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Eine Party fürs Grundgesetz

Beitrag von MDR Sachsen-Anhalt

Bei Schülerinnen und Schülern löst der Unterrichtsstoff „Grundgesetz“ in der Regel keine Freudentänze aus. In Calbe hingegen gab es jetzt sogar eine kleine Geburtstagsparty für das „GG“.

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Kurzinterviews zur bewilligten umfangreichen Schulsanierung

Kurz vor dem Weihnachtsfest 2023 konnte der Calbenser Bürgermeister Sven Hause die lang erwartete Nachricht verkünden, dass die grundhafte Sanierung des Altgebäudes des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe mit einer Gesamtsumme von 5.966.000 Euro bestätigt wurde. Für die vielen beteiligten Personen, aber auch für die gesamte Schilleraner Gemeinschaft ist dies ein starkes Signal und ein Grund zu großer Freude.
Eine kleine Personenauswahl wurde hierzu in Kurzinterviews dazu befragt.

Dr. Gunnar Schellenberger, Landtagspräsident Sachsen-Anhalt

Als Landtagspräsident haben Sie viele andere Aufgaben, was versprechen Sie sich von ihrem langanhaltenden Engagement für die Sanierung des Calbenser Gymnasiums?
1985 bin ich nach Calbe an der Saale gezogen. 1985 - 1988 habe ich meine Laufbahn als Mathe- und Physiklehrer in der damaligen Schiller Schule angefangen und damit meine ersten praktischen Erfahrungen sammeln dürfen. Nach einigen weiteren Stationen wie meiner Promotion in Berlin und Tätigkeit als Lehrer an einem Gymnasium in Schönebeck bin ich 2002 in den Landtag von Sachsen-Anhalt gewählt worden.
Mein politisches Arbeitsfeld fiel auf das Thema Bildung und so wurde ich im März 2002 zum Ausschussvorsitzenden für Bildung, Wissenschaft und Kultur gewählt. Dieses Amt durfte ich bis 2016 ausüben. In diese Zeit fiel auch die erste Sanierungsphase des Schillergymnasiums in Calbe mit Bundesmitteln, für die ich mich stark gemacht habe. Der zweite Teil sollte sehr lange auf sich warten lassen.
Als Ausschussvorsitzender des Landtages für Bildung und als Mitglied des Kreistages war ich schon immer von der guten Bildungsarbeit am Schillergymnasium überzeugt. Die Frage nach dem Bestand hat sich für mich nie gestellt und ich war immer der Überzeugung, dass hier eine Notwendigkeit für ein umfassendes Schulnetz besteht. Calbe deckt den Raum zwischen Schönebeck, Bernburg und Staßfurt hervorragend ab und hat eine ausgezeichnete, inhaltliche Arbeit. Was fehlt, ist einfach nur die zweite Stufe der Modernisierung des Gymnasiums und da müssen nur die richtigen Pfade gefunden werden, um das in die Wege zu leiten. Nur so kann auch baulich der Wettbewerb zwischen den Schulen auf faire Art und Weise stattfinden. Dass das ein verdammt langer und steiniger Weg war, liegt manchmal so in der Sache. Doch aufgeben gilt nicht. So hat es länger gedauert als gedacht und es ist ein anderer Fördertopf geworden. Am Ende zählt das Erreichte.

Markus Bauer, Landrat des Salzlandkreises
Die Sanierung des Calbenser Gymnasiums war Ihnen auch persönlich ein Anliegen, was verspricht sich der Salzlandkreis davon?
„Die Lehrerinnen und Lehrer machen alle eine wahnsinnig tolle Arbeit. Die Schülerinnen und Schüler sind enorm engagiert. Respekt dafür! Die Sanierung des Friedrich-Schiller-Gymnasiums ist für mich als Kind der Region deshalb immer auch ein persönliches Anliegen gewesen.
Ihr habt einfach moderne und zeitgemäße Lernbedingungen verdient. Dank der Förderung können wir euch das bald bieten.
Für den Salzlandkreis ist ein modernes Gymnasium im ländlichen Bereich wichtig, weil wir als ein attraktiver Wohn-, Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort wahrgenommen werden wollen. Dazu gehört eine vielfältige und moderne Bildungslandschaft.“

Sven Hause, Bürgermeister der Stadt Calbe

Stellen Sie bitte die Effekte dar, worauf sich die Calbenser Dank der Sanierung freuen können.
„Zunächst einmal muss ich klarstellen, dass niemand die Zukunft real vorhersagen kann. Dennoch verbinde ich mit den durch die Stadt für den Salzlandkreis als Schulträger eingeworbenen rund 5,4 Millionen Euro, welche noch um 600.000 Euro aus dem Stadtsäckel ergänzt werden, große Hoffnungen.
Ein erster Effekt wird jedoch nicht bei allen stets Freude hervorrufen. Die erforderlichen Untersuchungen zur Gründung des Gymnasiums auf dem ehemaligen Gelände des Schlosses, Gutachten zur Statik des Objektes als auch die daraus resultierenden finalen Planungen, Vergaben der Bauleistungen und letztendlich die Realisierung der unterschiedlichen Gewerke sowie die Herstellung eines temporären Ausweichquartiers bringen für alle Beteiligten mittelfristig eher große Herausforderungen und Einschränkungen.
Danach, ich schätze etwa ab dem Schuljahr 2028/29, sollten sich Schüler, Lehrer und Eltern hoffentlich über eine modernen gymnasialen Schulstandort erfreuen, der weit über die Grenzen der Stadt Calbe hinaus positive Bildungschancen ausstrahlen dürfte. Das Schiller-Gymnasium Calbe wird somit langfristig einen festen Platz in der Bildungslandschaft des Salzlandkreises und des Großraumes Magdeburg einnehmen. Die Stadt Calbe sowie alle umliegenden Städte und Gemeinden werden dadurch im Kontext der wirtschaftlichen Entwicklungen und Ansiedlungen bedeutender Unternehmen auch stärker in den Fokus junger Familien rücken, die einen neuen Lebensmittelpunkt suchen.“

Rolf-Uwe Friederichs, Schulleiter des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe

Beschreiben Sie bitte, was die Schulgemeinschaft von der Sanierung alles erwarten kann.
„Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit, und neues Leben blüht aus den Ruinen.“ (Friedrich Schiller“
„Sehr hart formuliert und offensichtlich in vielerlei Hinsicht für unser Sanierungsvorhaben nicht ganz zutreffend!
Ein jahrelanger Ort des Lernens, Wachsens und Verweilens und immer eine Umgebung für schöne Erinnerungen an die eigene und gemeinsame Schulzeit vieler Schülergenerationen ist unser Gymnasium allemal!
Denn das Bestandsgebäude unseres Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Calbe ist keine Ruine, eher stark sanierungsbedürftig, eben gebraucht und altgedient!
Somit ist der Spruch von Schiller „Wir könnten viel, wenn wir zusammenstünden.“ für mich das passendere Zitat für die anstehende Sanierung.
Für das gemeinsame Vorgehen, Arbeiten und auch Kämpfen um den Fortbestand und den Einsatz von Fördermitteln zur Sanierung unserer Bildungseinrichtung ist dieser Spruch treffender.
Vertreter des Landes, der Abgeordnete Dr. Gunnar Schellenberger, des Landkreises, der Landrat Markus Bauer, der Bürgermeister der Stadt Calbe, Sven Hause, der Stadtrat von Calbe und nicht zuletzt die Schulgemeinschaft mit Eltern, Schülern, Kollegen und dem Förderverein selbst haben dazu beigetragen, dass das in die Jahre gekommene Gebäude nun saniert wird.
Es kann somit die begonnene gemeinsame Arbeit fortgesetzt werden und hoffentlich recht bald neues Leben im sanierten Gebäude erblühen und sich weitere Generationen auf einen Ort des schulischen Zusammenlebens freuen.
Somit an alle Beteiligten, vielen Dank für Ihren und euren Einsatz!“

Erhard Kiel, ehemaliger Schulleiter des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe
Stellen Sie bitte Ihre Gedanken zur Schulsanierung des Gymnasiums Calbe dar.
Frei nach dem Schiller-Zitat: „Spät kommt er – doch er kommt!“ ist die Übergabe des Bewilligungsbescheides für die Sanierung und Modernisierung des Bestandsgebäudes vom Friedrich-Schiller-Gymnasium in Calbe ein überaus großer Erfolg und erfüllt mich mit großer Freude und auch Stolz.
Die Liste der Bemühungen um größere bauliche Modernisierungen der Schule ist sehr lang und begann schon Mitte der neunziger Jahre. Sie alle aufzuzählen würde diesen Rahmen bei weitem sprengen. Ein großer Etappenerfolg konnte durch die Teilnahme am Investitionsprogramm „Zukunft Bildung und Erziehung“ mit der Entstehung des Schulergänzungsbaus sowie der Cafeteria im Jahr 2008 erzielt werden – die damals zugewiesenen Mittel reichten aber leider nicht zur Sanierung des Bestandsgebäudes.
Umso mehr erfreut es mich, dass nun nach langem und kontinuierlichem Ringen auch dieses Ziel in Angriff genommen werden kann.
Einen ganz besonderen Dank empfinde ich gegenüber all denen, die sowohl im Vorder- als auch im Hintergrund engagiert mit dazu beigetragen haben, dieses für den Fortbestand und die weitere Entwicklung des Gymnasiums im Besonderen und auch für die Stadt Calbe und Umgebung allgemein wichtige Ziel zu erreichen.“

Alexander Berlin, Elternsprecher und Ehemaliger des Abitur-Jahrgangs 1992
Was verbindet die Elternschaft mit der Sanierung des Gymnasiums?
„Zuversicht! Und dies nicht nur wegen der Sanierung und der Stärkung unseres Schulstandortes und unserer Stadt Calbe selbst, sondern auch die Gewissheit, dass es noch ehrenamtliches und politisches Engagement gibt und dieses auch zum Erfolg führt. Diesem Engagement, auf vielen ehrenamtlichen und politischen Ebenen, haben wir es zu verdanken, dass unser Gymnasium und damit auch unsere Stadt, zuversichtlich in die Zukunft schauen kann.“

Britta Herrmann, Lehrerin
Was versprechen Sie sich als Lehrerin und für Ihre Schüler von der Sanierung des Schulgebäudes?
„Seit 2001 bin ich Lehrerin am FSGC. Vorher habe ich am Albert-Einstein-Gymnasium in Magdeburg unterrichtet, damals das modernste Gymnasium der Stadt, welches 1996 eingeweiht wurde.
Ich erinnere mich noch genau an meine erste Begegnung mit der Calbenser Schule: ich war geschockt vom baulichen Zustand des Gebäudes, von der Ausstattung der Räume, der Gestaltung des Umfeldes.
Seit dieser Zeit hat sich das FSGC natürlich sehr verändert. Mit dem Anbau, der Errichtung der Cafeteria, der Sanierung der Räume in der 2. Etage im alten Gebäude und der Einweihung des Sportkäfigs wurden im Laufe der Jahre wichtige Modernisierungen realisiert. Aber die finale Sanierung stand bis jetzt aus.
Nun ist es endlich soweit!!!
Knapp 6 Millionen Euro werden in den kommenden Jahren in die umfangreiche Sanierung und Modernisierung unseres Gymnasiums investiert.
Schon heute freue ich mich sehr darauf, in einer hellen, sanierten Schule arbeiten zu können!
Für unsere Schüler ist es toll, in Räumen lernen zu dürfen, welche modern ausgestattet sind und über eine zeitgemäße IT-Infrastruktur verfügen. Hier macht Schule Spaß und entspricht der Zeit. Man kann „sich wohlfühlen“, so wie es unser Schulmotto verspricht.
Wassereimer für den Tafelschwamm und Beamer, die durch das Schulhaus gerollt werden müssen, gehören dann endlich der Vergangenheit an und kommen nur noch als Anekdote in unseren Erzählungen „von früher“ vor…“

Gudrun Tulinski, ehemalige Lehrerin
Was waren Ihre ersten Gedanken, als Sie von der Fördermittelzusage für die Sanierung des Altbaus des Gymnasiums gehört haben?
„Da war erst einmal ein Gefühl, das alle Gedanken überlagerte. Ein lauter Schrei schallte durchs Haus, als ich diese Meldung in der Zeitung las. ENDLICH! Und gleichzeitig dachte ich an all die Menschen, die so lange nicht locker gelassen haben, um einen Weg zu finden, um das Friedrich-Schiller-Gymnasium zu sanieren.
Erst dann kegelten in meinem Kopf die vielen Wünsche von Kollegen und Schülern durcheinander. Renovierung, neue Heizkörper, eine zeitgemäße Medienausstattung in jedem Raum, neue Möbel und, und, und. Aber was davon wird möglich sein?
Auf alle Fälle wird es eine wahnsinnige Verbesserung bedeuten. Ähnliche Gefühle hatte ich schon einmal, als der Anbau beschlossen wurde. Es wird sicher ein langer und anstrengender Weg für alle Beteiligten und ich wünsche ein gutes Durchhaltevermögen. Wenn es laut und schmutzig wird, denkt alle an das Endergebnis, freut euch darauf.
Und ich freue mich auf das erste Ehemaligentreffen danach, wenn wir mit leuchtenden Augen durch unsere Schule gehen werden.“

Denise Thiele, Mutter und Ehemalige des Abitur-Jahrgangs 2004

Welche Effekte durch die große Investition erhoffen Sie sich für das Schulleben?
„Ich erhoffe mir für die Schüler eine positivere Lernumgebung.
Eine freundliche Ausgestaltung der Räume, belebt auch die Motivation und den Lerneifer aller Schilleraner und trägt nachhaltig zu guter Laune bei. Und vielleicht "verirren" sich zukünftig noch ein paar mehr Schüler an das Friedrich-Schiller-Gymnasium nach Calbe, sodass der Fortbestand langfristig gesichert ist."

Jonas Brösel, Ehemaliger des Abitur-Jahrgangs 2022

Als ehemaliger Schüler hast Du sowohl im Alt- als auch im Neubau tagtäglich viel Zeit verbracht. Im Hinblick auf die anstehende grundhafte Sanierung des alten Gebäudes verbindest Du Einflüsse auf das Schulleben am Calbenser Gymnasium?
„Die Investition von 5.966.000 Euro eröffnet unserem Gymnasium großartige Chancen, die das Schulleben deutlich verbessern werden. Als angehender Kunstlehrer erhoffe ich mir einen praxisorientierten Ausbau der Fachräume sowie den Erhalt der Gemütlichkeit unserer Schule und den Verzicht auf eine moderne „Krankenhausatmosphäre“.
Vor allem die Aula und das kulturelle Schulleben können von einer Sanierung nur profitieren - der Flügel tut dies nach seiner aufwändigen Restauration bereits. Vielleicht bekommt der Backstage-Bereich der Bühne endlich Licht und Strom? Was haben wir stundenlang in Dunkelheit und Kälte auf unseren Auftritt beim Weihnachtskonzert oder sonstigen Abendveranstaltungen gewartet! Eine Bühne, auf der man sich keine Splitter einreißt und Fenster, die man verdunkeln kann - ein Traum. Ein neuer Vorhang täte der Bühne sicherlich auch gut. Auf eine lebhafte Kultur in einer sanierten, aber dennoch altehrwürdigen Aula!“

Lotta Böhm, Schülerin Klasse 7

6 Millionen Euro sind verrückt viel Geld. Was erhoffst Du Dir davon für den zukünftigen Unterricht?
„Sechs Millionen Euro sind erstaunlich viel Geld und von der Seite der Schüler hoffen viele auf sinnvolle Einsetzung, denn das Motto des Friedrich-Schiller-Gymnasium ist nicht umsonst „sich wohlfühlen“, wenn das der Schulgemeinschaft nicht auf ewig versprochen wäre.“

Lorenz Rothmann, Schüler Klasse 8

Welche Neuerungen für den Schulalltag verbindest Du mit der Sanierung deines Gymnasiums?
„Mit der Sanierung der Schule freue ich mich auf moderne Klassenräume, Flure und Treppenhäuser in hellen und freundlichen Farben. Das Raumklima soll gut regulierbar sein, im Sommer kühl und im Winter warm. Das Mobiliar soll ganz und funktional sein. Die Aula stelle ich mir als Zentrum vor, ausreichend groß für viele Schüler, den Chor und Theateraufführungen. Am meisten freue ich mich auf eine neue und gute technische Ausstattung in den Klassenzimmern wie z.B. moderne Tafeln und auf stabiles Internet.“

Paul Giest, Schüler Klasse 9
Höchstwahrscheinlich wirst Du das Gymnasium mit dem Abitur verlassen und leider erst kurz danach wird die Sanierung abgeschlossen sein. Blickst Du trotzdessen positiv auf die Fördermittelzusage?
„Auch wenn ich aller Voraussicht nach mein Abitur vor dem Abschluss der Sanierung absolvieren werde, blicke ich äußerst positiv auf die Zusage der Fördermittel. Zum einen da ich in Calbe wohne und die Schule ein Symbol bzw. Erkennungsmerkmal ist, das über die Stadt hinausgeht. Wenn nun ein sanierter Altbau dazugehört, ist das nicht nur für die Schule, sondern auch für die Stadt sehr positiv. Auch können die nachfolgenden Klassen in einem sehr freundlichen Umfeld lernen und dort, mit aller Bravour, ihr Abitur erreichen. Selbst die ehemaligen Schüler werden sich das sanierte Gebäude spätestens beim Ehemaligentreffen anschauen können und es hat für alle einen Mehrwert. Ich hätte keine Idee, was an der Zusage der Fördermittel negativ sein könnte.“

Ferdinand Pierau, Schülersprecher und Schüler der Klasse 11
Welches Signal geht von der umfangreichen Sanierungszusage für die Schülerschaft aus?
„Nun startet ein Umbruch. Uns als Schülerschaft wird eindeutig gezeigt, wie wichtig das Gymnasium in Calbe als Bildungsstandort für Sachsen-Anhalt ist. Es sichert auch unseren kleineren Jahrgängen und den zukünftigen Schülern zu, ein Abitur hier abzulegen.
Die rund 6 Millionen Euro kamen aber nicht einfach so. Unsere Schulleitung, insbesondere Herr Friederichs, setzt sich schon seit Jahren dafür ein, den in die Jahre gekommenen Altbau von Grund auf zu sanieren. Hier wird sich für uns eingesetzt. Zudem wird seitens der sachsen-anhaltischen Politik gezeigt, dass jungen Leute die Zukunft sind.
Hat man eine schöne Schule, so geht man dort gerne hin und kann perspektivisch überlegen, später seine eigenen Kinder auf das Friedrich-Schiller-Gymnasium zu schicken. Ebenfalls lässt es uns als Energiesparschule 2021 von ganz Sachsen-Anhalt träumen, große Pläne wie eine Photovoltaikanlage auf unserem Schuldach anzubringen. Es bietet Anreiz, die unzähligen Ideen unserer Schüler zur Verbesserung der Umweltfreundlichkeit unserer Schule umzusetzen.
Auch weiterhin werden wir alles tun, um den ohnehin schon starken Zusammenhalt unserer Schülerschaft zu verbessern. Es macht stolz, Teil dieser Gemeinschaft zu sein und zu sehen, dass überall ein Ohr für unsere Einfälle oder Probleme offen ist. Letztendlich ermöglicht es die Sanierung uns Schülern, unserem Schulmotto „Sich wohlfühlen am Friedrich-Schiller-Gymnasium“ noch besser nachzukommen, als es ohnehin schon immer möglich war.“

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Bestenehrung 2.0

Mittlerweile ist es eine tolle Tradition geworden, dass die Schilleraner Schulgemeinschaft vor den Oktoberferien Schülern für ganz besondere Leistungen und Tätigkeiten in der Sporthalle eine große Bühne bereitet. Außerdem lädt Schulleiter Rolf-Uwe Friederichs „die Besten“ in sein Dienstzimmer zu einem gemeinsamen Frühstück ein.
Etwas später als sonst, nun kurz vor den Osterferien, fanden sich dazu über 20 Schülerinnen und Schüler ein, um bei frischen Brötchen, selbstgebackenem Kuchen und warmen Getränken in einer entspannten Runde mit ihrem Schulleiter ins Gespräch zu kommen.
Ein Blick in die strahlenden Schülergesichter nach der Gesprächsrunde verriet schnell, dass diese Tradition zweifelsfrei „toll“ ist. Auch der Schulleiter selbst berichtete, welch angenehme Atmosphäre und anregende Gespräche in dieser guten Stunde stattfanden.

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Insgesamt 6 Millionen Euro – Bildungseinrichtung Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe wird saniert

Pressemitteilung Nr. 83 vom 22. Dezember 2023 der Stadt Calbe

5,369 Millionen Euro Fördermittel für Sanierung Bildungseinrichtung Schiller-Gymnasium Calbe

Landtagsabgeordneter Dr. Gunnar Schellenberger, Bürgermeister Sven Hause, Landrat Markus Bauer, Schulleiter Rolf-Uwe Friederichs und Oberstufenkoordinator Ralf Bannier deuten vor dem Friedrich-Schiller Gymnasium Calbe symbolisch bereits auf die bevorstehenden Bauaktivitäten hin.

Die Stadt Calbe erhielt kurz vor Weihnachten ihren aktuellen Bewilligungsbescheid für das Programmjahr 2023 zum Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren“. 5,369 Millionen Euro sollen demnach zwischen 2025 bis 2027 in die umfangreiche Sanierung und Modernisierung der Bildungseinrichtung „Schiller-Gymnasium“ Calbe fließen. Ergänzt um 597.000 Euro aus dem Haushalt der Stadt Calbe erhält der Salzlandkreis als Träger der Einrichtung und Erbbaupächter des Geländes somit insgesamt rund sechs Millionen Euro für die Realisierung des Vorhabens.

„Diese Nachricht und ihre Signalwirkung in unsere Stadt und Region ist außerordentlich positiv. Sie vermittelt Schülern, Eltern als auch dem pädagogischen Personal heute und in Zukunft eine grundlegende Sicherheit zum dauerhaften Fortbestand und der baulichen Aufwertung des gymnasialen Schulstandortes in Calbe“, sagte Bürgermeister Sven Hause eingangs eines Informationsgespräches mit Landrat Markus Bauer (SPD), Landtagsabgeordneten Dr. Gunnar Schellenberger (CDU) und Schuldirektor Uwe Friederichs.

Landrat Markus Bauer sagte: „Damit hat sich ein für alle Beteiligten sehr langer und auch schwieriger Weg gelohnt. Mit der nun anstehenden Sanierung zeigen wir gemeinsam, dass uns der Schulstandort im ländlichen Bereich wichtig ist.“ Er dankte der Stadt Calbe und dem Landtagsabgeordneten Gunnar Schellenberger für die jederzeit gute Zusammenarbeit.

Der Landtagsabgeordnete Dr. Gunnar Schellenberger begleitet die Herausforderungen des Schulstandortes Schiller-Gymnasium in Calbe bereits seit längerer Zeit. Unterstützend brachte er sich auf Landesebene sowohl für den Schulbestand und die bauliche Ertüchtigung des Schulobjektes ein. „Es zeigt sich mittlerweile sehr deutlich, wie wichtig es war, am Standort Gymnasium Calbe festzuhalten“, resümierte er.

Bis zum Beginn der ersten Arbeiten ab dem Schuljahr 2025/26 müssen nun umfangreiche Vorarbeiten erledigt werden. Auf der Grundlage einer Verwaltungsvereinbarung zwischen der Stadt Calbe und dem Salzlandkreis werden dabei alle wesentlichen Schritte festgehalten. Die wesentlichen Arbeiten erfolgen in den Jahren 2026 und 2027. Währenddessen müssen in etwa die Hälfte aller Schüler in einem Ausweichquartier untergebracht werden.

Bezogen darauf fasste Schulleiter Uwe Friederichs zusammen, dass „an einem solchen Tag die Freude groß ist und es nun gelte, alle Herausforderungen in der Umsetzung des Großprojektes gut vorzubereiten und zu meistern“.

Ihre Bereitschaft hierzu bestätigten die anwesenden Vertreter aus Verwaltung und Politik. Denn, bereits bis hierher stellte man beeindruckend unter Beweis, dass auch über die verschiedenen Ebenen hinweg zielstrebig und erfolgreich im Sinne der Sache an den Grundlagen zur Stärkung des ländlichen Raumes gearbeitet wurde.

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Weihnachts- und Neujahrsgrüße

Calbe/Saale, Dezember 2023

Liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Eltern und Großeltern,

das nun zu Ende gehende Jahr 2023 hat uns allen sehr viel abverlangt.

Die Kriege in dieser Welt bringen den Menschen viel Leid und Elend.

Die tragende Rolle der Familie wird gerade in schwierigen Zeiten uns allen stärker in unser Bewusstsein geholt.

Somit wünsche ich dennoch und gerade darum allen Schülerinnen und Schülern, Eltern, Großeltern und Verwandten unserer Schüler und den Kolleginnen und Kollegen eine besinnliche und friedliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest im Kreise der Familie,

Frieden, Glück und Gesundheit im neuen Jahr 2024!

Rolf-Uwe Friederichs

Schulleiter

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Baumspende für die neuen Fünftklässler

Wie ein großer wuseliger Haufen emsiger Ameisen flitzten die Fünftklässler des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe über den Spielehof. Es musste doch alles für das anstehende gemeinsame Projekt besorgt und vorbereitet werden: schnell war der Sack Erde auf eine Schubkarre geladen, ein Spaten durfte auch nicht fehlen und auch Gießkannen gefüllt mit Regenwasser wurde zu dem bereits im Vorfeld vom Hausmeister gegrabenen Loch vor dem grünen Klassenzimmer gebracht. Nur der neue Apfelbaum fehlte noch und musste mit vielen Händen bis zum vorgesehenen Ort transportiert werden. Eifrig wurde die Erde von den Schülern um den Baum verteilt, mit dem Spaten aufgelockert und bereits angegossen, weitere Schüler hielten den Baum währenddessen sorgfältig gerade, sodass dieser auch möglichst perfekt über die Jahre anwachsen kann.
Nach der getanen Arbeit konnte man in den glücklichen Gesichtern auch ein wenig Stolz auf den eigenen Apfelbaum des Abiturjahrgangs 2031 ablesen. In den nächsten Schuljahren ist es nunmehr Aufgabe der Schüler, den eigenen Jahrgangsbaum, finanziert vom Förderverein des Calbenser Gymnasiums, zu hegen und zu pflegen.

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Offene Türen ermöglichten viele spannende Einblicke in das Calbenser Gymnasium

Die Aula des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe war zum Tag der offenen Tür bis auf den letzten Platz gefüllt. Viele neugierige Blicke von Grundschülern und deren Eltern und Großeltern verfolgten die Eröffnungsveranstaltung. Neben der Rede von Schulleiter Rolf-Uwe Friederichs präsentierten sich die Schüler der Ganztagsschule aus den Bereichen Theater, Gitarre, Chor und Tanzen.
Im Anschluss warteten bereits Schüler der siebenten Klassen vor der Aula, um den möglichen neuen Mitschülern ihr Gymnasium zu präsentieren. Dabei gab es hinter den offenen Türen reichlich Spannendes zu entdecken. Elftklässer Hannes Fischmann sezierte beispielsweise im Biologie-Raum einen Fisch und erhielt dabei lohnenswerte Hinweise einiger Mädchen der fünften Klasse, die Referendarin Frau Huckenbeck und Neuntklässler Paul Giest ermöglichten den Gästen ein kurzes Quiz aus der Sozialkunde, verblüffte Blicke erzeugten die Experimente in der Physik wie auch die nichtnewtonsche Fluid in der Chemie. Eifrig Rätseln war in der Mathematik angesagt, die Achtklässlerin Lena Käsebier druckte mit den Interessierten eigene Lesezeichen mit dem Schillerlogo im Kunstraum, leckere französische Chrepes gab es weiterhin ebenso, wie Kulinarisches der Schülerfirma Picnic in der Cafeteria und Informationen zur spannenden Studienfahrt nach Südengland in der siebten Klasse. Abgerundet wurde all dies durch die vielen freudigen Schüler, die in den verschiedenen Fächern und Arbeitsgemeinschaften ihr Schulleben präsentierten.
Schulleiter Rolf-Uwe Friederichs fasste nach der Veranstaltung seine Erlebnisse wie folgt zusammen:
"Es ist eine Freude, wie stolz die Schüler ihre Schule vorzeigen, den Schulalltag, den Ganztagsbereich und die vielen Projekte präsentieren. Schon nach sehr kurzer Schulzeit am Gymnasium haben sich die Fünftklässler bereits sehr aktiv in das Programm eingebracht."
In den kommenden Wochen werden Vertreter des Calbenser Gymnasiums ergänzend zum sehr gelungenen Tag der offenen Tür die umliegenden Grundschulen besuchen, um dort persönlich mögliche weitere Fragen zum Übergang in das Gymnasium zu beantworten.

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Schöne Ferien!

Liebe Schülerinnen und Schüler,
sehr geehrte Eltern,
sehr geehrte Kolleginnen,
sehr geehrte Kollegen,

das Schuljahr 2022/23 liegt nun mit der heutigen Zeugnisausgabe hinter uns.
Viele Unterrichtsstunden, Leistungskontrollen und Klausuren haben wir gemeistert. Durch die Exkursionen, Klassenfahren, die vielen Schulfeste und Studienfahrten wurde der Schulalltag dennoch abwechslungsreich gestaltet. Nun liegen 6 Wochen Sommerferien vor euch/ vor Ihnen. Ich wünsche euch/ Ihnen schöne und erholsame Ferien.

Mit freundlichen Grüßen
Rolf-Uwe Friederichs
Schulleiter

Besetzung der Schule während der Sommerferien

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Happy End bei Schillers Horrorstory Abisode 12

Mit der feierlichen Übergabe der Reifezeugnisse im Salzlandcenter Staßfurt ging für die diesjährigen Abiturienten des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe die Schulzeit zu Ende und um beim selbstgewählten Motto des letzten Schultages zu bleiben, die „ Schillers Horrorstory Abisode 12“ endete. Und das mit einem Happy End oder besser gesagt, glücklich.
Wie ein klar erkennbarer roter Faden eines Drehbuches zog sich diese Gefühlsbeschreibung durch die emotionale Veranstaltung. Bereits zeitlich deutlich vor dem Beginn drängten sich Eltern, Großeltern, Freunde, Lehrer und natürlich auch die Abiturienten voller Vorfreude am Eingang, selbst der einsetzende Regen sorgte eher für Heiterkeit. In den Gesichtern konnte die Wichtigkeit und Besonderheit des Tages überaus einfach abgelesen werden.
Im nachfolgenden Programm wusste der Chor des Calbenser Gymnasiums mit den passenden Liedern wie "Ihr habt Abitur", "Wunder geschehen" von Nena und "Changes" von One Direction ebenso zu überzeugen, wie die beiden Rezitatoren Sechstklässlerin Anna Lehmann mit "Der große Sprung" (Katharina Anders) und Eltklässler Adrian Bratus mit "Stufen" (Hermann Hesse). Für die ganz feierlichen Nuancen sorgte erneut das Streichquartett unter Leitung von Vivian Anastasiu.
Mit den Worten "Zum letzten Schultag wurde von euren Tutoren Frau Karl, Frau Funke-Schütze, Frau Koch und Herr Pfesdorf bereits vier Grabreden im Zuge eurer Schillers Horrorstory gehalten. Danach ging die Story aber noch weiter.", startete Schulleiter Rolf-Uwe Friederichs seine Festansprache. Er könne viele glückliche Gesichter sehen und hoffe zugleich, dass die Schüler den Weg zum Abitur nicht als Horror empfunden haben. "Das Glück kommt nicht allein, sondern durch unser Tun" meinte er und ergänzte "Mit dem Abiturzeugnis haben Sie nun ein wichtiges Puzzleteil, um neue Herausforderungen anzugehen." Das besagte Glück bedeute, dass es sich lohnt, überall dabei zu sein, die Abiturienten viele noch so flüchtige Momente des Glücks erleben werden und das Glück des Stolzes auf die eigene Leistung heute sogar schwarz auf weiß erhalten werden. Mit dem anschließenden Rat "Leben Sie Ihr Leben als Glücksfall für sich und ihre Familie" verabschiedete er den 32. Abiturjahrgang des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe in die große weite Welt.
Ähnlich begann auch Landrat Markus Bauers sein Grußwort : "Eigentlich habe ich ein Manuskript vorbereitet, dann jedoch reicht doch ein Blick auf die glücklichen Abiturienten, um einfach frei loszusprechen." Ohne Begeisterung ist noch nie etwas Großes entstanden, also geht mit Begeisterung in die Welt hinaus." Den Abschluss haben die Schilleraner seiner Meinung nach an einem sehr schönen Gymnasium in Calbe gemacht, für das nicht nur der Schulträger in den letzten Monaten gekämpft hat und welches sehr wichtig für den Salzlandkreis sei.
Die 81 Annmeldungen für die neuen fünften Klassen zeigen, dass es sich in jedem Fall gelohnt hat. "Die Jugend von heute und von übermorgen wird es uns danken."
Nachdem die 59 Zeugnisse an die sichtlich angespannten, aber zweifelsfrei glücklichen Besitzer überreicht wurden, konnte Alexander Sieche, der Fördervereinsvorsitzende des Calbenser Gymnasiums, die drei Jahrgangsbesten Pauline Pierau (1,0), Lisa Pusch (1,2) und Justin Ulok (1,4) prämieren. Zuvor jedoch richtete er noch einige Worte an die Absolventen: "Der Weg war für viele nicht immer leicht, das Abi-Motto lässt Schlimmes erahnen, trotzdessen werden die vielen schönen Erinnerungen bleiben. Ich halte es gern mit Walt Disney: Glaube an die Zukunft, die Welt wird viel besser. Die Welt liegt Ihnen zu Füßen, übernehmen Sie Verantwortung, lernen Sie glücklich zu sein."
Im Anschluss bewiesen Paula Reuter und Tizia Rode ihr grandioses musikalisches Talent bei zwei Duetten mit "The Climb" von Miley Cyrus und "Falling Apart" von Michael Schulte und umrahmten damit die Abschlussrede des Jahrgangs. Melissa Golinske und Martha Schneider dankten dabei sowohl den Lehrern, der Schulleitung, den Eltern und Großeltern als auch ihren Mitschülern, bevor sie die Erinnerungen an die zurückliegende Zeit aufflammen ließen. "Könnt ihr euch noch an den ersten Schultag als Fünftklässler erinnern, als wir früher Luftballons mit Wünschen in den Himmel steigen ließen? Später folgten die Klassenfahrten, das Skilager, die Brockenwanderung, einige Feste und letztlich haben wir uns selbst am letzten Schultag einen der schönsten Momente unserer Schulzeit beschert. Jetzt beginnt etwas Neues, wir müssen unseren eigenen Weg gehen und glücklich werden."
Das gemeinsame Erinnerungsfoto des Jahrgangs und die vielen jungen Menschen, die scheinbar um die Wette strahlten, ließen beim Betrachter das schiere Glück greifbar werden. Zweifelsfrei ein überaus gelungenes Happy End der Schulstory des Schilleraner Abschlussjahrgangs 2023.

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Engagement für Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe lohnt sich

Bewusste Entscheidung

Mit 81 Neuanmeldungen für die fünfte Klasse ist das Friedrich-Schiller-Gymnasium in Calbe so attraktiv wie nie für künftige Gymnasiasten. Trend zeigt: Engagement der Schule und Einsatz des Salzlandkreises für Standort lohnt sich.


Calbe. Die positive Nachricht überbrachte Landrat Markus Bauer der Öffentlichkeit im Rahmen der feierlichen Zeugnisübergabe an die Abiturienten des Calbenser Friedrich-Schiller-Gymnasiums am Dienstagabend. Das pädagogische Konzept, das tägliche Engagement des gesamten Gymnasiums für die Schülerinnen und Schüler sowie der Einsatz des Salzlandkreises als Schulträger zeigen Wirkung: im kommenden Schuljahr werden voraussichtlich 81 Schülerinnen und Schüler eine der neuen fünften Klassen besuchen – so viele wie in den vergangenen Jahren nicht.

Der Landrat sagt: „Wir liegen damit über den prognostizierten Schülerzahlen. Das ist wichtig, denn der Trend zeigt: Eine ganze Region bekennt sich zu diesem Gymnasium. Diese Schule hat entgegen allen Schlechtredens eine Zukunft.“ Markus Bauer betont, es seien in der Vergangenheit schon zu viele Schulen aufgrund der Vorgaben geschlossen worden. „Wir sehen, es lohnt sich, zu kämpfen.“

Hintergrund: Vor einem Jahr stand die Eigenständigkeit des Gymnasiums zur Debatte, weil die Schülerzahlen in der Sekundarstufe II knapp unter den vom Bildungsministerium vorgegebenen Mindestschülerzahlen lagen. Eine vom Salzlandkreis auf Grundlage überzeugender Argumente beantragte Ausnahmegenehmigung wurde erst nach Intervention von Landrat Markus Bauer beim Bildungsministerium und weiteren intensiven Gesprächen der für Bildung zuständigen Fachbereichsleiterin Anke Meyer mit dem Landesschulamt erteilt. Rückblickend sagt der Landrat: „Wir haben uns stets zum Gymnasium bekannt. Dennoch hat die Debatte damals leider für viel Verunsicherung gesorgt. Umso zufriedener bin ich, dass sich so viele Eltern ganz bewusst für den Standort entscheiden.“

Schulleiter Rolf-Uwe Friederichs kann das nur bestätigen. „Ich höre immer wieder, wie wichtig den Eltern ein Gymnasium in ihrer Nähe ist.“ Der Standort sei neben dem pädagogischen Konzept und einem ausgesprochen engagierten Kollegium ausschlaggebend für die gemeinsame Wahl. Landrat Markus Bauer sagt, es sei niemanden geholfen, wenn Schülerinnen und Schüler weite Strecken zum nächsten Gymnasium zurücklegen müssen. „Vielmehr bleibt der ländliche Raum mit einem breiten Bildungsangebot für Familien attraktiv.“

Überhaupt ist die Entwicklung der Schülerzahlen des Friedrich-Schiller-Gymnasiums besser als prognostiziert. Im kommenden Schuljahr werden mindestens 510 Schülerinnen und Schüler die Schule besuchen, die nicht nur ein überzeugendes Ganztagsangebot dank verschiedener Kooperationen aufgebaut hat, sondern mit Hilfe eines Förderkonzepts auch dafür sorgt, dass der Übergang von Grundschule zum Gymnasium gelingt. Das wird nach Aussage von Schulleiter Rolf-Uwe Friederichs sowohl von vielen jungen Lehrerinnen und Lehrern mit frischen Ideen sowie von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen umgesetzt. Die Schülerinnen und Schüler kommen dabei längst nicht nur aus Calbe, sondern auch umliegenden Städten und Gemeinden.

Der Landrat sagt, der Salzlandkreis werde in den nächsten Jahren wirtschaftlich aufgrund von vielen Neuansiedlungen weiter wachsen. Die Entwicklung hin zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort sei jedoch nur möglich, wenn die Region auch als attraktiver Wohn- und Wissenschaftsstandort wahrgenommen werde. „Wir in der kommunalen Familie kämpfen seit Jahren für eine positive Entwicklung. Ein modernes, zukunftsfähiges Gymnasium in Calbe ist dafür ein wichtiges Puzzleteil.“ Er betont: Der Salzlandkreis werde auch weiterhin nach den zur Verfügung stehenden Ressourcen in den Standort investieren. Dazu gehört eine moderne IT-Ausstattung. Geplant ist weiterhin die Sanierung der Schule über Fördermittel.

Quelle: Pressemitteilung des Salzlandkreises vom 28. Juni 2023