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Schilleraner an der Grundschule

Chemie – ein Begriff mit welchem GrundschülerInnen wohl noch nicht so viel anzufangen wissen. Als Kind stellte man sich darunter eher hochexplosive Stoffe und gefährliche Säuren vor. Also alles Sachen, mit denen man weniger in seinem Alltagsleben in Berührung kommen möchte. Dass Chemie aber so viel mehr ist als die eben genannten Dinge, galt es den GrundschülerInnen im Rahmen eines Chemieprojekts des Friedrich-Schiller-Gymnasiums zu beweisen.
So machten wir, die chemiebegeisterten SchülerInnen der zehnten und elften Klasse, uns am 23. Januar 2023 mit vorbereiteten Experimenten auf den Weg in die lokale Grundschule „Gotthold Ephraim Lessing“ in Calbe. Unser Ziel war es, den GrundschülerInnen unsere Begeisterung für die Naturwissenschaft zu vermitteln und sie für eine kurze Zeit in die bezaubernde Welt der Chemie zu entführen. Als wir kurz nach zehn Uhr an der Schule eintrafen, wurden wir von der Schulleitung herzlich empfangen und bauten in Windeseile unsere Experimente auf. Darunter befanden sich unter anderem Versuche mit einer Stärke-Wasser Mischung, welche je nach Stärke des Einwirkungsgrad den Aggregatszustand von flüssig zu fest wechseln konnte, ein sogenannter „Rosinenfahrstuhl“, bei welchem wir den Kindern die Verhaltensweisen einer Rosine zeigten, wenn diese in Kontakt mit Kohlensäure tritt und einem Test zur Ermittlung der Lichteigenschaften eines Prismas, bei welchem die SchülerInnen eine Prismabrille aufsetzten und ihr Umfeld aufgrund der Lichtbrechung verändert wahrnahmen. Ebenfalls bereiteten wir ein Experiment vor, in welchem wir zusammen mit den Kindern Detektiv spielen wollten und vorhatten einen tückischen Unterschriftenfälscher zu überführen. Dies sollte durch die Aufspaltung der Farbbestandteile verschiedener schwarzer Filzstifte möglich sein, da jeder Schwarzstift andere Farbenschemen und Farbintensitäten hervorbringt.
Als die Viertklässler in den Raum strömten, schauten sie uns gespannt an und warteten darauf, dass es endlich losgeht. In Vierer- oder Fünfergruppen aufgeteilt, konnte das Abenteuer auch schon stationsweise beginnen. Zusammen mit uns GymnasiastInnen lösten sie die Rätsel der Chemie spielerisch, denn verpackt in leichtverständliche Sachverhalte fanden wir gemeinsam eine Lösung. Für uns war es erstaunlich, den Wechsel der fragenden in begeisterte Gesichter mitzuerleben. Die Kinder stellten fest, dass Chemie doch nicht unerklärlich und unlösbar und die Antwort oft simpler ist, als sie zunächst angenommen hatten. Unsere Begeisterung übertrug sich schnell auf die ViertklässlerInnen. Somit war das Ziel erreicht.
Als wir nach zwei Stunden knapp vierzig Kinder mit einem Strahlen im Gesicht in ihren gewohnten Schulalltag schicken konnten, wussten wir, dass sich die Sache gelohnt hatte. Auch wir SchülerInnen des Gymnasiums genossen die kurze Zeit aufgrund der Kontaktaufnahme zu jüngeren SchülerInnen, die uns begeistert zuhörten. So kam es unter anderem zu zahlreichen Gesprächen über die Lieblingsfächer oder auch die spätere Schulauswahl. Besonders erfreulich war dabei zu erfahren, dass die Entscheidung bei vielen auf unser Gymnasium fiel und wir somit im September einige Gesichter wiedererkennen werden. Uns war es wichtig, dass wir ihnen zeigen, dass der Unterricht am Gymnasium durchaus Spaß machen kann.
An dieser Stelle wollen wir uns bei dem Schulleiter der Calbenser Grundschule, Herrn Henry Melle, und den Lehrerinnen der vierten Klassen bedanken, welche diesen Austausch sehr begrüßten und uns beim Ablauf des Projekts tatkräftig halfen.
Auch gilt unser Dank allen fleißigen HelferInnen: Mareike Herrmann, Lea Hofmann, Philipp Jakobs, Lucie Bestian, Hannes Fischmann, Rebecca Bier, Arya Patel, Ferdinand Pierau, Lara Koch und Leonie Felgenträger und natürlich unserer Chemielehrerin AnnaHenschel, welche dieses Projekt ins Leben gerufen hat.

von Leonie Felgenträger (Klasse 11)

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Bald ist es soweit

Seit vielen Jahren laden wir nicht nur zum Tag der offenen Tür ein. Der Erfahrungsaustausch zwischen Grundschullehrern aus unserer Umgebung und den Fach- und Klassenlehrern unseres Gymnasiums hat Tradition. Hier wurden und werden nicht nur die Möglichkeiten des Übergangs, sondern auch Perspektiven besprochen, diesen Wechsel so sanft wie möglich und dennoch konsequent wie nötig zu gestalten.
Eine gute Vorbereitung sind sowohl die Schnupperstunden oder –tage als auch Besuche an den Grundschulen.
Viele Eltern mit ihren Kindern sind auch gern gesehene Gäste zu den Weihnachts- bzw. Frühjahrskonzerten, um sich auch in diesem Bereich ein Bild von der Vielfältigkeit unseres Schullebens zu machen.
Die Entscheidung, einen Nachmittag der offenen Tür am Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe schon im Herbst durchzuführen, erwies sich als völlig richtig.
Über das riesige Interesse an unserem Gymnasium hatten wir schon berichtet.
So konnten wir uns jetzt, im Januar, kurz vor der Entscheidung der Viertklässler und ihrer Eltern über ihre zukünftige, weiterführende Schule, auf andere Angebote konzentrieren.
Anna Henschel, Fachlehrerin für Bio und Chemie, besuchte die Lessing Grundschule in Calbe und begeisterte die Zukünfigen für den naturwissenschaftlichen Unterricht. Großartige Unterstützung erhielt sie dabei von einigen Schülerinnen und Schülern der älteren Jahrgänge, die mit Enthusiasmus bei der Sache waren, so Werbung für unsere Schule machten.
Aber das Angebot, das Friedrich-Schiller-Gymnasium näher kennenzulernen, wurde auch auf andere Art angenommen.
Christiane Kannegießer, schulfachliche Koordinatorin und damit auch verantwortlich für die Zusammenarbeit mit den Grundschulen, schaute in gespannte Gesichter der Grundschüler aus Großmühlingen, begleitet von Heike Fahland. In der Cafeteria stellte sie das Gymnasium kurz vor und hatte auch für jeden eine kleine Überraschung zum Mitnehmen parat.
In der zweiten Stunde besuchten die Schüler den Unterricht der 5.Klassen in Geo, Bio und Informatik, die dritte Stunde gestaltete Anna Henschel exklusiv für unsere Gäste, während Sport mit den 5.Klassen in der vierten Stunde auf dem Plan stand.
Schulleiter Rolf-Uwe Friederichs verabschiedete zufriedene Kinder in der Heger Halle und auf die Frage, ob es denn im August ein Wiedersehen gäbe, kamen sehr schnell ziemlich eindeutige Antworten: „Ja, das hat Spaß gemacht“, „Es war ziemlich interessant, aber auch anders .“Mir hat es gefallen. Ich komme auf jeden Fall hierher.“ Na dann, bis bald.
Vielen Dank an Frank Schiwek, Leiter der Grundschule "Friedrich Loose", der den Besuch bei uns inhaltlich und organisatorisch sehr unterstützte.

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Die 7b feiert Weihnachten

Die Weihnachtsfeier der Klasse 7b begann mit voller Aufregung am Morgen des 20. Dezember 2022. Zuerst hatte die Klasse die Aufgabe, sogenannte „Visionboards“ zu erstellen und zu gestalten, welche auf der Rückseite eine Geschichte über das „Glück“ enthalten, die vervollständigt werden sollte. Als die Aufgabe bekannt war, ging es auch schon los. Alle haben angefangen die Geschichte weiter zu schreiben und das Visionboard zu gestalten. Als diese Aufgabe geschafft war, gab es schon gleich die nächste. Nämlich ein kleines Marmeladenglas mit verschiedenfarbigen Schokolinsen zu befüllen. Mit der jeweiligen Farbe der Schokolinsen wurde dann ein Ziel auf das Glas geschrieben. Zum Beispiel isst man eine rote Schokolinse und bekommt Glück, da es auf dem Glas geschrieben steht. Nebenbei erstellte die 7b eine „Glücksgirlande“, auf welcher jeder Schüler und jede Schülerin der 7b auf ein beliebiges Motiv aufgeschrieben hat, was für ihn oder für sie Glück bedeutet bzw. was ihm/ihr wichtig ist. Anschließend spielte die Klasse 7b mit ihrer Klassenlehrerin Frau Henschel „Stadt, Land, Fluss“, bis die Eltern kamen und mit ihnen Kinderpunsch tranken und heiße Waffeln genossen. Zum Ende der tollen Feier hatten die Eltern aber noch eine Überraschung für die Schülerinnen und Schüler der 7b. Jede Schülerin und jeder Schüler erhielt ein Geschenk, welches nach dem Singen der Weihnachtslieder erfreut geöffnet wurde. Als dann die Zeit vorüber war, gingen alle Schüler und Schülerinnen in voller Weihnachtstimmung nach Hause.
Von Thade Kursawsky und Marian Zingel

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Eine echt schöne weihnachtliche Geste

Die Weihnachtszeit ist bekannt für viele Geschenke, Kostbarkeiten und Nächstenliebe, die insbesondere die Kinder rund um den geschmückten Weihnachtsbaum genießen können. Genau aus diesem Grund sammelten kurzerhand die Schüler des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe von den fünften bis zu den zwölften Klassen eigenständig Geld ein, um damit Wünsche von Kindern und Jugendlichen der heilpädagogischen Wohngruppe St. Elisabeth Calbe und Kids e.V. aus Bernburg zu erfüllen, die diese im Vorfeld liebevoll auf Weihnachtswunschkarten formuliert hatten.
Dabei wurden von Büchern über Puppen, Parfüm oder Stofftieren alles besorgt, damit den Kindern eine weihnachtliche Freude bereitet werden kann. Da ist beispielsweise Jaden, der sich mit einem ferngesteuerten Monstertruck etwas Außergewöhnliches wünschte und dieses auch höchstwahrscheinlich vom Weihnachtsmann überbracht bekommen wird. Ebenfalls beispielhaft zu nennen sind Celine und Marisa, die sich ein Diamond Painting und eine LOL-Puppe erhoffen und mit diesen Geschenken sicher glücklich gemacht werden können.
Zu Weihnachten ist es besonders wichtig für Kinder, eine schöne und besinnliche Zeit mit ein paar Geschenken, Süßigkeiten und vor allem Liebe zu haben. Die Schilleraner sind augenscheinlich sehr bemüht, mit Herz und Seele ihren Schützlingen ein Lächeln auf das Gesicht hat zu zaubern.

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Weitere Baumspenden durch Schüler des Calbenser Gymnasiums

Als alle mehr als 500 Schüler mit ihren ungefähr 50 Lehrern am 7. Oktober diesen Jahres auf den höchsten Berg Deutschlands wanderten, waren Viele schockiert über das Ausmaß des Baumsterbens im Harz.

Nach langem Grübeln kam die Klassensprecherin der 10B, Leonie Felgenträger, auf die tolle Idee, Radio Brocken etwas Geld zu spenden. Um von der Monokultur dort ein wenig abzuweichen, hat der Radiosender nämlich eine Aktion gestartet, bei der man für jeweils 2 Euro eine kleine Buche kaufen kann, welche dann auf dem Brocken angepflanzt werden soll.

Nachdem die Klassenlehrerin, Frau Henschel, mit der Klasse über diese Idee sprach, waren alle Feuer und Flamme: 90 Bäume hat die 10 B gespendet. Damit ist sie bereits die zweite Klasse unseres Gymnasiums, nach der 9C von Herrn Ulrich, die bereits im vergangenen Schuljahr aktiv war.

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Amsterdam – Hält die Hauptstadt der Niederlande, was sie verspricht?

Dies war am Montag, dem 19. August 2019, die grundsätzliche Frage der Schüler der jetzigen 12. Klassen des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe, die zu ihrer Abschlussfahrt in das wunderschöne Amsterdam aufbrachen. Viele verzweigte Straßen mit ihren Grachten, geschmückt durch (kleine und schiefe) Altbauten und eine unglaubliche Masse an Fahrrädern sowie ebenso vielen Touristen – diese und viele weitere Vorstellungen hatten die Schüler von der Stadt.

7:30Uhr begann das Abenteuer vor der Calbenser Hegersporthalle. Nach einer insgesamt achtstündigen Busfahrt erreichten wir unseren Zielort. Die Sonne schien und es war angenehm warm, sehr zur Freude aller. Nach dem Check-In im a&o Hostel Amsterdam Zuidoost stellten wir unseren Orientierungssinn bereits zum allersten Mal auf die Probe. Das Hotel war außerhalb gelegen, sodass es unumgänglich war, mit der Metro in die Stadt zu fahren. Bei unseren vorerst eigenen Erkundungstouren bestätigten sich bereits die meisten unserer Erwartungen innerhalb kürzester Zeit. Neu für uns waren die Mengen an Hausbooten in den Grachten, die zahlreichen diversen Straßenkünstler, die qualitativ hochwertige Shows ablieferten, sowie die „Coffeeshop-Kultur“, da in jeder Gasse mindestens zwei von diesen aufzufinden waren. Hierbei die Orientierung zu behalten war eine sehr große Herausforderung für uns, sodass wir uns nur mit unseren mobilen Begleitern zurecht fanden. Wir waren vollends von dem Flair und der Stimmung begeistert, die diese Weltstadt ausstrahlte. Dieser erste aufregende Tag endete gegen 23 Uhr wieder im Hotel.

Den Anfang des zweiten Tages verbrachten wir in unterschiedlichen Gruppen, in denen wir von 10 bis 13Uhr einen Stadtrundgang bestritten. Dieser begann an der Centraal Station und endete am Dam Platz. Die Route führte uns vorbei am Anne-Frank-Haus und zugleich an der Westerkerk, des Weiteren über den Flohmarkt im ehemals jüdischen Viertel, vorbei an der Stopera; durch das Rotlichtviertel sowie durch zahlreiche Gassen mit beeindruckenden architektonischen Bauwerken als auch unzähligen Souvenirshops, u.v.m. Zudem lauschten wir etlichen interessanten Informationen zur Stadt, wie beispielsweise über die Besonderheiten der Hausboote, der Grachten und der Bedeutung der drei Kreuze auf der Flagge von Amsterdam. Ein weiterer Höhepunkt dieses Tages war der Besuch im Heineken Experience mit einer englischen Führung durch den Bierbrauprozess und einer audiovisuellen Veranschaulichung, bei der wir uns in das Bier „hineinversetzen“ sollten. Im Anschluss folgte eine Verkostung, bei der lediglich 18-jährige in den Genuss des alkoholischen Getränkes kamen.

Für den dritten Tag standen Madame Tussaud‘s, das Van-Gogh-Museum und eine Grachtenfahrt auf dem Programm. Den Vormittag verbrachten wir im Wachsfigurenkabinett, in dem wir bereits von der audiovisuellen Einführung am Anfang begeistert waren. Des Weiteren sorgten zahlreiche Mitmachaktionen, wie eine Modeshow, eine Nachrichtenmoderation zu den Themen „DJs“ oder „Promis“ als auch das Singen wie ein Pop-Star, für eine lustige Abwechslung. Nach einer Mittagspause gingen wir in das Van-Gogh-Museum, um seine Werke zu bestaunen. Die Ausstellung war in die verschiedenen Lebensabschnitte unterteilt, was sich auch im Zeichenstil widerspiegelte. Zum Abschluss des Tages machten wir eine einstündige Grachtenfahrt durch die unterschiedlichsten Kanäle der Stadt, wobei wir erneut Wissenswertes über diese erfuhren. Für die Zeit ab 19:15Uhr ergatterte eine Schülerin die sehr begehrten Karten für das Anne-Frank-Haus. So verbrachten insgesamt zwölf Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs ihren Abend mit einer sehr emotionalen Tour durch das ehemalige Versteck der Frank-Familie.

Endspurt. Der letzte volle Tag war angebrochen. Um 8:30Uhr saßen wir alle gespannt im Bus nach Den Haag, wo wir drei Stunden Freizeit zur Verfügung hatten. Einige bildeten sich kulturell weiter, andere sahen sich die Innenstadt an oder verbrachten ihre Zeit mit Shopping. Danach ging es weiter zu dem nur sechs Kilometer entfernten Scheveningen Strand an der Nordsee. Auch hier konnte die Zeit bis 16 Uhr individuell genutzt werden. So saßen einige in Restaurants, andere genossen die Zeit am Strand oder im Wasser, wobei auch Einzelne auf die verrückte Idee kamen Bungee-Jumping auszutesten und so kopfüber in Richtung Wasser sprangen. Wieder im Hotel angekommen, packten wir unsere Koffer und hatten danach ein letztes Mal die Gelegenheit, in die Stadt zu fahren.

Am Abfahrtstag mussten wir sehr zeitig aufstehen, da bereits vor dem Frühstück, um kurz vor 7 Uhr, die Koffer zum Bus gebracht werden mussten. Während die ursprüngliche Abfahrt 9 Uhr geplant war, starteten wir bereits eine Stunde eher in Richtung Heimat. Der Großteil der Besatzung verbrachte die erste Hälfte der Fahrt schlafend. Danach waren alle wieder wach und aufgeregt, bald nach Hause zu kommen. Gegen 15 Uhr trafen wir an unserem ursprünglichen Abfahrtspunkt ein.

Eine sehr schöne Woche mit unglaublich vielen unterschiedlichen Erlebnissen und Eindrücken ist viel zu schnell zu Ende gegangen. Hiermit bedanken wir uns bei allen Lehrern, die uns diese tolle Abschlussfahrt und die damit verbundenen Erinnerungen ermöglicht haben.