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Große Gesprächsrunde zum Thema „Integration“

Kürzlich hatte das Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe hohen Besuch zu Gast. Auf Initiative des Calbenser Bürgermeisters Sven Hause nahmen die Integrationsbeauftragte des Landes Sachsen-Anhalt Susi Möbbeck, die Fachdienstleiterin Ausländer und Asyl des Salzlandkreises Ines Golonia, die Landtagsabgeordnete Petra Grimm-Benne (SPD) und der Landrat des Salzlandkreises Markus Bauer an einer Gesprächsrunde mit Schülern unserer zehnten und zwölften Klassen teil.

Mit den einführenden Worten: „Wir wollen vor Ort alle offen und transparent empfangen, die in Deutschland Asyl suchen“ führte Sven Hause zugleich die Begründung des Treffens aus. Im Rahmen einer munteren Diskussion wurden viele Aspekte zur Integration von Flüchtlingen und Asylsuchenden besprochen, Probleme diskutiert und vor allem Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt. Dies honorierte auch unser Landrat mit den Worten: „Ich bin froh, dass diese Veranstaltung in diesem Rahmen so stattfindet.“ Aber auch auf Schülerseite entwickelte sich breite Zustimmung, so sagte Nick Schmidt (10b): „Ich finde es besonders lobenswert, dass die Politiker auf uns Schüler zugehen.“ und Trung Anh Nguyen (10d) ergänzte: „Es ist schön, dass wir uns sozial engagieren können und uns hier viele neue Möglichkeiten aufgezeigt wurden.“

Insbesondere diese Selbstverständlichkeit der Integrations- und Hilfsbereitschaft blieb letztlich auch beim hohen Besuch in Erinnerung. Denn das Calbenser Gymnasium beheimatet derzeit zwar immerhin dreizehn Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund bewusst ist dies jedoch keinem Schilleraner, viel zu selbstverständlich ist der tagtägliche Umgang miteinander.

Große Runde mit den Politikern und den Schilleranern.
Kleine Gesprächsrunde im Anschluss an die große Runde mit weiteren Diskussionen zu den verschiedenen Themen.
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Amsterdam-Reisegruppe „Sonnenschein“

Anfang September diesen Jahres fuhren die 12. Klassen des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe als Abschlussfahrt nach Amsterdam. Hier ist kleiner Erfahrungsbericht der angehenden Abiturienten:

Nach achtstündiger Fahrt erreichten wir, erschöpft vom Singen im Bus, unser Hotel. Zum Ausruhen blieb keine Zeit, denn wir waren alle viel zu gespannt darauf das Anne-Frank-Haus zu besichtigen. Die bedrückende Stimmung übertrug sich auf viele von uns. Trotz der ernsten Gedanken fingen wir an uns auf unsere Freizeit zu freuen, denn es war ja schließlich unsere Abschlussfahrt. Nach der Besichtigung wurden erstmal die Restaurants inspiziert, um holländische Köstlichkeiten probieren zu können. Im Hotel angekommen wurden die unterschiedlichen Erfahrungen des Tages in einer gemütlichen „28-Mann“-Runde in einem Sechsbettzimmer ausgewertet. Kaum versahen wir uns, war die erste Nacht vorbei und der Wecker klingelte das erste Mal viel zu früh und es ging weiter mit Kultur.

Schönes Wetter, um am Wasser die Zeit genießen zu können.

Die Stadt wurde mit Hilfe einer originalen Niederländerin erkundet, wobei dem Rotlichtmilieu und dem ersten Coffeeshop besondere Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Natürlich gab es viel Wissenswertes beim Stadtrundgang, wie zum Beispiel, dass pro Woche mindestens ein Auto in die Amsterdamer Kanäle fährt. Anschließend wurde den Grachten wieder „besondere Aufmerksamkeit“ gewidmet, bei  einer Grachtenrundfahrt die knapp die Hälfte der müden Schilleraner verschliefen. Am Nachmittag folgte ein weiterer der vielen interessanten Programmpunkte der Woche: die Besichtigung der Heineken Brauerei.

Nach dem anstrengenden Tag fielen wir in unsere Betten und am nächsten Morgen ging es weiter in das Freilichtmuseum „ZaanseSchans“. Dort konnten wir traditionelle holländische Baukunst bewundern, kleine Gärten besichtigen, Schafen beim Grasen zu sehen, Käse verkosten und Windmühlen besichtigen. Nach diesem interessanten Erlebnis ging es zurück nach Amsterdam und einige bildeten sich im van Gogh Museum weiter, während andere beim Shoppen ihre „Karte zum Glühen brachten“. Abends setzten wir uns gemütlich in eine Bar, bevor wir uns aufmachten Amsterdam auf eigene Faust bei Nacht zu entdecken. Dabei wurde das Spiel S-Bahn-Bingo erfunden, wobei man sich ziellos in eine S-Bahn setzt. Des Weiteren zogen wir mit lauten Gesängen und „furiosen Dancebattles“ so manchen verwunderten Blick auf uns.

Den letzten Vormittag verbrachten wir bei einer Hafenrundfahrt in Rotterdam. Anschließend zurück in Amsterdam gingen wir den letzten Nachmittag wieder auf eigene Faust unseren Interessen nach, beispielsweise der Suche nach Meer. Außerdem wurde wieder S-Bahn-Bingo gespielt, was uns zum Stadion von Ajax Amsterdam führte. An diesem Abend wurde von vielen das letzte Essen mit den letzten Cents bezahlt, bevor es am nächsten Morgen Richtung Heimat ging.

Die Rückfahrt gestaltete sich deutlich leiser als die Hinfahrt und wir fuhren alle mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach Hause. Alles in allem lässt sich sagen, dass es eine absolut gelungene Abschlussfahrt war und wir uns hier auch noch mal bei den Organisatoren und unseren Tutoren bedanken wollen. „Es war MEGA!“

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Jugendoffizier zeichnet authentisches Bild der Bundeswehr

Zu Gast bei den beiden Sozialkunde-Kurse der zwölften Klassen des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe stellte sich der Verbindungsoffizier der Bundeswehr aus Magdeburg Sven Grüneisen den vielen Fragen zur Außen- und Sicherheitspolitik in Deutschland.

Ausgehend von dem Gefühl der Sicherheit und den vielen an der Beseitigung von internationalen Problemlagen beteiligten Institutionen und Organisationen entwickelte sich eine lebhafte und kritische Diskussion über die Rahmenbedingungen und Handlungsalternativen im Syrien-Konflikt. Eine perfekte Lösung jedoch konnte natürlich auch der Experte nicht aufbieten, eines stellte er jedoch klar: „ein militärischer Einsatz allein kann niemals ausreichen.“

Beispielhaft wurde anhand der Bundeswehr-Einsätze im Kosovo und in Afghanistan die Notwendigkeit vieler weiterer Arbeitsfelder der Außenpolitik aufgezeigt. Neben der allgegenwärtigen Diplomatie stellt die Wiederherstellung der Sicherheit für die Zivilbevölkerung im Krisengebiet und die damit einhergehende Entwicklungshilfe in allen Bereichen der Gesellschaft im Rahmen des Hauptziels „Hilfe zur Selbsthilfe“ im Mittelpunkt jedes Einsatzes.

Auch die Bekämpfung der Piraterie am Horn von Afrika, die Katastrophenhilfe im Inland (beispielsweise beim Hochwasser 2013 in Mitteldeutschland) und im Ausland (beispielsweise bei der Tsunami-Katastrophe in Banda Aceh) wurden thematisiert und sorgten für ein nahezu vervollständigtes und zugleich authentisches Bild der Bundeswehr.

Natürlich fragten die interessierten Schüler auch nach dem Karriereweg des Marineoffiziers und konnten sogleich unter anderem einen lebhaften Einblick in die Abläufe des Segelschulschiffs der Bundeswehr – der Gorch Fock – erhalten.

Die insbesondere für die Schüler gewinnbringende Zusammenarbeit mit der Bundeswehr im Rahmen des Themengebiets „Internationale Politik“ im Kursunterricht soll zukünftig einen festen Platz im Fach Sozialkunde einnehmen.